Granulation (Medizin)

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Granulationsgewebe nach einer Schnittverletzung am Finger

Als Granulation (lat., Körnung, Körnchenbildung, auch Wildwuchs genannt) bezeichnet man in der Dermatologie die Bildung der „Fleischwärzchen“ auf heilenden Wunden und Geschwüren. Die „Fleischwärzchen“ sind rötliche, stecknadelkopfgroße Gebilde, welche aus zahlreichen zarten, neugebildeten Haargefäßen und aus jungem, zellreichem Bindegewebe bestehen.

Solche „Hügelchen“ wachsen aus Wund- und Geschwürflächen sowohl der Weichteile als auch der Knochen hervor, nachdem abgestorbenes Gewebe entfernt worden ist. Die Granulation hört auf, sobald ein Substanzverlust ausgefüllt oder die Granula vom Wundrand her überhäutet worden sind. Das Granulationsgewebe erfährt dann noch einige Umwandlungen, welche mit der Bildung festen Narbengewebes ihren Abschluss finden.

Überschießend wucherndes Granulationsgewebe in Hautwunden wird als Caro luxurians („wildes Fleisch“) bezeichnet.

Laboratoriumsmedizin[Bearbeiten]

In der Laboratoriumsmedizin bezeichnet man als Granulation den mikroskopischen und färbetechnischen Nachweis von Granula in Zellen. Ein Beispiel für einen pathologischen Befund ist die toxische Granulation neutrophiler Granulozyten im Rahmen einer akuten bakteriellen Infektion.[1]

Granulation ist auch eine Erscheinung im Blutbild bei einer Promyelozytenleukämie.

  1. [1], Labtestsonline.de