Grüß Gott

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Grüß Gott ist eine Begrüßung, seltener auch ein Abschiedsgruß im oberdeutschen Sprachraum, insbesondere in katholisch geprägten Ländern. Der Gruß ist mit einigen Varianten die häufigste Grußform in Teilen Süddeutschlands, Österreichs und Südtirols.

Bei Grüß Gott handelt es sich nicht um einen Imperativ, sondern um einen Wunsch im Konjunktiv Präsens (Optativ), weshalb es auch nicht korrekt ist, ein Rufezeichen dahinter zu setzen. Dies wird auch sichtbar an den Varianten Griaß di (God) (Grüße dich (Gott)) oder Griaß eich (God) (Grüße euch (Gott)).

Als Grund für die ungewöhnliche Wortstellung (finites Verb ist nicht das zweite Satzglied, wie im deutschen Satzbau die Regel für Aussagesätze) wird eine Lehnübersetzung aus dem Irischen vermutet, in dem das Subjekt gründsätzlich hinter das Verb gesetzt wird. Dies wird unter anderem daraus geschlossen, dass der Gruß in Deutschland nur im ehemaligen Missionsgebiet der irischen Mönche verbreitet ist und im Irischen das Subjekt grundsätzlich hinter das Verb gesetzt wird.[1]

Einen analogen Abschiedsgruß zu Grüß Gott bildet Pfiat’ di God (behüte dich Gott) - oftmals verkürzt zu Pfiat’ Di - in diversen Dialektvarianten.

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: grüß Gott – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Belege

  1. vgl. Ludwig Zehetner: Basst scho! - Wörter und Wendungen aus den Dialekten und der regionalen Hochsprache in Altbayern. edition vulpes, Regensburg, 2009, S. 139ff.
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