Grabów nad Prosną

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Grabów nad Prosną
Wappen von Grabów nad Prosną
Grabów nad Prosną (Polen)
Grabów nad Prosną
Grabów nad Prosną
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Ostrzeszów
Fläche: 2,58 km²
Geographische Lage: 51° 30′ N, 18° 7′ O51.518.116666666667Koordinaten: 51° 30′ 0″ N, 18° 7′ 0″ O
Höhe: 130 m n.p.m
Einwohner: 1976
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 63-520
Telefonvorwahl: (+48) 62
Kfz-Kennzeichen: POT
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Posen-Lawica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 12,32 km²
Einwohner: 7844
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 637 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3018033
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Edmund Geppert
Adresse: ul. Kolejowa 8
63-520 Grabów nad Prosną
Webpräsenz: www.grabownadprosna.com.pl

Grabów nad Prosną ['grabuf nad 'prɔsnɔ̃] (deutsch Grabow, 1940–1945 Altwerder) ist eine Stadt im westlichen Polen und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde (gmina wiejska). Sie liegt in der Woiwodschaft Großpolen etwa 110 km südöstlich von Posen am Ufer der Prosna und gehört dem Powiat Ostrzeszowski an.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter war Grabów Krongut. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes als eines Besitztums der polnischen Herrscher erfolgt 1264, die erste Erwähnung des Schlosses 1366. Das ehemalige Schloss von Grabów ist Stammsitz des polnischen Adelsgeschlechts der Zaremba.

Am 20. August 1416 verlieh König Władysław II. Jagiełło Grabów das Stadtrecht. Als königliche Domäne und Sitz einer Starostei entwickelte sich die Stadt recht beschaulich, wobei Tuchmacherei, Bierbrauerei und Handel ihre wirtschaftlichen Grundlagen bildeten.

Im Zuge der Zweiten Teilung Polens wurde Grabów zunächst 1793 bis 1807 preußisch, 1807 bis 1815 wieder polnisch und ab 1815 wieder preußisch. Die Stadt wurde Grenzort zu Russland.

1918 kehrte Grabów zusammen mit dem übrigen Großpolen an Polen zurück. Im September 1939 wurde die Stadt beim Polenfeldzug der Wehrmacht besetzt. Die Besetzung dauerte bis zum Einmarsch der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Gmina[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde besteht aus folgenden Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name
(1939–1945)
Bobrowniki Bobrownik 1939–1943 Biberbach
1943–1945 Biberdorf
Bukownica Bukownica 1939–1943 Buchen
1943–1945 Buchenitz
Chlewo Chlewo Kleefeld
Dębicze polnisch Eichenhorst
Giżyce polnisch  ?
Grabów nad Prosną Grabow Altwerder
Grabów-Pustkowie Grabow pustkowie
1901–1918 Grabow Vogtei
Schirmenau
Grabów-Wójtostwo Gut Grabow Vogtei Grabow Vogtei
Kopeć polnisch Kopez
Książenice Xionzenice
1912–1918 Schonitz
Schonen
Kuźnica Bobrowska Kuznica Bobrowska Eisenhammer
Marszałki Marszalki
1906–1918 Marschallen
Marschallsfelde
Palaty polnisch  ?
Siekierzyn Siekierzyn  ?
Skrzynki polnisch Schreining
Smolniki Smolniki  ?
Zawady polnisch  ?

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Grabów unterhält seit 2006 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Emlichheim, gelegen an der Grenze zu den Niederlanden. Zwischen den beiden Gemeinden besteht seit 2002 ein regelmäßiger Kontakt.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.