Grafschaft Virneburg

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Die Grafschaft Virneburg war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Gebiet der Eifel im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Grafen von Virneburg tauchen erstmals im 11. Jahrhundert als Zeugen in Urkunden auf. Zentrum der Grafschaft und Stammburg des Geschlechts war die gleichnamige Burg Virneburg. Die Geschichte der Grafschaft ist eng mit der der rheinischen Pfalzgrafen verbunden, die bis ins 13. Jahrhundert in der sogenannten Pellenz wichtige Herrschaftsrechte besaßen. Später waren die Grafen von Virneburg Lehensträger der Pfalzgrafen. Die weitere Geschichte der Grafschaft ist vom Kampf der Erzbischöfe von Köln und Trier mit den Pfalzgrafen und den Virneburgern um die Vorherrschaft in diesem Gebiet geprägt.

Im 14. Jahrhundert gingen viele Herrschaftsrechte an den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg verloren. Er nutzte finanzielle Schwierigkeiten der Virneburger aus. 1419 heiratete Phillip von Virneburg Katharina von Saffenburg, womit Teile der Grafschaft Neuenahr und die Herrschaft Saffenburg an die Grafen von Virneburg gelangten.

1445 erfolgte eine Teilung.

1545 starben die Grafen von Virneburg mit dem Tod Kuno von Virneburgs aus. Die eigentlichen Erben waren die Grafen von Manderscheid. Jedoch ging ein großer Teil der Besitzungen verloren. 1592 fiel das Virneburger Erbe an Löwenstein-Wertheim.

[Bearbeiten] Lage und Territorium

Die Besitzungen der Grafen von Virneburg bestanden aus einem Gebiet um die Burgen Virneburg und Monreal und zahlreichen anderen Lehen. Besonders wichtig waren die Pellenz-Gerichte. Sie bestanden aus der „großen Pellenz“, einem Gebiet um Mendig, und der „kleinen Pellenz“, einem Gebiet um Münstermaifeld. Zu den erweiterten Pellenzgerichten gehörten das Beltheimer Gericht, das Gericht Bubenheim und das Gericht Lonnig.

[Bearbeiten] Literatur

  • Wilhelm Iwanski: Geschichte der Grafen von Virneburg. Von ihren Anfängen bis auf Robert IV. (1383). Koblenz 1912
  • Franz-Josef Heyen (Hrsg.): Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz Freiburg/Würzburg 1981, S. 67 u. 70
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