Grashüpfermäuse

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Grashüpfermäuse
Onychomys arenicola

Onychomys arenicola

Systematik
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Neotominae
Tribus: Reithrodontomyini
Gattung: Grashüpfermäuse
Wissenschaftlicher Name
Onychomys
Baird, 1857

Die Grashüpfermäuse (Onychomys) sind eine in Nordamerika lebende Nagetiergattung mit drei Arten aus der Gruppe der Neuweltmäuse. Sie sind aufgrund ihrer fleischlichen Ernährungsweise bemerkenswert.

Merkmale[Bearbeiten]

Grashüpfermäuse erreichen eine Kopfrumpflänge von 9 bis 13 Zentimeter, wozu noch ein kurzer, 3 bis 6 Zentimeter langer Schwanz kommt. Das Gewicht beträgt 30 bis 60 Gramm. Ihr Fell ist an der Oberseite graubraun oder rotbraun gefärbt, die Unterseite ist weiß. Auffällig ist der kurze, keulenartige Schwanz.

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]

Diese Nagetiere sind im südlichen Kanada, in den westlichen Regionen der USA sowie im nördlichen Mexiko verbreitet. Ihr Lebensraum sind Prärien und trockene Buschländer.

Grashüpfermäuse sind nachtaktiv. Sie können zwar gut klettern, halten sich aber meist am Boden auf. Sie leben in Nestern, die sie in Erdbauen, Felsspalten oder anderen Unterschlupfen errichten. Sie sind territorial und reagieren äußerst aggressiv auf gleichgeschlechtliche Artgenossen. Dann richten sie sich auf ihre Hinterbeine auf und stoßen hochfrequente Droh- und Warnrufe aus. Es sind überwiegend die Männchen, die solche Rufe von sich geben. Größere Tiere geben etwas tiefere Laute von sich, so dass mit den Warnrufen auch Informationen über Alter und Größe des warnenden Tieres vermittelt werden.[1]

Ernährung[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den meisten anderen Nagetieren sind sie Fleischfresser. Sie verzehren Grashüpfer, Käfer und andere Insekten, daneben Skorpione und kleine Wirbeltiere (wie andere Nagetiere). Sie schleichen sich an ihre Beute heran, überrumpeln sie dann und töten sie durch einen Biss in den Kopf.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Grashüpfermäuse können sich das ganze Jahr über fortpflanzen, sie können mehrere Würfe pro Jahr austragen. Nach einer 26- bis 47-tägigen Tragzeit bringt das Weibchen ein bis sechs Jungtiere zur Welt. Nach zwei Wochen werden die Jungen entwöhnt und können mit sechs Wochen bereits geschlechtsreif sein. In freier Natur werden sie selten älter als zwei bis drei Jahre.

Die Arten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul A. Johnsgard: Great Wildlife of the Great Plains. University Press of Kansas, Lawrence KS 2003, ISBN 0-7006-1224-6, S. 89.