Graben von Stein

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Das Wappen der krainischen und kärntnerisch-osttirolerischen Herren von Graben, hier dieses von Andreas von Graben und dessen Nachkommen in der Lienzer Sankt Michaelskirche, [Wappenvariante des Kärntner Familienzweiges] Darstellung aus dem Jahre 1531

Graben von (zum) Stein,[1] auch von (dem) Graben, ab dem Graben[2] sowie vom Graben[3] (fälschlicherweise auch Von Groeben, De Groben) genannt, ist der Name einer weitverzweigten edelfreien (dynastischen) Familie, welche zum österreichischen Uradel zählte. Das erstmals 1170 erstmals in Krain genannte Geschlecht entstammte den Görzer Meinhardinern der Meinhardiner-Dynastie,[4][5] und ist zum Ende des 18. Jahrhunderts ausgestorben. Zu den Nachkommen gehört die heute noch existierende Familie Orsini-Rosenberg. Unsicher ist eine aufgrund des identen Stammwappen angenommene stammesgleichheit mit dem ebenfalls aus Krain stammenden Hochadelsgeschlecht der Lamberg.

Die Familie der Burggrafen und Ritter Von Graben erreichte ihren machtpolitischen Höhepunkt im 15. und 16. Jahrhundert. Vertretend ist hierfür Virgil von Graben aus der kärntnerisch-görzischen Linie zu nennen, welcher unter den Görzer Grafen und später unter den habsburgerischen Kaisern eine bedeutende diplomatische Rolle innehatte. Jener Von Graben führte das Fürstentum Görz den Habsburgern zu.[6]

Geschichte[Bearbeiten]

Herkunft und Entwicklung[Bearbeiten]

Schloss Graben im Jahre 1679
Stammwappen derer von Lamberg

Die Herren von Graben waren natürliche Söhne der Grafen von Görz; als Stammherren können wohl die beiden meinhardinischen (Pfalz)Grafen Meinhard I. (* um 1070; † 1142) und Engelbert I. von Görz († 1122) in Frage kommen. Die erste namentliche Nennung fällt in das Jahr 1170 als Meinhards oder Engelberts Enkel, die Brüder Conrad vom Graben und Grisold (Grimoald), das noch heute bestehende Stammschloss Graben unweit von Rudolfswerth (Novo mesto) im damaligen "Mittelkrain" besaßen. Der Historiker Valvasor nimmt an, dass für die Namensgebung der tiefe Graben verantwortlich war, an dessen Rand seinerzeit zunächst ein Turm erbaut worden war.[7] Die Nachkommen Conrads vom Graben werden als die Konradinische Linie der Herren vom Graben am Graben bezeichnet. Der Stammzweig der Herren vom Graben am Graben (gemeint sind die Herren der Rudolfswerther Burg und des Grazer Schlosses Alt-Grabenhofen am Graben) existierte bis in das Jahre 1456 fort, als mit dem Tod des Reinprechts IV. vom (ab dem) Graben deren letzter männlicher Vertreter verstorben war.[8]

Das ebenfalls in Krain verwurzelte hochadelige Geschlecht derer von Lamberg führte dasselbe Wappen wie die krainischen und die Kärntner (aber nicht die steirischen) Graben. Ob es sich dabei um eine Stammesgleichheit, eine Abstammung voneinander, oder um das von beiden Geschlechtern übernommene Wappen deren Lehensherren handelt, ist unklar.[9] [10] Die beiden Geschlechter waren jedenfalls in späterer Zeit verwandt, was im 17. Jahrhundert auch zu Erbstreitigkeiten um die Herrschaft Stein in Kärnten führte. [11]

Die steirischen Linien[Bearbeiten]

Die Herren von Graben waren schon im Laufe des 13. Jahrhunderts aus Krain in den Grazer Raum übersiedelt. Dort erwarben sie das Gebiet der heutigen Grabenstraße bzw. die Westhänge des Rosenberges bis zur Mur hinab und den Sitz Hof am Graben. Die Gegend wurde nach den Herren von Graben ab 1294 "Am Graben" (Grabenvorstadt) genannt.[12] Die Herren am Graben gelten bis zu einer Gütertrennung im 14./15. Jahrhundert als die selbigen welche auch die Stammburg Graben in Krain besaßen. Einer dieser Herren, Konrad I. vom (ab dem) Graben (genannt 1268 - 1295, † 1307), im Gefolge der Herren von Walsee, ließ das sich zwischen dem Reinerkogel und dem Rosenberg an der Ecke der heutigen Grazer Grabenstraße zur Hochsteingasse gelegene Schloss Alt-Grabenhofen erbauen.[13] [14] Neben dem ersten Besitzer Konrad I. wurden auch dessen Brüder Rennewart ab dem Graben (genannt 1294) sowie Walther ab dem Graben (urkundlich genannt 1278 - 1321, † vor 1331) erwähnt. Konrads Sohn Konrad II. vom (ab dem) Graben († um 1325) hatte vier Söhne: Konrad III., Reinprecht III., Haitzlein sowie Nicklein ab dem Graben (alle vier wurden erstmals im Jahre 1325 genannt).[15]

Wappen der Fürsten von Orsini-Rosenberg

Das hochadelige Geschlecht der Orsini-Rosenberg entstammte einem dort ansässigen Mitglied der Familie von Graben, das den Namen des Schlosses "Rosenberg" annahm,[16] und mit Konrad ab dem Rosenberg [eventuell mit Konrad II. ab dem Graben oder einem seiner näheren Verwandten identisch] am 6. September 1322 erstmals urkundlich erwähnt wurde (Original im Steiermärkischen Landesarchiv Graz).[17] Eine weitere Urkunde befindet sich im Archiv des unweit Graz gelegenen Grabenschen Hausklosters, dem Stift Rein.[18] In weiterer Folge siegelte Konrad ab dem Rosenberg und die ersten Rosenberger mit dem Schrägbalkenwappen der Grazer Herren von Graben.[19]

Der Hof am Graben ging mit Konrad I. Enkeltochter Affra vom (ab dem) Graben († vor 1458) mittels Vererbung an die Herren von Fladnitz. Die letzten Herren vom Graben die Alt-Grabenhofen besaßen waren Andrä von Graben (bis 1556) und dessen Schwester Anna von Graben (bis 1564), durch welche der Grabensche Besitz an die Herren von Stadl gelangte.

Die Kornberger Linie[Bearbeiten]

Die zum Protestantismus konvertierten Brüder Wolfgang, Andree (beide † 1521) und Wilhelm von Graben († 1523) sowie dessen Ehefrau Magdalena von Stubenberg, Herren von Kornberg und Obermarburg samt Schloss Marburg an der Drau (Maribor)

Als erstes bedeutendes Familienmitglied gilt Ulrich I. von Graben († vor 1325). Er war der erste Burggraf von Gleichenberg, der zwischen den Jahren 1302 und 1324 dieses Amt ausübte und vermutlich auch die Erbauung der Burg geleitet hatte.[20] Dessen Sohn Ulrich II. von Graben (vor 1300 Schloss Alt-Grabenhofen - † um 1361 Schloss Kornberg) gilt als Begründer der Kornberger Linie des Geschlechtes, denn er hatte im Jahre 1328 Herrschaft und Schloss Kornberg käuflich erworben. Ulrich II. führte verschiedene Ämter und Titel, unter anderem die eines Burggrafen und Herrn des nordsteirischen Hohenwang,[21] Gleichenberg und Rothenfels. Die Kornberger Linie war neben der kärntnerischen Linie die wohl bedeutendste der Herren von Graben.[22]

Als bedeutendstes Familienmitglied ist Ulrich III. von Graben zu nennen. Dieser war ein treuer Anhänger und Ratsherr Kaiser Friedrichs III., Burggraf zu Marburg und Graz, Herr von Obermarburg und Schloss Marburg (Maribor) sowie Landeshauptmann der Steiermark gewesen.[23] 1483 kam Wolfgang von Graben nach Holland, woraus das Geschlecht Graeff/De Graeff seine Abstammung bezieht.[24] Das niederländische Nieuw Nederlandsch Biographisch Woordenboek ist sich dieser Abstammung unsicher.[25] Das Geschlecht De Graeff führt noch heutzutage das Graben-Wappen in dem Ihrigen. 1677 verlieh Kaiser Leopold I. dem Amsterdamer Regenten Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis den österreichischen Reichsritterstand.[26] [27]

Die letzten der Kornberger Linie waren der protestantische Andrä von Graben (bis 1556) und dessen Schwester Anna von Graben (bis 1564), durch welche der Graben`sche Besitz durch Erbschaft an die Herren von Stadl gelangte.

Aus der Kornberger Linie gründeten sich die Niederösterreichische Linie, die Erste Tiroler Linie und die Kärntner Linie auf Sommeregg und in Lienz.

Niederösterreichische Linie[Bearbeiten]

Angehörige und Abstammungen dieses Geschlechts waren zwischen 1324 und 1421 auch in Niederösterreich beheimatet.[28] Die Linie geht von Ulrich I. von Grabens († vor 1325) Sohn Nikolaus (genannt 1350) aus. Namentlich sind Niclas, Heinrich, Martin, Friedrich (wurde im Jahre 1383 durch seinen Schwager und Blutsfreund Niclas von Roggendorf zu dessen alleinigen Erben benannt falls Roggendorf keine ehelichen Erben hinterlassen sollte),[29] Otto II. (* 1378) und Wolfgang von Graben genannt. Jener letztgenannte wurde zwischen den Jahren 1405 und 1421 genannt und saß auf Burg Khueffarn [?].[30] Weitere Von Graben die in Niederösterreich wirkten waren Ulrich I. Sohn Ulrich von Graben (1330) [es könnte sich hierbei um Ulrich II. von Graben handeln] und Heinrich in den Graben (1356) als Herren des kleinen Gutes Graben bei Würmla beurkundet.[31] Des Weiteren wird ein Abel von Graben im Jahre 1361 als Herr von Zwingendorf in der Gefolgschaft der Kuenringer erwähnt. Deren Wappensiegel wird folgend erwähnt: Eine schräggerechte liegende Schaufel ohne Stiel, auf dem Helm zwei Büffelhörner.[32] Dieses Wappen stellt eine Kombination des krainischen Stammwappens mit dem Schrägbalken und den Büffelhörnern und des steirischen Wappens mit der Schaufel dar. Die niederösterreichische Linie ist mit dem Tod Wolfgangs im Jahre 1421 erloschen.

Erste Tiroler Linie[Bearbeiten]

Als Stammherr der Ersten Tiroler Linie gilt Friedrichs II. von Graben Sohn Leonhard (Lienhart, Linhart) von Graben, [33] welcher im Jahre 1441 genannt wurde. [34] Das Geschlecht der Von Graben war auch zwischen den Jahren 1514 und 1519, als sie das letzte Mal am Landtag erschienen, in der Tiroler Adelsmatrikel eingetragen.[35]

Die Kärntner und Görzer Linie auf Sommeregg und in Lienz[Bearbeiten]

Darstellung Virgils von Graben in seiner Begräbnisstätte in der Lienzer Sankt Michaelskirche (16. Jahrhundert)

Diese wurde durch Leonhard (Lienhart, Linhart) von Grabens Bruder Andreas von Graben zu Sommeregg im Jahre 1442, als dieser von den Grafen von Cilli die Herrschaft Sommeregg als Lehen erhielt, gegründet. Er beinhaltet die Mitglieder des kärntnerisch-osttirolerischen-görzischen Zweig Vom Graben mit Sitz auf Burg Sommeregg und Lienz und die des späteren Zweiges Von Graben vom (zum) Stein auf Burg Stein. Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wurde neben jenem auf Sommeregg die Linie auf Schloss Kornberg als die beiden wichtigsten Hauptzweige des Geschlechts angesehen.[22] In der Stadt Lienz konnte die Familie von Graben größere Bedeutung erlangen, da sie zur Zeit der letzten Grafen von Görz wichtige Ämter innehatte und durch ihr Wirken auch der Renaissancekultur in Osttirol zum Einzug verhalf.[36] Nach dem Aussterben der Grafen von Görz verwalteten sie als deren Nachfolger Lienz und Osttirol als Statthalter und Burggrafen, was sie auch gleichfalls für die Habsburger taten. Die Herren von Graben, welche in den Lienzer Bergen nach Gold schürften, haben sich unter allen Lienzer Adelsgeschlechtern am besten im Gedächtnis der Lienzer erhalten. Auf Schritt und Tritt begegnet man ihren Familienwappen, das an vielen Häusern, an zwei Kirchen, auf zahlreichen Grabsteinen sowie in den Wäldern, Almen und auf Grenzsteinen rund um Lienz prangt.[37]

Unter Andreas von Grabens Sohn Virgil von Graben († 1507) erlangte das Geschlecht seinen größten Einfluss; als Reichsverweser der fürstlich görzischen Grafschaft war er während der Regierungszeit des kränklichen und kinderlosen Grafen Leonhard von Görz die Schlüsselperson für den Eintritt des Landes in das Habsburgerreich. Zunächst verhandelte Virgil aber noch mit der Republik Venedig, nach großen Versprechungen des aufgeklärten Venedigs, wie etwa die, Virgil, einen görzischen (meinhardinischen) Bastard, selbst als neuen Grafen von Görz anzuerkennen. [38] Ein anderer Vorschlag Venedigs mündete darin, dass er die Grafschaft Görz an die Republik übergebe und dafür alle Görzer Schlösser und Herrschaften im Friaul und Venedig als Lehen erhalten solle. [39] Aber dazu ist es dann doch nicht gekommen, denn Virgil brach die geheimen Verhandlungen mit den Venezianern ab und brachte die Grafschaft Görz in die Hände Kaiser Maximilians, welcher ihm dafür hohe Belohnungen zukommen ließ. [40] Ihre Nachfolger als einflussreichstes Geschlecht von Lienz wurden im 16. Jahrhundert die Herren von Wolkenstein. Die Lienzer Herren von Graben sind im Laufe des 16. Jahrhunderts ausgestorben. Burg Sommeregg gelangte über Ernst von Grabens Tochter Rosina von Graben von Rain (einer Nichte von Virgil von Graben) im Jahre 1534 an die Freiherren von Rain zu Sommeregg und hernach an die Khevenhüller. Aus der Kärntner Linie auf Sommeregg und in Lienz gründeten sich die Linie am Stein und die die Zweite Tiroler Linie.

Die Linie am Stein[Bearbeiten]

Diese Linie ging von Virgil von Grabens ältestem Sohn Lukas von Graben zum Stein aus. Ihm wurde durch Kaiser Maximilian I. im Jahre 1500 für seine Verdienste die Herrschaft und das Schloss Stein im Drautal zu freiem Eigen zugesprochen.[41] Stein blieb bis zum Tod von Christof David von Graben zum Stein im Jahre 1664 in den Händen des kärntnerischen Familienzweiges.

Zweite Tiroler Linie[Bearbeiten]

Die Zweiten Tiroler Linie stammte von Virgil von Grabens Sohn Georg von Graben ab. Sie beanspruchten nach dem Aussterben der kärntnerischen Linie im Jahre 1664 die Nachfolge in der Kärntner Herrschaft Stein. Georg von Grabens Enkel Hans [Johann] Karl von Graben, der sich bereits noch zu Lebzeiten des letzten Herren von Stein, Christof David von Graben zum Stein, von Innsbruck aus um das Erbe seines Kärntner Großcousins bemühte. Nach genauer Recherche erkannte er aber, dass nur Abkömmlinge von Georg von Grabens Bruder Lukas von Graben zum Stein erbberechtigt waren. [42] Stein fiel als ein erledigtes Lehen an die habsburgischen Landesfürsten zurück. [43] Die Zweite Tiroler Linie starb mit Felix Jakob von Graben, Kammerrat und Administrator des kaiserlichen Damenstiftes in Hall in Tirol, im Jahre 1776 aus. Damit war das Geschlecht der Von Graben in männlicher Linie ausgestorben.

Mitglieder der Familie von Graben von Stein[Bearbeiten]

Stammlinie der Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben und Schloss Alt-Grabenhofen (Schloss Graben in Krain sowie Schloss Alt-Grabenhofen in der Steiermark): [44]

  • Der Meinhardiner (Pfalz)Graf Meinhard I. (* um 1070; † 1142) oder sein jüngerer Bruder (Pfalz)Graf Engelbert I. von Görz († 1122)
    • unbekannt
      • Conrad vom Graben (genannt vermutlich zwischen 1170 und 1208)
      • Grisold vom Graben (genannt 1170)
      • Walter vom Graben (genannt 1170)

... →

  • Rapoto vom Graben (genannt um 1203)
  • Rudolph ab dem Graben (genannt 1222) [45]

... →

Die Kornberger Linie der Herren vom Graben sowie auf Schloss Alt-Grabenhofen (Schloss Kornberg in der Steiermark): [48]

  • Ulrich I. von Graben († vor 1325), Stammherr eines Familienzweiges in Niederösterreich, siehe Niederösterreichische Linie
    • Veit von Graben († bald nach 1300)
    • Otto I. von Graben († vor 1360)
      • Heinrich von Graben († unbekannt, jedenfalls nach 1360)
      • Elisabeth von Graben (um 1360 genannt)
      • Beata von Graben
      • Veronica von Graben
      • Barbara von Graben
      • Dorothea von Graben
    • Ulrich II. von Graben (genannt 1300-1361)
    • Friedrich I. von Graben († vor 1406)
      • Friedrich II. von Graben († vor 1463)
      • Anna von Graben (genannt 1415)
      • Agnes von Graben (genannt 1380-1447)
      • Dorothea von Graben (genannt 1439)
      • N. von Graben (weiblich) (genannt 1459)
      • N. von Graben (weiblich) (genannt 1409)
      • Leonhard [Lienhart, Linhart] von Graben (genannt 1441), Stammherr eines ersten Familienzweiges in Tirol [51]
      • Andreas von Graben zu Sommeregg († 1463), Stammherr eines Familienzweiges in Kärnten und dem heutigen Osttirol, siehe Herren von Graben zu Sommeregg [52]

Die Niederösterreichische Linie der Herren von Graben:[30]

  • Ulrich I. von Graben
    • Nikolaus von Graben (genannt 1350)
      • Heinrich von Graben (genannt 1356)
      • [?] Martin von Graben (genannt 1366)
      • Dietrich (Dietl) von Graben (genannt um 1400)
      • Otto II. von Graben (* 1378)
        • Friedrich von Graben (genannt 1383)
        • Wolfgang von Graben (genannt zwischen 1405 und 1421), letztes Familienmitglied des Zweiges in Niederösterreich
        • Veronika von Graben (* 1404)
        • Agnes Veronika von Graben (* 1406)
    • Johann von Graben (genannt 1350) [Bruder oder Cousin des Nikolaus von Graben]

Die Linie der Herren von Graben zu Sommeregg (Burg Sommeregg in Kärnten sowie Lienz in Osttirol):

  • Andreas von Graben zu Sommeregg
    • Heinrich von Graben († 1507)
    • Ernst von Graben (genannt 1500)
    • Virgil von Graben († 1507)
      • Christof von Graben (genannt 1498)
      • Lukas von Graben zum Stein († 1550), Stammherr des Familienzweiges auf Schloss Stein, siehe Herren von Graben zum Stein
      • Barthlmä von Graben, Stammherr eines weitern Familienzweiges in Tirol, siehe die zweite Tiroler Linie der Herren von Graben
      • Georg von Graben, Stammherr eines zweiten Familienzweiges in Tirol, siehe die zweite Tiroler Linie der Herren von Graben
      • uneheliches Kind
      • uneheliches Kind
      • uneheliches Kind
      • uneheliches Kind
    • Ruth von Graben (genannt 1477)
    • Cosmas von Graben († 1479)
    • Wolfgang von Graben (genannt 1450)
    • Wolf Andrä von Graben (genannt 1486)
    • Barbara von Graben (genannt 1467)

Die Linie der Herren von Graben zum Stein (Schloss Stein in Kärnten):

  • Lukas von Graben zum Stein († 1550)
    • Hans von Graben zum Stein († 1587/91)
      • Oswald von Graben zum Stein († 1609)
    • [?] Georg von Graben zum Stein (genannt 1570)
  • Barthlmä von Graben

Die zweite Tiroler Linie der Herren von Graben:

  • Georg von Graben
    • Hans [Johann] Karl von Graben
    • Carl von Graben
      • Otto Heinrich von Graben [zum Stein] (* 1643)
      • Johann Sigismund von Graben [zum Stein]
        • [?] Felix Jakob von Graben († 1776), letzter (männlicher) Vertreter der Herren von Graben


Personen ohne Anschluss:

  • Adelheid von Graben, war um die Mitte des 14. Jahrhunderts mit Greter (?) von Galler verheirate und somit die Ahnfrau der späteren Freiherren und Grafen Galler[53]
  • Otto von Graben, ehelichte 1379 Kathrein von Purgstall[54]
  • Anastasia von Graben, ehelichte Paul Kronegg, den Stammherren der Reichsgrafen Kronegg[55]
  • Catharina von Graben, Tochter von Wolfgang von Graben und Margaret von Groppenstein; ehelichte Balthasar (IV.) Griming von Stahl, zwischen 1563 und 1593 Pfleger der Herrschaft Weissenstein

Wappen[Bearbeiten]

Stammwappen der Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben in Krain sowie Wappen(variante) der Von Graben in Kärnten/Osttirol sowie eines Zweiges in der Steiermark, Scheiblersches Wappenbuch
Wappen der steirischen Von Graben auf Kornberg, Johann Siebmachersche Wappentafel

Es existieren verschiedene Darstellungsformen des Geschlechterwappens deren Von Graben [grob geteilt in das Stammwappen mit den Schrägbalken - Konradinischen Linie der Herren vom Graben am Graben in Krain - und in das zweite Wappen mit der Schaufel]: [56]

Wappen der Krainer Stammlinie:
  • Wappen mit einem Schrägbalken [56]
  • [Widerspruch zum ersteren] Für die Krainer Von Graben zeigt Valvasor nur das Wappen mit der Grabschaufel.
Wappen der Alt-Grabenhofner und späteren Kornberger Linie (Steiermark):
  • 1324 führt Otto I. von Graben (ein Bruder des Ulrich II. von Graben) drei Schaufeln, von denen die mittlere abwärts gekehrt ist. 1564 gelangte das Wappen mit Bewilligung Kaiser Maximilians an die Stadler IV 1,4 oder 2,3.
  • Grabschaufel auf die Krücke gestellt, Gold/Rot (1377, 1564).
  • Hupp zeigt nur das Wappen mit der Grabschaufel (Variante bei Kraßler von 1432).
  • Laut Scheiblersches Wappenbuch (älterer Teil) aus dem Jahre 1450-1480: Gespalten, rechts ledig und rot, links dreimal geteilt von Silber und Blau. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein Paar silberner Büffelhörner, außen mit je drei schwarzen Hahnenfederbüschen besteckt.
Wappen der niederösterreichischen Linie [stellt eine Kombination des krainischen Stammwappens mit dem Schrägbalken und den Büffelhörnern und des steirischen Wappens mit der Schaufel dar]:
  • Deren Wappensiegel wird folgend erwähnt: Eine schräggerechte liegende Schaufel ohne Stiel, auf dem Helm zwei Büffelhörner[32]
Wappen der Sommeregger Linie (Kärnten, Osttirol) [gleich oder ähnlich der Krainer Stammlinie]:
  • Das Wappen der Sommeregger Graben stellt eine Verknüpfung der krainischen und steirischen dar; es zeigt die Grabenschaufel der steirischen sowie als Helmzier die Straußenfedern der krainischen Stammlinie, unter Weglassung der Büffelhörner.
  • Nach Kraßler führten die Von Graben als Ortenburger Einschildritter folgendes Wappen: Gespalten. Vorne dreimal geteilt, Schwarz und Blau, hinten Schwarz.
  • Andreas von Graben Wappen (ca. 1450): gespalten von Rot und dreimal geteilt von Schwarz und Blau (Blau und Schwarz). Dieses Wappen war in Lienz und in ganz Oberkärnten häufig.
  • 1531: gespalten, vorne dreimal schrägrecht geteilt

Wappenspruch[Bearbeiten]

Der Wappenspruch der Herren von Graben (jedenfalls der Kornberger Linie) lautete: "Daß ich grabe bürgt mein Habe." Eine weitere Devise unter der silbernen Stech- oder "Hauschaufel" auf rotem Grund war "ich baue, indem ich haue"[57]

Verwandte Geschlechter[Bearbeiten]

Den Herren von Graben verwandte Geschlechter waren unter anderem die Auersperg,[58] Galler,[59] Breuner,[60] Lamberg,[61] Saurau,[62] Windisch-Graetz,[63] Kuenburg, Kronegg,[64] Purgstall,[65] Stubenberg,[66] Roggendorf[67] und die bambergischen Guttenrg[68] gewesen.

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Wappensteine des Andreas von Graben finden sich noch heutzutage in der waldreichen Umgebung von Lienz wieder.
  • Nach dem großen Brand von Lienz im Jahre 1609 wurde Oswald von Graben zum Stein (einem Sohn von Hans von Graben zum Stein), Bergrichter von Lienz, mit drei anderen Experten in eine Kommission zur Erforschung der Ursache dieses Unglücks berufen.
  • Die Brüder Johann und Georg von Graben, Ritter, erbauten 1578 die Grabeskirche in Toblach und besaßen dort auch zeitweise die Herbstenburg.
  • Johann Karl von Graben, seit 1641 Gatte der Helene von Mörl, war Hauptmann der Tiroler Landmiliz.
  • Die Begräbnisstätte der von Graben befindet sich in der Lienzer Sankt Michaelskirche, wo noch heute zu Ehren der Herren von Graben Gedächtnismessen gelesen werden.[69]

Besitztümer und Herrschaftstitel (Auswahl)[Bearbeiten]

Κrain[Bearbeiten]

Schloss Kornberg

Steiermark[Bearbeiten]

Niederösterreich[Bearbeiten]

  • Burg Kuffarn
  • Gut Graben bei Würmla

Görz und Osttirol[Bearbeiten]

Kärnten[Bearbeiten]

Südtirol[Bearbeiten]

Salzburg[Bearbeiten]

Tirol[Bearbeiten]

  • diverse Stadthäuser in Innsbruck
  • Ansitz Günn bei Schwaz

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Den Namen Von Graben von oder zum Stein führte Lukas von Graben zum Stein im Jahre 1500 mit dem Erwerb der Herrschaft und des Schlosses Stein im Drautal ein
  2. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, Seiten 44 und 46
  3. Vom Graben wurde das Geschlecht ausschließlich im oberkärnnerisch-osttirolerischen genannt.Die Salzburger Lehen in Kärnten bis 1520
  4. Rudolf Granichstaedten-Czerva (1948): "Brixen - Reichsfürstentum und Hofstaat". digitalisiert in: Collegium Res Nobilis Austriae: Graben von Stein
  5. Google Buchsuche: Das Land Tirol: mit einem Anhange: Vorarlberg: ein Handbuch für Reisende. Von Beda Weber
  6. Geschichte Österreichs: von den Anfängen bis zur Gegenwart. Von Erich Zöllner. S. 159
  7. Johann Weichard Freiherr von Valvasor: Die Ehre dess Hertzogthums Crain: das ist, Wahre, gründliche, und recht eigendliche Belegen- und Beschaffenheit dieses Römisch-Keyserlichen herrlichen Erblandes; Laybach (Ljubljana) 1689
  8. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 55
  9. Google Bücher: Die Wappen des Adels in Oberösterreich - Seite 753
  10. Google Bücher: Kärnthen's Adel bis zum Jahre 1300. von A. Weiss, S. 211
  11. Google Bücher: Carinthia 1 - Bände 163-165 - Seite 113
  12. Graz-Grabenpfarre. Geschichte von St. Johann am Graben (Version vom 6. Juli 2008 im Internet Archive)
  13. Herren von Graben
  14. Geschichte von Sankt Johann am Graben
  15. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, Stammbaum auf S. 90
  16. Genealogisches Handbuch des Adels. Ostsee, C. A. Starke., 2004. s. 264, Orsini u. Rosenberg
  17. Collegium Res Nobilis Austriae: Orsini und Rosenberg
  18. Gothaischer Hofkalender: genealogisches Taschenbuch der fürstlichen Häuser, 1942. S. 274
  19. Hans Pawlik. Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie, Band 98
  20. Eintrag über Neu-Gleichenberg auf Burgen-Austria
  21. Eintrag über Hohenwang auf Burgen-Austria
  22. a b Google Buchsuche: Kaiser Friedrich III. (1440-1493): Hof, Regierung und Politik
  23. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960. Seiten 70-72
  24. De Graeff (Pieter Graeff) und Von Graben in der niederländischen "DBNL"
  25. Das Nieuw Nederlandsch Biographisch Woordenboek vermeldet zur Abstammung der Familie De Graeff: Zekere Wolfgang von Graben zou, naar Holland omstreeks 1483 gekomen, daar gehuwd zijn en een zoon Pieter hebben gehad, die de stamvader van het hollandsch geslacht zou zijn, welks verschillende leden hier volgen. Das Geschlecht De Graeff in der DBNL
  26. Pieter C. Vies: Andries de Graeff (1611-1678) ’t Gezagh is heerelyk: doch vol bekommeringen. Seite 5 (PDF; 2,7 MB)
  27. Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/AVA Adel RAA 151.23 Graeff, Andreas de, Bürgermeister zu Amsterdam, Verleihung des Reichsritterstandes, „Edler Herr von Graeff, Ritter”, Wappenbesserung, 1677.07.19 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))
  28. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 3. (Digitalisat)
  29. Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien, Band 2, S. 220
  30. a b Google: Schauplatz des landsässigen Niederösterreichischen Adels, Band 3. Von Franz K. Wissgrill und Karl von Odelga
  31. Google: Topographie von Niederösterreich: in welcher alle Städte, Märkte ..., Band 1. Von Friedrich Wilhelm Weiskern
  32. a b Google: Die Wappen des Adels in Niederösterreich, Band 26, Teil 1. Seite 132. Von Johann Evang Kirnbauer von Erzstätt
  33. Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Band 51: Herren vom Graben
  34. Der Schlern, Band 62,Teil 1
  35. Land, Landschaft, Landtag: Geschichte der Tiroler Landtage von den Anfängen bis zur Aufhebung der landständischen Verfassung 1808
  36. Meinrad Pizzinini: Osttirol: Der Bezirk Lienz: seine Kunstwerke, hist. Lebens- u. Siedlungsformen (1974) S. 78
  37. Rudolf Granichstaedten-Czerva (1948): "Brixen - Reichsfürstentum und Hofstaat".
  38. Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56 (andere Version)
  39. Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 56
  40. Österreich im Zeitalter Maximilians I.: die Vereinigung der Länder zum ... (Von Hermann Wiesflecker)
  41. Schloss Stein
  42. Carinthia I., Bände 163-165
  43. Carinthia I., Bände 163-165
  44. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, Seiten 90 und 91
  45. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 44
  46. Siehe: Collegium Res Nobilis Austriae: Orsini und Rosenberg (Anmeldung erforderlich)
  47. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 55
  48. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, Seiten 91-94
  49. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 93
  50. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, Seiten 82 und 83
  51. Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Band 51: Herren vom Graben
  52. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 66
  53. Die Huldigung und die Verschwörung - Band 2 (1845), S. 42
  54. Die Huldigung und die Verschwörung - Band 2 (1845), S. 41
  55. Carinthia: Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung u. Unterhaltung, Band 25, S. 160
  56. a b Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 55
  57. Die Gallerinn auf der Rieggersburg: historischer Roman mit Urkunden ..., Band 2 von Joseph von Hammer-Purgstall, S. 42
  58. Genealogie der Familie Auersperg
  59. Die Gallerinn auf der Rieggersburg: historischer Roman mit Urkunden ..., Band 2 von Joseph von Hammer-Purgstall, S. 42
  60. Genealogie der Familie Breuner
  61. Carinthia 1 - Bände 163-165 - Seite 113
  62. Google Buchsuche: Schauplatz des landsässigen nieder-oesterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstande. Band 1. Von Franz Karl Wissgrill und Karl von Odelga (Ulrich von Graben und Barbara von Auersperg)
  63. Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960
  64. Carinthia: Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung u. Unterhaltung, Band 25, S. 160
  65. Die Gallerinn auf der Rieggersburg: historischer Roman mit Urkunden ..., Band 2 von Joseph von Hammer-Purgstall, S. 41
  66. Das Archiv des Hauses Stubenberg: Supplement
  67. Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien, Band 2, S. 220
  68. Genealogie der Freiherren von Guttenberg, S. 78
  69. Gottesdienstplan (PDF; 588 kB)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Hermann Wiesflecker: Die Grafschaft Görz und die Herrschaft Lienz, ihre Entwicklung und ihr Erbfall an Österreich (1500) Digitalisiert als PDF
  • Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben in Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960
  • Rudolf Granichstaedten-Czerva (1948): Brixen - Reichsfürstentum und Hofstaat.
  • Joseph August Kumar: Mahlerische Streifzüge in den Umgebungen der Hauptstadt Grätz - Grätz ., Kapitel XIII Rosenberg und Graben (S. 265-300) Digitalisiert bei Google books
  • Johann Weichard Freiherr von Valvasor (1689): Die Ehre dess Hertzogthums Crain: das ist, Wahre, gründliche, und recht eigendliche Belegen- und Beschaffenheit dieses Römisch-Keyserlichen herrlichen Erblandes; Laybach (Ljubljana)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Von Graben von Stein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien