Granne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Getreide-Ähre mit Grannen

Eine Granne (auch Arista) (von ahd. grana, Barthaar) ist ein borsten- oder fadenförmiger, gewöhnlich etwas starrer Fortsatz eines Pflanzenorgans. Grannen können gekrümmt, gekniet oder gedreht sein, behaart (zur Windverbreitung) oder rau. In letzterem Fall bleiben sie leicht im Tierfell hängen, wodurch die Verbreitung gefördert wird.[1]

Echtes Federgras (Stipa pennata), behaarte Grannen

Sie finden sich beispielsweise auf dem Rücken oder am Ende der Spelzen vieler Süßgräser (Poaceae). Dabei entspricht die Spelze dem Unterblatt, die Granne ist der Blattspreite homolog. Die längsten Grannen besitzen die Federgräser (Stipa).[1]

Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), Früchte

Auch bei den Früchten der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) kommen Grannen vor. Ihre Fruchtblätter lösen sich von einer Mittelsäule ab, ihr oberer Teil ist dabei lang und grannenartig.[2]

Gelegentlich wird auch das Grannenhaar (Strichhaar) aus dem Oberfell bei vielen Tieren kurz Granne genannt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Peter Sitte, Hubert Ziegler, Friedrich Ehrendorfer, Andreas Bresinsky: Strasburger, Lehrbuch der Botanik. Gustav Fischer, Stuttgart, Jena, New York 1991, ISBN 3-437-20447-5, S.821.
  2. Vernon H. Heywood (Hrsg.): Blütenpflanzen der Welt. , Birkhäuser, Basel, Boston, Stuttgart 1982, ISBN 3-7643-1305-6, S.209.
  3. Das große Fischer Lexikon in Farbe. Band 7, Fischer, Frankfurt am Main, 1976, ISBN 3-436-02345-0, S. 2435.