La Graciosa

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La Graciosa
La Graciosa vom Mirador del Río auf Lanzarote aus gesehen
La Graciosa vom Mirador del Río auf Lanzarote aus gesehen
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Chinijo-Archipel (Kanarische Inseln)
Geographische Lage 29° 15′ 6″ N, 13° 30′ 29″ W29.251666666667-13.508055555556266Koordinaten: 29° 15′ 6″ N, 13° 30′ 29″ W
La Graciosa (Kanarische Inseln)
La Graciosa
Fläche 29,05 km²
Höchste Erhebung Las Agujas Grandes
266 msnm
Einwohner 695
24 Einw./km²
Hauptort Caleta del Sebo
La Graciosa im Chinijo-Archipel
La Graciosa im Chinijo-Archipel

La Graciosa ist die kleinste bewohnte Insel der politisch zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Sie gehört zum Chinijo-Archipel nördlich vor Lanzarote und wird dort von der Gemeinde Teguise verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der normannische Seefahrer Jean de Béthencourt taufte 1402 die Insel die Anmutige. 1898 wollten die Amerikaner La Graciosa von der spanischen Regierung für 99 Jahre als Fischereibasis pachten, jedoch wurde dieser Vertrag nicht ratifiziert. Seit 1986 gehört sie zum Naturpark des Chinijo-Archipels. Der Norden der Insel, fernab vom Touristenhafen im Süden, wird dennoch als Mülldeponie genutzt.

[Bearbeiten] Ortschaften

Der Hauptort der Insel ist Caleta del Sebo mit 657 Einwohnern (Stand: Januar 2010)[1], die überwiegend vom Tourismus und Fischfang leben. Es gibt im Osten der Insel einen zweiten Ort namens Pedro Barba (auch Casas de Perdo Barba), benannt nach einem Abenteurer, der sich dort niedergelassen und zum König der Kanarischen Inseln ausgerufen hat. Dieser Ort besteht ausschließlich aus Ferienhäusern anderer Kanarenbewohner, ist nur per Boot oder über Pisten per Geländewagen erreichbar und meist nur in den Sommermonaten bewohnt.

Auf La Graciosa sind nur einige Geländewagen von Einheimischen zugelassen. Es gibt keinerlei asphaltierte Straßen.

[Bearbeiten] Geografie

Graciosa hat mit 29,05 Quadratkilometern einen Flächenanteil von 0,39 Prozent an der Gesamtfläche aller Kanarischen Inseln.[2].

Das mediterran-subtropische Klima auf La Graciosa ist das ganze Jahr über angenehm, bei Temperaturen von etwa 28°C im Sommer. In den Wintermonaten ist mit stürmischem Wind und Regen zur rechnen und die Temperaturen können nachts auf etwa 15°C sinken, tagsüber bleibt es mild bei 20°C bis 25°C. Es gibt keine Quellen auf der Insel, daher muss Trinkwasser per Pipeline unter dem Río, der nur etwas mehr als einen Kilometer breiten Meerenge zwischen La Graciosa und Lanzarote, oder mit einem Tankschiff herangeschafft werden.

Auf der kargen Insel gedeihen Eispflanzen wie Barilla, Aulaga (Launaea arborescens) und andere graugrüne Pflanzen. Die einzigen Straßen sind Sandpisten. Die höchsten Erhebungen sind Las Agujas Grandes (266 m) und Las Agujas Chicas (257 m) in der Mitte der Insel. Im Norden liegt die Montaña Bermeja mit 157 Metern, an deren Fuße ein großer weißer Sandstrand liegt, die Playa de Las Conchas. Das Baden ist allerdings nicht ungefährlich. Etwa zwei Kilometer weiter liegt die Playa Lambra, badetauglich, aber mit allerlei Treibgut versehen. Im Südwesten liegt die aus gelben und roten Tuffen aufgebaute Montaña Amarilla. Mit 172 Metern Höhe ist sie teilweise vom Meer angeschnitten. An ihrem Fuße befinden sich die beiden kleinen, aber badetauglichen Strände Playa de la Cocina und Playa Francesa. Nahe Caleta del Sebo, im Inselinneren, liegt eine weitere Erhebung, die Montaña del Mojon mit 188 Metern Höhe und einem etwa 70 Meter tiefen Krater.

La Graciosa mit Caleta del Sebo, dahinter von links nach rechts Montaña Clara und Alegranza


[Bearbeiten] Literatur

  • Richard Pott, Joachim Hüppe, Wolfredo Wildpret de la Torre: Die Kanarischen Inseln. Natur- und Kulturlandschaften. Ulmer Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: La Graciosa – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Instituto Canario de Estadística [1]
  2. Spanisches Statistikamt[2]
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