Grafschaft Calvelage

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Grafschaft Calvelage bestand unter diesem Namen Ende des 11. und in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Raum Vechta. Erste namentliche Erwähnungen der Grafschaft Calvelage finden sich um 1070.

Als die Grafen von Calvelage, die um Vechta und Bersenbrück begütert waren, um 1100 Gebiete im Teutoburger Wald nordwestlich von Halle erworben und die Burg Ravensberg errichtet hatten, verlegten sie um 1140 ihren Hauptsitz auf die neue Burg und nannten sich fortan Grafen von Ravensberg. Das um Vechta und Bersenbrück gelegene Gebiet der Grafschaft ging im Jahr 1252 durch Verkauf an das Bistum Münster über.[1]

Dass der bürgerliche Familienname „Kalvelage“ (seltener auch „Calvelage“) heute im Landkreis Vechta gehäuft vorkommt, ist vermutlich nicht auf das Wirken des Adelsgeschlechts, sondern auf den Hofnamen „Kalvelage“ in Brockdorf zurückzuführen.[2] Die Bauerschaft als Ganze hieß bis in die Zeit der Herrlichkeit Dinklage in Anlehnung an die längst aufgegebene Burg „Kalvelage“ und wurde erst spät „Brockdorf“ genannt.[3]

Grafen von Calvelage[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der Deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. München. 1988. S. 737f. (Artikel „Vechta“)
  2. Winfried Breidbach: Kalvelage. Oldenburgische Volkszeitung. 21. Januar 2013
  3. Clemens Pagensteert: Lohner Familien. 1927