Grünspan-Träuschling

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Grünspanträuschling
2011-09-24 Stropharia aeruginosa crop.jpg

Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Träuschlingsverwandte (Strophariaceae)
Gattung: Träuschlinge (Stropharia)
Art: Grünspanträuschling
Wissenschaftlicher Name
Stropharia aeruginosa
(Curtis : Fr.) Quél.

Der Grünspan-Träuschling (Stropharia aeruginosa) ist eine Pilzart aus der Familie der Träuschlingsverwandten.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Grünspan-Träuschling bildet in Hut und Stiel gegliederte Fruchtkörper. Der Hut ist 3–8 cm breit, stumpf gebuckelt, später flach ausgebreitet, blaugrün bis spangrün und alt etwas gelblich gefärbt. Er besitzt eine abziehbare, dick mit Schleim und darin schwimmenden Velumresten bedeckte Huthaut. Bei trockener Witterung wird die Hutoberfläche klebrig. Der Hutrand ist lange heruntergebogen, stumpf und bei jungen Exemplaren mit Velumflocken behangen. Die am Stiel leicht ausgebuchtet angewachsenen Lamellen sind anfangs grau-weiß bis grau-braun und später violett-grau bis violett-braun gefärbt. Die Lamellenschneide ist deutlich heller. Der Stiel misst in der Länge 4–8 cm und in der Dicke 0,4–1 cm. Er trägt einen hängenden, gerieften Ring in derselben bräunlich violetten Farbe wie die Lamellen. Er ist hohl oder voll und zur Basis hin manchmal etwas verdickt. Die Stielfarbe oberhalb des Ringes ist jung blau bis blaugrün, darunter blau bis blaugrün. Der Stiel hat jung eine faserige Stielrinde, die im Alter verkahlt.

Ökologie und Phänologie[Bearbeiten]

Der Grünspan-Träuschling lebt saprobiontisch in der Laub- und Nadelstreu oder sehr stark vermorschtem Holz. Er bevorzugt saure, kalkfreie, nährstoff- und stickstoffarme Böden und kann in den verschiedensten Waldtypen, entlang von Wegen, in Gärten und Parks sowie seltener auf Wiesen gefunden werden.

Seine Fruchtkörper erscheinen in Mitteleuropa vom Spätsommer bis in den Spätherbst.

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Grünspan-Träuschling ist in der Holarktis verbreitet. Er kommt von Kleinasien über das Kaukasusgebiet bis Ostsibirien, Korea, Japan, in den USA, Kanada und auf Grönland, in Nordafrika und auf den Kanarischen Inseln vor. In Europa reicht sein Verbreitungsgebiet vom Mittelmeer bis Skandinavien, den Hebriden und Island, sowie von Großbritannien und Frankreich bis in das Baltikum und Russland. In Deutschland ist die Art weit verbreitet und häufig, wird allerdings durch forstliche Maßnahmen und Düngereintrag zunehmend gefährdet.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Grünspan-Träuschling ist essbar, allerdings kein wertvoller Speisepilz.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stropharia aeruginosa – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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