Grassau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Grassau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Grassau
Grassau
Deutschlandkarte, Position des Marktes Grassau hervorgehoben
47.77833333333312.451388888889538Koordinaten: 47° 47′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 538 m ü. NHN
Fläche: 35,76 km²
Einwohner: 6462 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 83224,
83250 (Fahrnpoint)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08641
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 120
Marktgliederung: 31 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 1
83224 Grassau
Webpräsenz: www.grassau.de
Bürgermeister: Rudi Jantke (SPD)
Lage des Marktes Grassau im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Grassau ist eine Marktgemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Geographie[Bearbeiten]

Grassau mit Chiemsee im Hintergrund

Geographische Lage[Bearbeiten]

Grassau liegt in der Region Südostoberbayern im Chiemgau im Achental südlich des Chiemsees.

Die nächstliegende Autobahn ist die Bundesautobahn 8 (München–Salzburg). Der nächstliegende Bahnhof befindet sich in Übersee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Grassau hat 32 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der seit mindestens 1259 bayerische Ort gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Am 1. April 1938 wurden Gebietsteile an die neue Gemeinde Marquartstein abgetreten.[3] 1965 erfolgte die Markterhebung.

2013 starb in Grassau Wolfgang Sawallisch, Dirigent und Generalmusikdirektor.

Der deutsche Komiker, Volksschauspieler und Sänger Willy Reichert, gest. am 8. Dezember 1973, ist am alten Gemeindefriedhof Grassau begraben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rottau eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 4.803 Einwohner
  • 1987: 5.383 Einwohner
  • 2000: 6.177 Einwohner
  • 2011: 6.405 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen:

Partei/Liste Sitze
CSU 6
SPD 6
Freie Wähler 3
Allgemeine Einwohnerschaft Rottau 3
Unabhängige Grassauer Liste 2
Gesamt 20

Finanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 4674 T€, davon waren 1461 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber ein blauer Drachenkopf (aus den Wappen der Grafen von Spanheim) schwebend über einer grünen Au, aus der zwei grüne Grashalme emporwachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum Klaushäusl

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Grassau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die im Jahr 1952 in Grassau angesiedelten Körting-Radio-Werke waren bis zur stufenweisen Auflösung des Betriebs Anfang der 1980er Jahre wichtigster Arbeitgeber am Ort. Fremdenverkehr spielte damals wie heute eine bedeutende Rolle.

Heute sind in dem Gewerbepark mehrere Firmen aus den unterschiedlichsten Gebieten tätig. Die größten sind die Firma Katek mit mehr als 600 Beschäftigten und die Firma Ruwel mit mehr als 200 Arbeitnehmern.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 6, im Produzierenden Gewerbe 722 und im Bereich Handel und Verkehr 398 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 421 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2015. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 47 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 897 ha. Davon waren 752 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Grassau liegt an der Bundesstraße 305 und damit an der Deutschen Alpenstraße.

Ab 1885 hatte Grassau einen Bahnhof an der Bahnstrecke Übersee–Marquartstein. Die Strecke wurde 1968 im Personenverkehr und 2002 im Güterverkehr stillgelegt.

Die Verkehrsbedienung im ÖPNV erfolgt heute durch die Buslinien 9505 (Reit im Winkl - Marquartstein - Grassau - Prien) und 9509 (Reit im Winkl – Marquartstein - Grassau - Übersee - Traunstein) der DB-Tochter Regionalverkehr Oberbayern.[4]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2013):

  • Vier Kindergärten: 278 Kindergartenplätze mit 284 Kindern
  • Volksschulen: 3 (darunter die private Montessorischule Chiemgau) mit insgesamt 40 Lehrern und 590 Schülern
  • Musikschule seit 1. Oktober 1975
  • Gemeindebücherei

Literatur[Bearbeiten]

  • Angeline Bauer: Die Niemalsbraut. Historischer Roman über Grassau, Rosenheimer Verlagshaus
  • Die Geschichte der Marktgemeinde Grassau
  • Häuserbuch von Grassau und Rottau
  • Brauchtum und Tracht in Grassau und Rottau
  • Die historische Entwicklung, Teil I: Von den Anfängen bis 1803

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grassau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/200701&attr=OBJ&val=555
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  4. Fahrpläne auf der Website des Regionalverkehr Oberbayern