Graciela Iturbide

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Graciela Iturbide (* 16. Mai 1942 in Mexiko-Stadt) ist eine bedeutende lateinamerikanische Fotografin.

Leben[Bearbeiten]

Graciela Iturbide ist das älteste von drei Kindern einer relativ wohlhabenden Familie. Sie erhält ihre Schulbildung in katholischen Internaten. 1962 heiratet sie den Architekten Manuel Rocha und bekommt drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. 1969 beginnt sie ein Studium an der nationalen Filmhochschule Mexikos, dem Centro de Estudios Cinematográficos (CUEC). 1970 wird sie Assistentin des Fotografen Manuel Alvarez Bravo. Nach dem plötzlichen Tod ihrer sechsjährigen Tochter im gleichen Jahr ändert sich ihr Leben radikal - sie macht die Fotografie zu ihrem Beruf. 1974 dokumentiert sie in Panama General Omar Torrijos' Versuch, ein linkes Regime aufzubauen. 1979 wird sie von dem Maler Francisco Toledo nach Juchitán eingeladen, um an einer Ausstellung über die Kultur der Zapoteken teilzunehmen. 1981 erscheint ihre Fotoreportage "Los que viven en la arena" (Die, die im Sand leben) über die Seri-Indianer in der Sonora-Wüste.

Eines Ihrer bekanntesten Bilder ist "Unsere Liebe Frau der Leguane", das 1979 in Juchitán, Oaxaca, entsteht. Es zeigt eine Frau, die Leguane als Kopfschmuck trägt.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1975 Erste Gruppenausstellung in der Galeria Jose Clemente Orozco in Mexiko-Stadt
  • 1980 Erste Einzelausstellung in der Casa des Cultura von Juchitán, Oaxaca
  • 1982 Ausstellung im Centre Pompidou in Paris
  • 2000 Einzelausstellung im Museum of Fine Arts, Argentinien
  • 2013/2014 Einzelausstellung in der Tate Gallery of Modern Art, London[1]

Preise[Bearbeiten]

Bücher von Iturbide[Bearbeiten]

  • Images of the spirit. New York, Aperture Foundation, 2006, ISBN 0893816817
  • La Forma y la Memoria. ("Form und Gedächtnis), 1996
  • Iturbide, G., & Bradu, F.: Eyes to fly with: portraits, self-portraits, and other photographs. Wittliff Gallery series. Austin, University of Texas Press, 2006, ISBN 0292714629

Literatur über Iturbide[Bearbeiten]

  • Cuauhtémoc Medina: Graciela Iturbide. Phaidon, Berlin, 2001 ISBN 0-7148-9255-6
  • Gili, M.: Graciela Iturbide. London, Phaidon, 2006 ISBN 0714845701
  • Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM): 7 portafolios Mexicanos: exposicion por diversos paises, Centro cultural de Mexico, abril-mayo de 1980. Difusión Cultural, 1980 (spanisch).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/display/graciela-iturbide Seite des Museums zur Ausstellung