Grünbach (Tauber)

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Grünbach
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Der Grünbach in Gerlachsheim

Der Grünbach in Gerlachsheim

Daten
Gewässerkennzahl
Lage Baden-Württemberg
Main-Tauber-Kreis
Flusssystem Rhein
Abfluss über Tauber → Main → Rhein → Nordsee
Quelle zwischen Großrinderfeld-Gerchsheim und Kleinrinderfeld
49° 42′ 29″ N, 9° 48′ 29″ O49.7080555555569.8080555555556364
Quellhöhe ca. 364 m ü. NN[3]
Mündung neben der Tauberbrücke der Frankenbahn bei Lauda-Königshofen-Gerlachsheim von rechts und zuletzt Osten in die Tauber49.5791666666679.7058333333333184Koordinaten: 49° 34′ 45″ N, 9° 42′ 21″ O
49° 34′ 45″ N, 9° 42′ 21″ O49.5791666666679.7058333333333184
Mündungshöhe ca. 184 m ü. NN[3]
Höhenunterschied ca. 180 m
Länge 30,8 km[4] mit Oberlauf Wittigbach
20,5 km[5] mit Oberlauf Grünbach

Der Grünbach ist ein gut 20 km langer Bach im Main-Tauber-Kreis im äußersten Nordosten Baden-Württembergs, der beim Ortsteil Gerlachsheim von Lauda-Königshofen von rechts und Nordosten in die untere Tauber mündet. Mit seinem größeren linken Zufluss Wittigbach als Oberlauf ist er fast 31 km lang.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Grünbachquelle liegt auf etwa 364 m ü. NN im Gewann Geldloch im beginnenden Wald östlich von Großrinderfeld-Gerchsheim vor Kleinrinderfeld, welches schon jenseits der Landesgrenze in Bayern liegt. Auf seinem zunächst südsüdwestwärts gerichteten Lauf, dem ungefähr parallel allenfalls 2 km westlich die A 81 Würzburg – Kreuz Weinsberg folgt, fließt er durch das Dorf Schönfeld und am Dorf Ilmspan der Gemeinde vorbei, wonach er auf die Gemarkung der Stadt Grünsfeld übertritt, auf der er Paimar, Grünsfeldhausen und Grünsfeld selbst durchfließt. Dort vereint er sich nach knapp 15 km mit dem hier schon 25 km langen linken und hier von Osten nahenden Wittigbach. Nach weiteren knapp 6 km in einer S-Schlinge nach Südwesten, die er in westlichem Lauf durchs Lauda-Königshofener Dorf Gerlachsheim beendet, mündet er dort neben der Eisenbahnbrücke der Frankenbahn von rechts auf etwa 184 m ü. NN in die untere Tauber.

Kommentierte Zuflussliste[Bearbeiten]

Hierarchische Liste der größeren Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Gewässerlängen in der Regel nach LUBW-GeNe (Datensatzeinträge), Einzugsgebiete entsprechend nach LUBW-BEZG, Höhenangaben nach dem Höhenlinienbild auf LUBW-TK. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Quelle des Grünbachs auf etwa 364 m ü. NN gut einen Kilometer nordöstlich des Großrinderfelder Dorfes Gerchsheim im Gewann Geldloch des beginnenden Irtenberger Waldes, eben jenseits der A 81 und unweit der Landesgrenze zu Bayern.

  • Gerchsheimer Grundgraben , von rechts auf unter 240 m ü. NN in Grünsfeld-Paimar, 10,8 km und 19,6 km². Entfließt als Wolfsgraben etwa 1 km nordöstlich des Gerchsheimer Ortsrandes einem See auf etwa 375 m ü. NN am Saum des Spitalwaldes, entsteht also nur etwa einen Kilometer von der Grünbachquelle entfernt. Das untere Tal des ab Gerchsheim Grundgraben genannten Zuflusses heißt ab seiner Unterquerung der A 81 auf die Grünbachseite Gerchsheimer Grund. Der Grünbach selbst ist an der Mündung des fast parallelen und nahen Zulaufs erst 10,0 km lang und hat ein Einzugsgebiet von nur 17,7 km².
  • Krensheimer Graben, von links auf unter 210 m ü. NN in Grünfeld, 2,8 km und 3,4 km². Entsteht auf etwa 305 m ü. NN etwa 0,5 km südlich der Deponie im ehemaligen Krensheimer Steinbruch am Hasenstock.
  • Wittigbach, von links in Grünfeld auf rund 207 m ü. NN, 11,1 km, mit allen Oberläufen ab dem Grundgraben 25,0 km und 181,3 km². Entsteht auf wenig über 250 m ü. NN an der Wittighausener Grenzenmühle aus dem Zusammenfluss von Schafbach und Gützinger Bach.
    • Schafbach, rechter Oberlauf des Wittigbachs, 3,4 km, mit allen Oberläufen ab dem Grundgraben 13,9 km. Entsteht auf knapp 265 m ü. NN am Südrand des unterfränkischen Kirchheim aus dem Zusammenfluss von Rimbach und Moosbach.
      • Rimbach oder auch Renkbach, rechter Oberlauf des Schafbachs, als Namensabschnitt 2,9 km, mit allen Oberläufen ab dem Grundgraben 10,5 km und 29,1 km². Entsteht aus dem Rasiggraben auf etwa 277 m ü. NN durch Namenswechsel an einem Zulauf beim Egenburgerhof von Kirchheim.
        • Rasiggraben, 2,4 km, mit Oberlauf Grundgraben 7,6 km. Entsteht auf wenig über 285 m ü. NN durch Namenswechsel am kurzzeitigen ersten Eintritt des Bachs nach Baden-Württemberg und auf die Großrinderfelder Gemarkung aus dem Grundgraben.
          • Grundgraben, oberster Namensabschnitt des Wittigbachs, 5,2 km. Entspringt auf etwa 370 m ü. NN dem Höfelsbrunnen im südlichen Irtenberger Wald im Dreieck von Staatsstraße 578 im Nordwesten, der A  im Südosten und der Landesgrenze zu Baden-Württemberg im Südwesten. Die Ursprünge von Grünbach und Gerchsheimer Grundgraben im oder am selben großen Wald sind beide weniger als einen Kilometer entfernt.
      • Moosbach, linker Oberlauf des Schafbachs, 7,8 km und 21,6 km². Entsteht auf etwa 307 m ü. NN knapp einen Kilometer südöstlich von Geroldshausen an der Kreisstraße WÜ 33.
      • Sulzdorfer Graben, im Unterlauf auch Dammbach[6], im Oberlauf auch Katzenbach[6], von links auf unter 255 m ü. NN am Haltepunkt Gaubüttelbrunn der Frankenbahn, 7,1 km und 23,4 km². Läuft am Nordrand des Markt Giebelstädter Pfarrdorfs Ingolstadt aus einem kleinen Teich auf etwa 298 m ü. NN.
    • Gützinger Bach, teilweise auch Seebach[7], linker Oberlauf des Wittigbachs, 8,5 km und 21,9 km². Entsteht auf etwa 275 m ü. NN weniger als 0,5 km nordwestlich des Gaukönigshofener Pfarrdorf Wolkshausen.
    • Grenzbach (Oberlauf) / Effelter Graben (Unterlauf), von rechts auf rund 240 m ü. NN am Ortsanfang von Unter-Wittighausen, 3,4 km und 4,5 km². Entsteht auf über 335 m ü. NN an der Waldinsel Strut etwa einen Kilometer nordwestlich des Wittighausener Dorfs Poppenhausen.
    • Insinger Bach, von links auf unter 234 m ü. NN an der Wittighausener Langenmühle, 8,1 km und 22,9 km². Entläuft auf unter 305 m ü. NN einem Teich zwischen der B 19 und dem Markt Bütthardter Pfarrdorf Gaurettersheim.
      • Mühlbach, von links auf unter 256 m ü. NN an der Markt Bütthardter Hetzenmühle, 3,5 km und 6,5 km². Entsteht auf etwa 325 m ü. NN südlich von Bütthard am Rand des Waldes Rammerschlag kurz vor der baden-württembergischen Landesgrenze.
    • Tiefentalgraben, von rechts auf etwa 227 m ü. NN an der unteren Wittighausener Kläranlage, 3,2 km. Entsteht etwas unter 325 m ü. NN in den Deichselweisen westlich des Wittighausener Dorfs Poppenhausen.
    • Wurmgraben, von links auf etwa 220 m ü. NN, 5,0 km und 14,9 km². Entfließt auf etwa 315 m ü. NN dem etwa 1,7 ha großen Marstadter See südöstlich des Lauda-Königshofener Weilers Marstadt und durchläuft dann erst den Marstadter, dann den Zimmerer Grund.
    • Messelhausener Graben, von links auf etwa 217 m ü. NN an der Bahnstation des Grünsfelder Dorfes Zimmern, 2,4 km und 5,3 km². Entsteht auf rund 275 m ü. NN westlich von Messelhausen an der K 2801
    • Uhlberger Graben, von rechts durch Zimmern auf rund 215 m ü. NN, 6,9 km und 10,4 km². Entsteht auf rund 300 m ü. NN südwestlich des Wittighausener Weilers Lilach neben der K 2882 an der Westspitze der Waldinsel Vogelherd.
  • Rötensteingraben, von rechts auf rund 205 m ü. NN an der Wittighausener Riedmühle, 9,7 km und 15,0 km². Entsteht etwa anderthalb Kilometer nordöstlich von Großrinderfeld neben der L 508 nach Gerchsheim gegenüber einem Feldkreuz.

Mündung des Grünbachs auf etwa 184 m ü. NN neben der Tauberbrücke der Frankenbahn bei Lauda-Königshofen-Gerlachsheim von rechts und zuletzt Osten in die Tauber. Der Grünbach ist hier auf seiner Namensstrecke 20,5 km lang, mit dem längeren Wittigbach und all dessen sukzessiven Quellbächen ab dem Kleinrinderfelder Grundgraben als Oberlauf 30,8 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 251,5 km² hinter sich, wozu der Wittigbach 181,3 km² beiträgt und sein eigener Oberlauf bis zum Zusammenfluss nur 46,2 km².


Wichtigster Nebenfluss des Grünbachs ist also der nach Länge und Größe bedeutendere Wittigbach, dessen Tal auch an ders als das des oberen Grünbachs eine wichtige Verkehrsachse ist. Dieser entsteht als Grundgraben bei Kleinrinderfeld, durchläuft dann Kirchheim, Ober- und Unterwittighausen (Gemeinde Wittighausen) und passiert den Grünsfelder Talort Zimmern, bevor er nach insgesamt 25,0 km in den Grünbach mündet.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Grünbach hat das größte Einzugsgebiet unter den Nebenflüssen der Tauber, es umfasst ca. 250 km², wovon wiederum 181,3 km² Einzugsgebiet des Wittigbachs sind und nur 46,2 km² Einzugsgebiet seines eigenen Oberlaufs an dessen Zumündung. Vom Einzugsgebiet liegen rund 110 km² in Bayern und 140 km² in Baden-Württemberg. Im Süden und Westen konkurrieren einige kleinere Zuflüssen der Tauber mit dem Grünbach, nach Norden und Osten zu verläuft die Wasserscheide zum Main.

Flusssystem[Bearbeiten]

Eigenes Flusssystem[Bearbeiten]

Flusssystem Tauber[Bearbeiten]

Verkehrswege[Bearbeiten]

Die Frankenbahn und die Landesstraße L 511 begleiten von der Mündung bis nach Grünsfeld den unteren Grünbach und setzen sich dann talaufwärts im Tal des Wittigbaches fort bis jenseits der Landesgrenze nach Bayern (dort als Staatsstraße St 511).

Gewässergüte[Bearbeiten]

Der Grünbach war mit Stand von 2004 auf seinem hierfür erfassten Lauf etwa von unterhalb Ilmspan bis zum Zufluss des Wittigbachs in Grünsfeld kritisch belastet (Güteklasse II–III), von dort an bis zur Mündung wie der Wittigbach ab Wittighausen mäßig belastet (Güteklasse II).[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Flächen- bzw. Längenangaben wo nicht anders vermerkt nach Messungen auf der Topographischen Karte 1:50.000.
  1. Für Oberlauf Grünbach.
  2. Für Unterlauf ab Wittigbach wie dieser oberhalb.
  3. a b Nach dem Höhenlinienbild auf LUBW-TK.
  4. Nach LUBW-GeNe.
  5. Nach LUBW-GeNe und LUBW-GeNa.
  6. a b Name nach Beschriftung auf LUBW-TK.
  7. Alternativname nach Beschriftung auf LUBW-TK wie – für ein Unterlaufstück – nach LUBW-GeNa.
  8. Biologische Gewässergütekarte 1 : 350.000 der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (PDF, 11,7 MB)

Weblinks[Bearbeiten]