Gran Via de les Corts Catalanes

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Casa Pia Batlló an der Kreuzung mit der Rambla de Catalunya

Die Gran Via de les Corts Catalanes – üblicherweise auch nur als Gran Via bezeichnet – ist eine der Hauptstraßen der katalanischen Hauptstadt Barcelona.

Lage[Bearbeiten]

Die Straße durchquert unter diesem Namen das gesamte Stadtgebiet Barcelonas. Sie geht im Südwesten auf dem Stadtgebiet von L’Hospitalet de Llobregat in die Avinguda Granvia und im Nordosten in Sant Adrià de Besòs in die Autopista Barcelona – Mataró über. Auf einer Länge von etwas mehr als 8 Kilometer, deren nordöstlicher Abschnitt autobahnähnlich ausgebaut ist, werden einige der bedeutsamsten Plätze der Stadt berührt, von Südwesten her sind dies die Plaça d’Espanya, die Plaça de la Universitat, die Plaça de Tetuan und Plaça de les Glòries Catalanes, an welcher die Avinguda Diagonal kreuzt. Der Hauptplatz Barcelonas – die Plaça de Catalunya befindet sich einen Block südlich der Kreuzung mit der Passeig de Gràcia.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Entwurf zur Stadterweiterung, der am Ende des 19. Jahrhunderts von Ildefons Cerdà unter der Bezeichnung „Projecte de reforma i eixample de Barcelona“ vorgelegt wurde, beinhaltete als wesentlichen Bestandteil eine nördlich der Altstadt verlaufende Hauptverkehrsstraße zur Anbindung der damals noch weitestgehenden Umlandgemeinden an die wachsende Stadt. In dieser Planungsphase wurde diese Verkehrsachse als Lletra N, Número 11 bezeichnet, erst im Jahr 1900 erfolgte die Umbenennung in „Corts“ in Erinnerung an die mittelalterlichen Corts Catalanes, wobei die 1931 erfolgte Umbenennung in „Corts Catalanes“ diese Präzisierung mit sich brachte. Nach dem Sieg der Falange im Spanischen Bürgerkrieg erfolgte 1939 eine Umbenennung in Avenida de José Antonio Primo de Rivera; nach dem Tod Francos und der Wiedererrichtung der Demokratie erfolgte im Jahr 1979 die Vergabe des heutigen Namens.

Während des Bürgerkrieges wurde 1938 insbesondere der Abschnitt zwischen Carrer de Balmes und Rambla de Catalunya von mehreren Bomben italienischer Flugzeuge getroffen, hieran erinnert heute ein 2001 errichtetes Denkmal vor dem Kino „Coliseum“.

Im Jahr 2007 begann ein Projekt zur Neugestaltung des autobahnähnlich ausgebauten Abschnitts zwischen der Plaça de les Glòries Catalanes und der Stadtgrenze, um die Lärm- und Umweltbelastungen im Stadtteil San Marti zu reduzieren und die durch den Bau von Tunneln neu entstehenden Räume einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gran Via de les Corts Catalanes ist eine der Hauptverkehrsadern Barcelonas, neben dem oberirdisch sichtbaren Individual- und Busverkehr – unter anderem verkehrt hier der Aerobus zum Flughafen – verlaufen über weite Strecken unterirdisch Metro- und auch Fernbahnlinien unterhalb der Straße, einige der vor allem für den Nahverkehr wichtigsten Stationen der FGC befinden sich direkt unterhalb der Straße. Im östlichen Teil wird seit 2004 das System der Trambesòs betrieben.

41.3863242.163641Koordinaten: 41° 23′ 10,77″ N, 2° 9′ 49,11″ O

Weblinks[Bearbeiten]