Grado

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Grado
Comune
Lage der Gemeinde in Italien
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Gorizia (GO)
Geographische Koordinaten: 45° 41′ N, 13° 24′ OKoordinaten: 45° 40′ 40″ N, 13° 23′ 41″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 114 km²
Einwohner: 8.691 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 76 Einw./km²
Postleitzahl: 34073
Vorwahl: 0431
ISTAT-Nummer: 031009
Demonym: Gradesi
Schutzpatron: Santi Ermacora e Fortunato
Website: http://www.comune.grado.go.it/

Die Stadt Grado (aus dem Lat. "ad gradus", an der Stufe, einem Kanal, der nach Aquileia führte) (furlanisch Grau, slowenisch Gradež) mit 8.691 Einwohnern liegt an der Nordküste der Adria auf einer Sanddüne am äußersten Ende des Golfs von Venedig. Genannt wird die Insel von Grado Sonneninsel oder auch Goldinsel.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Basilika St. Eufemia
Die Basilika St. Eufemia

Grado wurde vermutlich im 2. Jahrhundert vor Christus als Seehafen der Stadt Aquileia gegründet. Der Militärhafen unterstand der römischen Flottenbasis Classis in Ravenna. Schon nach dem Markomannensturm (ca. 180 n. Chr.) wurde ein Castrum angelegt. Im 4. Jahrhundert wurden die ersten christlichen Kirchen in Grado errichtet: Santa Eufemia, Santa Maria delle Grazie und die Kirche an der Piazza Biagio Marin. Nach dem Hunnensturm 452 wurde Grado vorübergehend Sitz des Erzbischofs, ehe nach 568 der Erzbischof und spätere Patriarch Grado als endgültigen Sitz wählte (Im 12. Jahrhundert nach San Silvestro in Venedig transferiert). Nach dem Sturz des Römischen Reiches gehörte Grado zur Republik Venedig. Zwischen 575 und 1131 residierten in Grado eigene Patriarchen, bis ein neues Patriarchat in Venedig gegründet wurde (siehe Patriarchat von Grado). Über einige Jahrhunderte hindurch wurde Grado von Seeräubern aber auch von den Nachbarn überfallen und geplündert, doch sind die frühchristlichen Kirchen S. Eufemia, S.Maria delle Grazie und das Baptisterium S. Giovanni Battista als wertvollster Schatz der Altstadt erhalten geblieben. Ab 1815 gehörte Grado zum habsburgischen Kaisertum. Im Mai 1915 wurde Grado von Italien erobert und gehört seit dem zur Provinz Görz. Die Kathedrale Sta. Eufemia wurde 456 vom Patriarchen Niceta erbaut.

Die Einwohner leben von der Seefischerei und vom Tourismus. Die Geschichte als Badeort geht zurück bis in die Zeit der Könige und Kaiser. Schon Kaiser Franz Joseph I. hatte Grado im Jahre 1892 als Kurort und durch allerhöchsten Erlass die Kurverwaltung bestätigt.

Die Insel Barbana
Die Insel Barbana

[Bearbeiten] Lagune

Grado hat neben der Insel, auf der sich die Stadt Grado befindet, auch eine Lagune. Die 12.000 Hektar große Laguna di Grado befindet sich östlich der Laguna di Marano. Eine der größten der mehreren hundert Inseln heißt Barbana (seit 582 n.Chr.). Auf Barbana befindet sich die Wallfahrtskirche mit der Statue der Madonna mit dem Kinde, zu der die Fischer von Grado alljährlich am ersten Sonntag im Juli eine Wallfahrt veranstalten.

[Bearbeiten] Partnergemeinden

Grado pflegt Partnerschaften mit den österreichischen Gemeinden Feistritz bei Knittelfeld und Sankt Lorenzen bei Knittelfeld. Obwohl die Partnerschaftsurkunde erst am 29. November 2003 offiziell unterzeichnet wurde, reichen der Kontakt und die Freundschaft der Gemeinden bis ins Jahr 1989 zurück. Jährlich bringen Feistritz und St. Lorenzen einen Christbaum nach Grado, welcher in der Weihnachtszeit die Basilika Sant'Eufemia schmückt.

[Bearbeiten] Fotos

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Grado – Bilder, Videos und Audiodateien
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