Graham Martin

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Graham Martin (links) mit General Frederick C. Weyand und Henry Kissinger bei einem Treffen mit Präsident Gerald Ford im Oval Office

Graham Anderson Martin (* 22. September 1912 in Mars Hill, Madison County, North Carolina; † 14. März 1990 in Winston-Salem, North Carolina) war ein US-amerikanischer Diplomat und letzter US-Botschafter in Saigon.

Leben[Bearbeiten]

Graham Martin machte 1932 seinen Abschluss an der Wake Forest University und trat danach in den Staatsdienst. Ab 1933 arbeitete er bei der National Recovery Administration im Stab von W. Averell Harriman; in der Folge war er für weitere New-Deal-Behörden tätig. Nachdem er während des Zweiten Weltkrieges im Army Air Corps gedient hatte, war er ab 1947 beim US-Außenministerium beschäftigt. Unter anderem fungierte er zwischen 1957 und 1959 als Sonderassistent von C. Douglas Dillon, dem Under Secretary of State.

Von 1963 bis 1967 war er Botschafter der Vereinigten Staaten in Thailand. Am 23. November 1965 wurde Martins Pflegesohn, First Lieutenant Glenn Dill Mann, bei einem Hubschraubereinsatz in Vietnam getötet.[1] 1969 wurde Martin US-Botschafter in Rom; diesen Posten behielt er bis 1973. Dann trat er die Nachfolge Ellsworth Bunkers als US-Botschafter in Südvietnam an, diesen Posten behielt er bis zum Fall von Saigon bei. Martin verließ seinen Posten in Saigon am 30. April 1975, während die Stadt von Einheiten der Nordvietnamesischen Volksarmee eingekesselt wurde, und wurde während der Operation Frequent Wind vom Gelände der US-Botschaft in Saigon mit einem CH-46 Sea Knight-Hubschrauber auf die USS Blue Ridge ausgeflogen. Martin verblieb noch einige Jahre im Staatsdienst und ging dann in den Ruhestand. Er ließ sich in North Carolina nieder, wo er am 14. März 1990 im Forsythe Hospital in Winston-Salem an einem Herzleiden verstarb.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. arlingtoncemetery.net: Glenn Dill Mann; Stand: 21. Oktober 2010
  2. New York Times, 15. März 1990, Stand: 27. Mai 2007

Weblinks[Bearbeiten]