Grabow-Below

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Grabow-Below
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grabow-Below hervorgehoben
53.2712.45305555555677Koordinaten: 53° 16′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Röbel-Müritz
Höhe: 77 m ü. NN
Fläche: 13,56 km²
Einwohner:

118 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17209
Vorwahl: 039925
Kfz-Kennzeichen: MÜR
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 046
Adresse der Amtsverwaltung: Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Webpräsenz: www.amt-roebel-
mueritz.de
Bürgermeisterin: Andrea Jose
Lage der Gemeinde Grabow-Below im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Grabow-Below ist eine Gemeinde im Südwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Röbel-Müritz mit Sitz in der Stadt Röbel/Müritz verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde Grabow-Below liegt am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg, die hier der Fluss Dosse markiert. Das obere Dossetal wird von vielen Entwässerungsgräben durchzogen. Unmittelbar östlich des Teilortes Below dehnt sich die ca. 40 km² große Wittstocker Heide aus. Die Stadt Röbel/Müritz ist etwa 18 Kilometer entfernt, die brandenburgische Stadt Wittstock/Dosse 17 Kilometer.

[Bearbeiten] Geschichte

Die wahrscheinlich ursprünglich slawisch besiedelte Ortschaft Grabow - ein häufig vorkommender Ortsname (vom altslawischen grabu = „Hainbuche“) - wurde 1344 in einer Belehnungsurkunde genannt. Während in Grabow die Gutsbesitzer häufig wechselten, war der Teilort Below ritterschaftlicher Besitz. Below war ab 1840 Sitz der Städtischen Försterei der Stadt Wittstock.

Das Bild der etwa drei Kilometer voneinander entfernten Teilorte hat sich in den Jahren nach 1990 deutlich gewandelt: Viele Häuser wurden inzwischen saniert.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Dorfkirche in Grabow

[Bearbeiten] Kirche

Die Grabower Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Gotthilf Ludwig Möckel im neogotischen Stil errichtet. Der Chor wird durch ein halbes Oktogon gebildet und hat drei Rundbogenfenster. Der durch einen Blitzschlag zerstörte Kirchturm wurde 1899 erneuert, das Dach 1999. Die Friedhofsmauer wurde 1992 nach historischem Vorbild als Trockenmauerwerk wieder aufgebaut.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

Todesmarsch-Gedenkstätte beim Todesmarsch-Museum
  • Das zu Wittstock/Dosse gehörende ehemalige Hirtenhaus in Below beherbergt heute eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, das Museum des Todesmarsches. Auf dem Todesmarsch vom KZ Sachsenhausen (21. April 1945) in Richtung Nordwesten waren von den ca. 33.000 Häftlingen aus 22 Ländern nach zwei Tagen bereits 5000 durch Gewalt und Hunger ums Leben gekommen. Im Wald bei Below, der außerdem auch Station des Todesmarsches vom KZ Ravensbrück war, sind nach Schätzungen 700 bis 800 Tote verscharrt worden. Im September 2002 wurde ein Brandanschlag auf das Museum verübt und Nazisymbole und antisemitische Parolen angebracht.
  • Auf dem Dorffriedhof wurde 1946 eine Ehrengrabanlage geschaffen für 132 umgekommene KZ-Häftlinge
  • In den Ortsteilen Below und Grabow wurde an der Dorfstraße je eine von insgesamt 120 an der Marschroute angebrachten Informationstafeln aufgestellt

[Bearbeiten] Verkehr

Grabow-Below liegt abseits der überregionalen Straßenverbindungen. Die Bundesautobahn 19 (Berlin - Rostock) führt zwar zwischen den Ortsteilen Below und Grabow hindurch, die Autobahn-Anschlussstellen Röbel und Wittstock sind jedoch fast 20 Kilometer entfernt. Von der Bundesstraße 198 erreicht man Grabow-Below über die Gemeinde Wredenhagen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Wittstock/Dosse.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Grabow-Below – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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