Grafische Programmiersprache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Grafische Programmiersprache und Visuelle Programmierung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Matthäus Wander 13:15, 6. Nov. 2009 (CET)

Als Grafische Programmiersprache (englisch visual programming language, VPL) bezeichnet man eine Programmiersprache, in der ein Programm, Algorithmus oder Systemverhalten durch grafische Elemente und deren Anordnung definiert wird.

Da Grafische Programmiersprachen intuitiver zu bedienen sind als textuelle Programmiersprachen, können sie häufig auch von Endbenutzern verwendet werden, man spricht dann von End User Development.

VPLs können nach Art der visuellen Darstellung in Icon-, Tabellen- und Diagramm-basierende Sprachen unterteilt werden.

Es gibt praktisch keine Software-unabhängige Definition einer grafischen Programmiersprache, allerdings diente die aus der Regelungstechnik stammende Darstellung als Blockschaltbild Mitte der 1980er Entwicklungsumgebungen wie LabVIEW oder Simulink als Vorlage und ist damit auch Ursprung des allgemeineren Blockdiagramms. Auch die Semantik von Zustandsdiagrammen variiert zwischen Implementierungen wie Stateflow oder ASCET-Zustandsdiagramm zu stark, als dass daraus eine allgemeingültige Sprachdefinition abgeleitet werden könnte.

Beispiele für grafisches Programmieren[Bearbeiten]

  • Häufig erfolgt die grafische Darstellung in der Form eines Blockdiagramms, in dem ein Block, dargestellt meist durch ein Rechteck, eine bestimmte Daten- oder Signalverarbeitung repräsentiert, während Linien, die mehrere Blöcke miteinander verbinden, den Datenstrom bzw. Signalfluss abbilden.
  • Die zweite große Gruppe bilden Sprachen, die auf Zustandsdiagrammen basieren. Hier stellt ein Flächenelement wie das Rechteck einen möglichen Zustand dar, Linien zwischen Zuständen Zustandsübergänge.
  • Mit Blockdiagrammen verbindet man auch den Begriff der Datenstromorientierten Programmierung, während man bei Zustandsdiagrammen in Anlehnung an die Kontrollstrukturen textueller Programmiersprachen von Programmierung im Kontrollfluss spricht.
  • Mit einem grafischen Reportgenerator lassen sich beispielsweise Listen und Formulare 'programmieren', indem aus den in 'Feldlisten' enthaltenen Datenfeldern Funktionen wie Sortierung, Gruppenwechsel etc. definiert sowie das gewünschte Layout zusammengestellt wird.
  • Mit sogenannten Endbenutzerdatenbanken (EDB) können Datenbanken – mit ihren Komponenten wie Attributen, Beziehungen usw. – grafisch definiert werden, ebenso die darauf anzuwendenden Datenoperationen, die zur Ausführung z. B. in SQL-Kommandos konvertiert werden.