Grünkraut
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Ravensburg | |
| Gemeindeverwal- tungsverband: |
Gullen | |
| Höhe: | 601 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,16 km² | |
| Einwohner: | 2978 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 174 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88287 (alt: 7981) | |
| Vorwahl: | 0751 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RV | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 039 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Scherzachstraße 2 88287 Grünkraut |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Pfeiffer | |
Grünkraut ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg mit über 40 Weilern und gehört zum Landkreis Ravensburg.
Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Gullen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Grünkraut liegt in Oberschwaben, rund fünf Kilometer östlich der Kreisstadt Ravensburg. Durch den Ort fließt die Scherzach. Nachbargemeinden sind Bodnegg, Schlier, Waldburg und die Stadt Ravensburg.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Geschichte des Ortes Grünkraut geht zurück bis ins Jahr 1236, als der Ortsname "Gruonechrut" erstmals erwähnt wurde. Wie der Ort zu diesem Namen kam oder was er bedeutet, ist nicht bekannt. Denkbar ist "Chrut" in der Bedeutung von Greut = Rodung.
Bis zur Säkularisation 1803, als die Klöster Weißenau und Weingarten aufgelöst wurden, gehörten diesen bis auf wenige Höfe fast alle dortigen Güter. Politisch gehörte Grünkraut der vorderösterreichischen Landvogtei Schwaben. 1806 kam diese zum neugebildeten Königreich Württemberg, wo der Ort dem Oberamt Ravensburg, Vorläufer des heutigen Landkreises, zugeschlagen wurde.
[Bearbeiten] Religionen
Grünkraut ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Gallus und Nikolaus. Sie gehört zum 2007 gegründeten Dekanat Allgäu-Oberschwaben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich vermehrt evangelische Heimatvertriebene in Grünkraut an. Die bereits 1869 gegründete evangelische Kirchengemeinde trägt nicht den Namen Grünkraut, weil die katholische Bevölkerung dies den neu zugezogenen evangelischen Christen verwehrte. Daher nannte sie sich nach einem benachbarten Weiler „Evangelische Kirchengemeinde Atzenweiler“. Sie umfasst heute die politischen Gemeinden Grünkraut, Bodnegg und Waldburg und Randbezirke von Amtzell, Ravensburg und Schlier. Die Diaspora-Gemeinde gehört zum Dekanat Ravensburg und hat 1.350 Mitglieder (Stand 2004).
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Eingemeindungen sind nicht zu verzeichnen, dagegen wurde Ittenbeuren und Knollengraben nach Ravensburg eingemeindet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
In der Oberamtsbeschreibung von 1836 werden 44 Parzellen mit insgesamt 923 Einwohnern genannt. Die Einwohnerzahl stieg erst nach dem Zweiten Weltkrieg signifikant an und liegt jetzt bei knapp über 3.000, obwohl ein bevölkerungsmäßig wichtiger Teil des ehemaligen Gemeindegebietes verloren ging.
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeinde Grünkraut hat seit Jahren einen ausgeglichenen Haushalt und ist trotz hoher Investitionen schuldenfrei.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In Gold auf grünem Dreiberg ein vierblättriges grünes Farnkraut.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Vor allem im Gewerbegebiet Gullen, verkehrsgünstig an der B 32 gelegen, haben sich viele mittelständische Betriebe angesiedelt.
[Bearbeiten] Verkehr
Über eine Buslinie sind die Städte Ravensburg und Wangen erreichbar.
[Bearbeiten] Bildung
Grünkraut verfügt über eine Grundschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es zudem zwei römisch-katholische Kindergärten.
[Bearbeiten] Sonstige Infrastruktur
Grünkraut ist Standort eines 380 kV-Umspannwerks, das aus der in der Nähe verlaufenden Nord-Süd-Leitung gespeist wird.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Paul Knapp (1879–1953), Pazifist und Gründer der Deutschen Friedenspartei; wirkte als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Atzenweiler und starb in Grünkraut.
- Cajetan Baumann OFM (1899–1969), bedeutender Architekt des Franziskanerordens in den USA
[Bearbeiten] Literatur
- Johann Daniel Georg von Memminger: Gemeinde Grünkraut. In: Beschreibung des Oberamts Ravensburg. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1836 (Volltext bei Wikisource)
[Bearbeiten] Weblinks
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