Graflex

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Super D Graflex von 1948

Die Graflex war eine Großformat-Fotokamera, die in ihrer ersten Fassung 1901 von der Folmer & Schwing Manufacturing Company, New York mit einem hölzernen Gehäuse gebaut wurde. Fotografen schätzten sie auf Grund ihrer Unverwüstlichkeit, ihrer schnellen Verschlusszeiten und in den späteren Fassungen wegen ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, da sie sowohl Planfilm als auch 36-mm-Rollfilm einsetzen konnten.

Bereits 1905 kaufte Kodak Folmer & Schwing auf. Von diesem Zeitpunkt an produzierte man dort eine limitierte Auflage der aufwendigen Kameras. 1926 wurde die Firma wieder von Kodak unabhängig und nannte sich nun „Folmer Graflex Corporation“. In der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre galt der Hersteller als das „non plus ultra“ bei den Großformatkameras.

Doch die Kompaktkameras wurden spätestens in den 1940er-Jahren auch im professionellen Bereich eine ernsthafte Konkurrenz für den Kleinserienhersteller. Trotz ihrer Größe nahmen sie selbst Kriegsfotografen wie Damien Parer und George Silk mit an ihren Einsatzort in Ägypten und in Neuguinea, wo sie jedoch bald die Vorteile der flexibleren Contax zu schätzen wussten.

1948 baute man mit der Super D Graflex eine letzte Modifikation, deren Produktion zehn Jahre später eingestellt wurde.

Das Standardobjektiv dieser Kamera war ein Kodak Anastigmat F4.5, das ausgetauscht werden konnte. In dieser Version konnten der bereits erwähnte Rollfilm, einzelne Negativstreifen, Planfilm, moderne "Packs" oder die alten Glasplatten eingesetzt werden. 25 verschiedene Belichtungszeiten waren möglich, wobei die schnellste Verschlusszeit 1/1000 Sekunde war. Die Bildschärfe der Aufnahmen wird auch heute noch von Sammlern geschätzt.

Das Unternehmen entwickelte oder übernahm eine ganze Reihe weiterer Kameramodelle, bevor es im Jahr 1973 Konkurs anmelden musste.

Die letzte Neuentwicklung war die XL, die als Pressekamera gedacht war und in ihrem Konzept stark der Mamiya Universal ähnelte. Es gab drei Modelle, mit und ohne Messsucher und als Weitwinkelvariante. Acht Objektive von Carl Zeiss und Schneider wurden angeboten.

Nach dem Konkurs kaufte der japanische Hersteller Toyo (heute Toyo View) die Werkzeuge der Graflex Speed und bot diese von 1979-1985 unter der Bezeichnung Graphic Speed an.

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Regisseur Stanley Kubrick begann seine Laufbahn als Jugendlicher mit einer Graflex, einem Geschenk seines Vaters.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie von Stanley Kubrick auf „www.stanleykubrick.de“

Weblinks[Bearbeiten]