Grasshopper Club Zürich

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Grasshoppers
Logo
Voller Name Grasshopper Club Zürich
Gegründet 1. September 1886
Stadion Letzigrund
Plätze 25'000
Präsident Stephan Anliker (Sektion Fussball, seit 13. Februar 2014)
Trainer Michael Skibbe
Homepage www.gcz.ch
Liga Raiffeisen Super League
2013/14 2. Rang
Heim
Auswärts

Der Grasshopper Club Zürich (abgekürzt GC oder GCZ oder bekannt als Grasshoppers Zürich, Grasshoppers bzw. nur Hoppers) ist ein Schweizer Sportclub aus Zürich. Er wurde 1886 als erster Fussballclub in der Stadt Zürich gegründet. Seit der Gründung wird ein blau-weisses Trikot getragen, das sich farblich vom Stadt- und Kantonswappen von Zürich herleitet.

Die älteste und bekannteste Sektion des Grasshopper Clubs ist die Fussball-Abteilung. Der Grasshopper Club Zürich ist Schweizer Fussball-Rekordmeister und -cupsieger. Er ist Stadtrivale des FC Zürich.

Der GCZ ist auch in anderen Sportarten vertreten. Im Handball spielen die Zürcher in der höchsten Liga und sind ebenfalls Rekordmeister. Die Ruder-Sektion hat schon Olympiasieger hervorgebracht. Im Eishockey wurde der GCZ in der Saison 1965/66 Schweizer Meister. Im Landhockey ist der Club häufig im Europacup anzutreffen. Verschiedene Nationalspieler stellt die Sektion Unihockey. Daneben ist der GCZ auch im Curling, Squash, Tennis, Rugby und seit neustem im Beachsoccer aktiv. Der Zentralpräsident des gesamten Clubs ist Andres Iten.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Der Grasshopper Club Zürich wurde vom englischen Studenten Tom E. Griffith am 1. September 1886 in Zürich als Fussballclub gegründet. Sein erstes Spiel bestritt der Club im Oktober 1886. Die Partie gegen den «Polytechnikum Football Club» der ETH endete 0:0. Im Laufe der Begegnung verletzten sich drei Spieler. Die Medien verurteilten das Spiel als sinnloses Unterfangen, einem schmutzigen Lederball nachzurennen, anstatt die Freizeit nutzbringender zu verwenden. Danach wurden weitere Freundschaftsspiele bestritten, darunter 1893 das erste Fussballspiel einer Schweizer Mannschaft auf deutschem Boden. Gegen das damals deutsche Strassburg resultierte ein 1:0-Sieg.

Gewinn der 1. Meisterschaft[Bearbeiten]

In der Saison 1897/98 gewann der Grasshopper Club die erste Schweizer Meisterschaft. Sie wurde damals noch im Cup-System ausgetragen. 1899/1900 endete auch die erste nach Punktesystem ausgetragene Meisterschaft mit dem GC als Meister. Nach zwei weiteren Meistertiteln folgten schwierige Zeiten. Es stand kein Spielterrain mehr zur Verfügung, und 1909 trat der GC aus dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) aus. 1916 waren die Hoppers wieder bereit, dem SFV beizutreten, und der Verband entsprach dem Gesuch, sofort wieder in der höchsten Spielklasse antreten zu dürfen. Nach einem weiteren Meistertitel 1921 wurde 1926 erstmals der Schweizer Cup ausgetragen. Auch diese Trophäe gewannen die Stadtzürcher mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Bern.

Entwicklung ab 1925[Bearbeiten]

Ab 1925 war der Ungar Dori Kürschner, der im Vorjahr noch zum Trainerstab der Schweiz gehörte, die bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille gewann, Trainer beim GCZ. Unter ihm gewannen die Hoppers im Folgejahr zum ersten Mal das Double. Er war von 1925 bis 1934 beim GCZ beschäftigt und errang die Schweizer Meisterschaft in den Spieljahren 1926/27, 1927/28 und 1930/31 sowie vier Cupsiege. Er ist bis heute der zweiterfolgreichste Trainer in der Geschichte des Traditionsvereins. 1931 wurde der GCZ von Fussballexperten aus ganz Europa zur viertstärksten europäischen Mannschaft gewählt.

Ära Rappan/Bickel[Bearbeiten]

Ein paar Jahre später begann die Ära von Karl Rappan und Fredy Bickel. Trotz der Kriegswirren wurde die Schweizer Fussballmeisterschaft während des Zweiten Weltkrieges normal durchgeführt. Der GC gewann während dieser Zeit drei Meisterschaften und vier Cupsiege. 1948/49 stieg der Club zum ersten und bisher einzigen Mal ab. In der Saison des Wiederaufstiegs 1951/52 gewannen die Hoppers mit dem Meistertitel und einem 2:0 im Cupfinal gegen den FC Lugano das Double. Nach einer zweimonatigen Weltreise und 18 Freundschaftsspielen in der Saison 1954/55 gewann der Grasshopper Club 1955/56 erneut das Double. Dieses wurde durch einen 1:0-Finalsieg im Cupfinal gegen den BSC Young Boys besiegelt.

Vizemeister 1958[Bearbeiten]

Der Vizemeistertitel 1958 war der Beginn einer erfolglosen Phase. Der GCZ zählte fortan für längere Zeit nicht mehr zum Spitzentrio der Schweiz. Der 11. Rang in der Saison 1963/64 stellte den Tiefpunkt dar. Erst 1968 gelang dem Club wieder eine starke Saison, die mit dem Erreichen des 2. Schlussranges endete. 1970/71 lieferten sich der Grasshopper Club Zürich und der FC Basel ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Nach den 26 Meisterschaftsspielen lagen beide Clubs punktgleich an der Tabellenspitze; in einem in Bern ausgetragenen Entscheidungsspiel vor 51'000 Zuschauern besiegte der GCZ den FC Basel nach Verlängerung mit 4:3 und gewann seinen 16. Meistertitel. Der schwedische Nationalspieler Ove Grahn avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner.

In den nächsten Jahren spielte der Grasshopper Club wieder vorne mit, und 1977/78 feierten die Zürcher den Meistertitel, nachdem sie sich knapp gegen Servette FC Genève und den FC Basel durchgesetzt hatten. In dieser Saison allerdings noch höher einzuschätzen waren die Erfolge, die man im UEFA-Cup erreichte. Nachdem der GC gegen BK Frem, Inter Bratislava, Dinamo Tiflis sowie Eintracht Frankfurt gewonnen hatten, scheiterte man im Halbfinal am SC Bastia. Zwar wurde das Heimspiel mit 3:2 gewonnen, aber eine 0:1-Niederlage in Bastia bedeutete das Ausscheiden für die Blau-Weissen.

UEFA-Cup-Resultate 1977/78

Runde Hinspiel Rückspiel
1/32-Final BK Frem 0:2 Grasshoppers Grasshoppers 6:1 BK Frem
1/16-Final Inter Bratislava 1:0 Grasshoppers Grasshoppers 5:1 Inter Bratislava
Achtelfinal Dinamo Tiflis 1:0 Grasshoppers Grasshoppers 4:0 Dinamo Tiflis
Viertelfinal Eintracht Frankfurt 3:2 Grasshoppers Grasshoppers 1:0 Eintracht Frankfurt
Halbfinal Grasshoppers 3:2 SC Bastia SC Bastia 1:0 Grasshoppers

Erfolge ab 1982[Bearbeiten]

Der nächste Meisterschaftsgewinn folgte 1982 mit drei Punkten vor Servette FC Genève. Auch dieser Titel wurde von einer starken Leistung im UEFA-Cup begleitet. Der GCZ besiegte den dänischen Verein Kjøbenhavns Boldklub, den portugiesischen Verein FC Porto, die Italiener von AC Torino und scheiterte wieder an einem französischen Club, dieses Mal im Viertelfinal gegen den FC Sochaux.

Die nächste Saison unter Trainer Hennes Weisweiler (1982/83) wurde der GCZ, dieses Mal mit einem Punkt vor Servette FC Genève, wiederum Schweizer Meister. Auch im Cup war Servette der härteste Konkurrent. Nach einem 2:2-Unentschieden im ersten Final musste ein Wiederholungsspiel die Entscheidung bringen. Dieses gewann der Grasshopper Club mit 3:0. Eine Saison später waren der GCZ und Servette am Ende der Meisterschaft punktgleich, so dass es wiederum zu einem Entscheidungsspiel im Berner Stadion Wankdorf kam. Ein verwandelter Penalty von Andy Egli in der 104. Minute bescherte dem Nobelclub einen 1:0-Sieg. Es war der erste Titelhattrick in der Vereinsgeschichte. Die Genfer mussten sich zum dritten Mal in Folge mit der Vizemeisterschaft begnügen. Ein Jahr später gewann Servette den Meistertitel, und der GCZ belegte Rang sechs. Die nächsten Erfolge feierte der Verein im Cup, und auch dort schafften die Stadtzürcher einen Titelhattrick. Finalgegner waren 1988 FC Schaffhausen (2:0), 1989 FC Aarau (2:1) und 1990 Neuchâtel Xamax (2:1).

Vor der Saison 1985/86 sorgte die Meldung für Furore, dass die Stadtzürcher als letzter NLA-Club auch mit einem Trikotsponsor (Nissan) auflaufen würden.

Trainer Ottmar Hitzfeld[Bearbeiten]

Ottmar Hitzfeld

In der Meisterschaft 1989/90 war der GCZ unter dem Trainer Ottmar Hitzfeld auch in der Meisterschaft wieder erfolgreich: Der Verein stand zusammen mit Lausanne-Sports nach der Finalrunde punktgleich an der Tabellenspitze, diesmal entschied einzig die höhere Punktzahl nach der Qualifikation (erste 22 Runden). Somit gewann der Grasshopper Club das nationale Double. Adrian De Vicente war der Topskorer der Hoppers, musste sich aber im Kampf um den Torschützenkönig dem beim FC St. Gallen spielenden Chilenen Ivan Zamorano geschlagen geben. In der nächsten Saison (1990/91) wurde nachgedoppelt. Die drei Punkte Rückstand auf den FC Sion nach der Qualifikation wurden aufgeholt, und die Hoppers gewannen erneut die Schweizer Meisterschaft. Ottmar Hitzfeld verabschiedete sich mit diesem Titel und wechselte zu Borussia Dortmund.

Saison 1991/92[Bearbeiten]

Leo Beenhakker

Die Saison 1991/92 war von Budgetkürzungen geprägt. Alle Spieler, ausser Mark Strudal, akzeptierten Gehaltskürzungen, und somit konnte die Meistermannschaft, die nun von Oldrich Svab trainiert wurde, gehalten werden. Dennoch schafften die Stadtzürcher die Titelverteidigung nicht und schlossen die Saison auf dem dritten Platz ab. Nach einem enttäuschenden Saisonstart zur nächsten Saison wurde Oldrich Svab durch den niederländischen Trainer Leo Beenhakker ersetzt. Nach mässigen Meisterschaftsspielen setzte man sich im UEFA-Cup gegen Sporting Lissabon nach einem 3:1-Sieg in Lissabon (Hinspiel: 1:2) durch. In der nächsten Runde scheiterten die Hoppers an der AS Rom. In der letzten Qualifikationsrunde am 6. Dezember 1992 verloren die Zürcher gegen die Young Boys mit 1:2 und fielen damit unter den Strich. Die Hoppers mussten somit in der Abstiegsrunde antreten. Die letzte Chance auf einen Europacup-Platz führte über den Schweizer Cup. Doch im Cupfinal verloren die Stadtzürcher mit 1:4 gegen den FC Lugano. Der Ligaerhalt wurde geschafft, aber Beenhakker wurde entlassen. Auch Ciriaco Sforza verliess den Club und wechselte zum 1. FC Kaiserslautern.

Ära Christian Gross[Bearbeiten]

Zum 1. Juli 1993 wurde der vom FC Wil verpflichtete Christian Gross Trainer des Clubs. Beinahe führte Gross den GCZ in seiner ersten Saison zum Double. Doch ein 1:1 gegen den FC Aarau in der letzten Runde war zu wenig, und so gewann Servette FC Genève die Meisterschaft. Im Cupfinal wurde der FC Schaffhausen mit 4:0 besiegt. Giovane Elber wechselte zum VfB Stuttgart und Torhüter Martin Brunner zu Lausanne-Sports.

In der Saison 1994/95 wurde eine neue Mannschaft geformt. Die Hoppers schieden im Europacup gegen Sampdoria Genua aus, doch man startete stark in die Meisterschaft. Schon drei Spiele vor Saisonende sicherte sich der GCZ mit einem 1:0-Sieg gegen den FC Basel den Meistertitel. Der Cupfinal wurde mit 2:4 gegen den FC Sion verloren. Die Saison 1995/96 begann mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen.

Es kam zum Qualifikationsspiel für die neu geformte UEFA Champions League. Im Hinspiel gegen Maccabi Tel Aviv kam der GCZ nicht über ein 1:1 hinaus. In Tel Aviv war es Alexandre Comisetti, der mit seinem goldenen Tor in der 4. Minute den 0:1-Sieg und damit die Champions-League-Qualifikation sicherstellte. Der Auftakt gegen Ferencvaros Budapest ging jedoch mit 0:3 klar an die ungarischen Gäste. Gegen Real Madrid verlor man beide Spiele, und gegen Ajax Amsterdam und Ferencvaros gewannen die Zürcher noch je einen Punkt (0:0 gegen Ajax und 3:3 in Budapest).

In der Winterpause der Schweizer Meisterschaft lag der GCZ einen Punkt vor dem FC Sion und verstärkte seinen Sturm mit dem Transfer von Kubilay Türkyılmaz. Dieser trug mit seinen Toren entscheidend zum Erfolg bei. Der Grasshopper Club schaffte die Titelverteidigung mit fünf Punkten Vorsprung auf Sion. Marcel Koller, der mit 13 Jahren zum GCZ wechselte und dem Club seither treu blieb, beendete nach der Europameisterschaft 1996 seine Spielerkarriere. Für die nächste Saison wurde der Sturm mit dem rumänischen Torschützenkönig Viorel Moldovan verstärkt.

Champions-League-Saison 1996/97[Bearbeiten]

In der Saison 1996/97 startete der GCZ erneut schwach und bezog dabei eine Heimniederlage im Stadtderby gegen den FC Zürich. Drei Siege in Folge stimmten zuversichtlich für das Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Slavia Prag, das die Hoppers 5:0 gewannen. Ein weiterer 1:0-Sieg in Prag bedeutete eine ungefährdete Qualifikation. Die Gegner in den Gruppenspielen hiessen Glasgow Rangers, Ajax Amsterdam und AJ Auxerre. Der Grasshopper Club Zürich schlug zum Auftakt die Rangers aus Glasgow mit ihrem Starspieler Paul Gascoigne 3:0. Nun ging es in die neu gebaute Amsterdam Arena zum Vorjahresfinalisten Ajax Amsterdam. Dort schoss Murat Yakin den Ball aus 40 Metern ins Netz. Dieses aussergewöhnliche Tor entschied die Partie. Eine 0:1-Niederlage in Auxerre wurde durch einen 3:1-Heimsieg gegen dieselbe Mannschaft kompensiert.

Nach einer 2:1-Niederlage in Glasgow brauchte man im letzten Heimspiel gegen Ajax noch einen Punkt. Der beste Stürmer der Hoppers, Kubilay Türkyılmaz, fiel aus. Trotz Grosschancen und Pfostentreffern der Zürcher schoss Patrick Kluivert Ajax in die Viertelfinals und den Schweizer Rekordmeister aus dem Wettbewerb. Die Mannschaft schied mit neun Punkten aus der Champions League aus.

In der Meisterschaft zeichnete sich inzwischen ein Vierkampf zwischen FC Sion, Neuchâtel Xamax, Lausanne-Sports und dem Grasshopper Club um den Titel ab. Trotz Siegen gegen Lausanne und Xamax verlor der GCZ zu Hause vor 20'000 Zuschauern gegen Sion mit 1:2. Die Meisterschaft war zugunsten von Sion entschieden, und der GCZ beendete die Saison auf dem dritten Rang. Während man in der Meisterschaft 1997/98 lange nach der Form suchte, setzten sich die Hoppers in der UEFA-Pokal-Qualifikation gegen Coleraine FC (Nordirland) und Brann Bergen (Norwegen) durch. Das nächste Spiel gegen Dinamo Zagreb endete mit einem 4:4. Im Rückspiel in Zürich ging Dinamo früh mit 2:0 in Führung. Mats Gren und Pascal Zuberbühler wurden vom Feld verwiesen, sodass Verteidiger Boris Smiljanić ins Tor musste. Robert Prosinečki machte die 0:5-Niederlage mit zwei verwandelten Elfmetern in der Schlussphase perfekt.

In der Meisterschaft zeigte die Leistungskurve nach oben. Doch Trainer Christian Gross verliess den Club und ging zu Tottenham Hotspur. Hanspeter Latour wurde Interimstrainer. Die Zürcher überwinterten mit zwei Punkten Vorsprung auf Lausanne-Sports. Auch Viorel Moldovan verliess den Club nach England und wechselte für neun Millionen Schweizer Franken zu Coventry City. Nachfolger von Trainer Christian Gross wurde Rolf Fringer. Die Hoppers scheiterten im Schweizer Cup, aber drei Runden vor Schluss wurde ein 2:1-Sieg im Derby gegen den FC Zürich gefeiert, und die daraus resultierenden 16 Punkte Vorsprung bedeuteten den 25. Meistertitel.

Saison 1998/99[Bearbeiten]

1998/99 begann die Saison mit der Eröffnung der neu gebauten Westtribüne. Es ging in die Champions-League-Qualifikation. Der luxemburgische Vertreter Jeunesse Esch wurde klar (6:0 und 2:0) geschlagen. Der GCZ traf zum entscheidenden Spiel auf Galatasaray Istanbul. Im Hinspiel hatten die Zürcher eine 2:1-Niederlage in Istanbul bezogen. und Hakan Şükür führte die Türken mit zwei Toren auch in Zürich zum Erfolg (2:3). Nun ging es im UEFA-Cup zum belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht. Nachdem der Grasshopper Club in Brüssel 2:0 gesiegt hatte, reichte ein torloses Remis in Zürich für das Weiterkommen. Nächster Gegner war der AC Florenz mit dem argentinischen Star Gabriel Batistuta. Die Italiener gewannen das Hinspiel im Hardturm mit 2:0. Das Rückspiel musste aufgrund einer Stadionsperre in Salerno ausgetragen werden. In der Halbzeit explodierte ein Knallkörper neben einem Linienrichter. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel nicht mehr an, und der GCZ erreichte forfait die nächste Runde. Da der Rasen im Heimstadion in Mitleidenschaft gezogen worden war, spielte man den Achtelfinal gegen Girondins Bordeaux im Letzigrund. Nach einem 3:3 ging das Rückspiel torlos aus, und der GCZ schied aus dem Wettbewerb aus.

In der Meisterschaft lag der GCZ in der Winterpause auf Platz zwei hinter Servette FC Genève. Die Hoppers spielten stärker und waren eine Runde vor Schluss punktgleich mit Servette. Ein Unentschieden im letzten Spiel der Saison zwischen Lausanne und Servette hätte dem GCZ zum Titel gereicht. Aber auch ein 5:0-Heimsieg der Hoppers gegen Neuchâtel Xamax genügte nicht zum Titel, da Servette siegte und damit wegen des höheren Bonus aus der Vorrunde neuer Schweizer Meister wurde. Auch im Cup blieb ein Titelgewinn der Stadtzürcher aus, und Lausanne-Sports besiegte den Grasshopper Club im Final mit 2:0. Die grösste Clublegende aller Zeiten, Fredy Bickel, verstarb am 18. August 1999.

Umbruch ab Sommer 1999[Bearbeiten]

Der Club war mittlerweile verschuldet, und in der Sommerpause 1999 kam es zum grossen Umbruch. Eine Investorengruppe von Schweizer Wirtschaftsgrössen übernahm die Aktienmehrheit, Präsident Romano Spadaro wurde von Peter Widmer beerbt. Neuer Trainer wurde der Engländer Roy Hodgson, ausserdem wurde Stéphane Chapuisat verpflichtet. In der Meisterschaft startete der Stadtclub mittelmässig und konnte vorerst nicht mit der Spitze mithalten. Im UEFA-Cup setzte man sich gegen AB Kopenhagen durch, scheiterte aber an Slavia Prag. Im Schweizer Cup verloren die Hoppers im Elfmeterschiessen gegen den FC Basel und schieden früh aus. Der erste Gegner in der Finalrunde der Saison 1999/2000 war der Tabellenführer FC St. Gallen. Der GCZ kassierte in der Nachspielzeit das 4:4, und der Anschluss an den späteren Meister St. Gallen wurde verpasst. Schlussendlich beendete man die Saison auf dem vierten Platz.

Ricardo Cabanas und Christoph Spycher

Der Vorstand setzte inzwischen bescheidenere Ziele. Trainer Hanspeter Zaugg sollte ein neues Team aufbauen. Zwar spielten die Hoppers zu Beginn der Saison 2000/01 inkonstant, doch auch die Konkurrenz fand zu keiner konstanten Leistung. In der Winterpause belegte man Platz drei und startete eine Transferoffensive: Der Kroate Mate Baturina, die Senegalesen Papa Bouba Diop und Henri Camara, Christoph Spycher und der Uruguayer Richard Núñez wurden verpflichtet. Nach einigen Spieltagen in der Finalrunde zeichnete sich ein Dreikampf zwischen dem GCZ, FC Lugano und FC St. Gallen ab. Es kam zu drei wegweisenden Partien, nach einem 1:1 gegen Wintermeister Lugano stand das Zürcher Derby an. Richard Núñez schoss den Grasshopper Club zum 4:2-Sieg. Es folgte das Auswärtsspiel im neu errichteten St. Jakob-Park. Ex-GCZ-Junior Feliciano Magro schoss vor 33'000 Zuschauern Basel mit 3:1 in Front. In der 90. Minute erzielte Richard Núñez mit einem direkt verwandelten Freistoss den Anschlusstreffer. Die Hoppers warfen nun alles nach vorne, und der Ball landete in der 93. Minute im Netz, Henri Camara glich zum 3:3 aus. Dank einem Heimsieg gegen den FC Sion war der Meistertitel inzwischen in Reichweite. Das letzte Meisterschaftsspiel in St. Gallen war auch der Spitzenkampf und die Entscheidung um den Titel. Der FC St. Gallen wurde, dank zwei Toren von Núñez, mit 0:4 besiegt. Der Grasshopper Club stemmte den Meisterpokal zum 26. Mal in die Höhe.

Statistik der Trainer seit der Jahrtausendwende[Bearbeiten]

Stand: 1. Juni 2013

Nr. Trainer Zeit Daten Titel
von bis Tage Sp S U N Siegesquote
01 EnglandEngland Roy Hodgson 05. Aug. 1999 07. Mai  2000 276 33 16 9 8 48.5%
02 SchweizSchweiz Hanspeter Zaugg 15. Juli 2000 21. Okt. 2001 493 53 26 9 18 49.1% Schweizer Meister 2000/01
03 SchweizSchweiz Marcel Koller 17. Feb. 2002 02. Okt. 2003 592 79 42 20 17 53.2% Schweizer Meister 2002/03
04 SchweizSchweiz Alain Geiger 15. Feb. 2004 02. Okt. 2004 230 23 9 11 3 39.1%
05 SchweizSchweiz Hanspeter Latour 20. Feb. 2005 11. Dez. 2005 294 44 18 14 12 40.9%
06 BulgarienBulgarien Krassimir Balakov 12. Feb. 2006 19. Mai  2007 461 65 25 19 21 38.5%
07 SchweizSchweiz Hanspeter Latour 18. Juli 2007 30. Mai  2009 682 79 32 23 24 40.5%
08 SchweizSchweiz Ciriaco Sforza 11. Juli 2009 14. Apr. 2012 1008 109 44 17 48 40.4%
09 SchweizSchweiz Uli Forte 21. Apr. 2012 01. Juni 2013 406 49 23 14 12 46.9% Schweizer Cup 2012/13

Saison 2001/02 und Trainer Marcel Koller[Bearbeiten]

2001/02 hatte GC wieder die Chance auf die Champions-League-Qualifikation. Gegner war der FC Porto. Vor 47'000 Zuschauern spielte man im Stadion Das Antas in Porto 2:2. Im Rückspiel stand es 15 Minuten vor dem Ende 1:2, doch Deco beendete die Träume der Stadtzürcher mit einem weiteren Treffer. Schlussendlich verloren die Hoppers mit 2:3 und mussten im UEFA-Cup weitermachen. Dort besiegte man Dinamo Bukarest (3:1/3:1), FC Twente Enschede (4:1/2:4) und scheiterte schliesslich an Leeds United (1:2/2:2).

In der Meisterschaft konnte man den FC Basel in drei von vier Direktbegegnungen schlagen, aber die Stadtzürcher leisteten sich zu viele Punktverluste gegen die anderen Vereine. In der Winterpause wurde Trainer Hanspeter Zaugg durch Marcel Koller ersetzt. Der Ex-GCZ-Trainer Christian Gross hatte in Basel mittlerweile eine starke Mannschaft zusammengestellt und gewann den ersten Meistertitel des Erzrivalen FC Basel seit 22 Jahren. Die Hoppers verloren auch den Cupfinal im «Joggeli» (St. Jakobs-Park). Ein von Boris Smiljanić verschuldeter Handspenalty in der 113. Minute wurde von Ex-Hopper Murat Yakin zum 2:1-Schlussresultat für Basel verwandelt. Der Uruguayer Richard Núñez gewann die Torjägerkrone der Saison 2001/02 mit 28 Saisontoren.

Für die Saison 2002/03 verpflichtete der Grasshopper Club zwei neue Argentinier. Als Abwehrchef kam Fernando Gamboa, der zuvor für Clubs wie Colo Colo Santiago, CA River Plate und CA Boca Juniors gespielt hatte. Als Stürmer wurde Antonio Barijho von den Boca Juniors verpflichtet. Die junge Mannschaft von Marcel Koller startete stark in die Meisterschaft. Das erste Spiel gegen den Aufsteiger FC Wil gewann man mit 4:1. Der GCZ gewann die ersten sechs Spiele und lag in der Winterpause zwei Punkte vor dem FC Basel. Im UEFA-Cup schlug man Zenit St. Petersburg (3:1/1:2), scheiterte aber in der nächsten Runde an PAOK Saloniki durch ein Gegentor in der Nachspielzeit (1:1/1:2). Im Schweizer Cup verloren die Hoppers den Halbfinal im Elfmeterschiessen bei Neuchâtel Xamax. In der Meisterschaft lieferten sich die Zürcher und die Basler weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der 30. Runde schien der FC Basel zum ersten Mal am Grasshopper Club vorbeiziehen zu können. Doch der GCZ glich in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Neuchâtel Xamax aus, während der FCB mit 2:0 gegen den BSC Young Boys verlor. Weil die Stadtzürcher anschliessend nicht verloren und das Direktduell ebenfalls 2:2 ausging, wurde der GCZ zum 27. Mal Schweizer Meister. Man lag seit dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze und am Schluss einen Punkt vor dem FC Basel.

Saison 2003/04 und Neuausrichtung in der Saison 2004/05[Bearbeiten]

Die Finalrunde wurde ab der Meisterschaft 2003/04 abgeschafft. Der Grasshopper Club startete schlecht in die Meisterschaft. Die Champions-League-Qualifikation war nach einem 1:0-Heimsieg über AEK Athen aber greifbar nahe. Eine 3:1-Niederlage in Athen bedeutete aber wiederum, dass es im UEFA-Cup weiterging. Dort schied man gegen Hajduk Split aufgrund der Auswärtstorregel aus (1:1/0:0). Der weitere Meisterschaftsverlauf verlief enttäuschend, sodass Meistertrainer Marcel Koller nach zwölf Spielen im Anschluss an eine Niederlage gegen seinen früheren Arbeitgeber FC Wil zurücktrat. Carlos Bernegger übernahm seinen Posten ad interim bis zur Winterpause und wurde danach von Alain Geiger beerbt. Der Lichtblick dieser Saison war das Auftreten im Schweizer Cup und der Halbfinalsieg im Zürcher Derby. Der GCZ lag dabei nach 83 Minuten gegen den FC Zürich mit 2:5 im Rückstand, doch das Spiel wurde nach Verlängerung mit 6:5 gewonnen. In der Meisterschaft belegte man Rang sieben mit fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Der Cupfinal wurde gegen den späteren Absteiger FC Wil mit 2:3 verloren. Am 4. Juni 2004 starb der langjährige GCZ-Förderer und «Gärtner der Nation» Werner H. Spross.

Auch 2004/05 war zu Saisonbeginn keine Steigerung zu sehen, so dass Alain Geiger schon vor der Winterpause durch Interimstrainer Carlos Bernegger ersetzt wurde. GCZ lag auf Rang sieben und war im Cup an der AC Bellinzona gescheitert. Walter Brunner wurde neuer Präsident. Es kam zu einer kompletten Neuausrichtung, das Budget und die Löhne wurden gekürzt. Während der Saison wurde Ex-Hopper Hanspeter Latour vom FC Thun als neuer Trainer zurückgeholt. Die Resultate wurden besser, und der GCZ beendete die Meisterschaft auf Rang drei und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. In der Saison 2005/06 starteten die Grasshoppers harzig. Je länger die Meisterschaft dauerte, desto besser spielten sie. Jedoch wurde die Verletztenliste stetig länger. Die Hoppers beendeten die Herbstrunde auf Rang drei. Im Swisscom Cup schied man in der zweiten Runde gegen den FC Winterthur aus. Im UEFA-Pokal schafften die Hoppers gegen Wisla Plock und Myllykosken Pallo -47 den Einzug in die Gruppenspiele. Dort verloren die Stadtzürcher alle vier Spiele und beendeten die Gruppenphase auf dem letzten Platz.

In der Winterpause wechselte Trainer Hanspeter Latour zum 1. FC Köln und wurde durch den 92-fachen bulgarischen Internationalen Krassimir Balakow ersetzt. Mit Balakow erreichte man Platz vier und qualifizierte sich für den UI-Cup.

Saison 2006/07 und 2007/08[Bearbeiten]

In der Saison 2006/07 spielte der GCZ eine starke Vorrunde und lag mehrere Wochen auf Platz eins der Tabelle. Zudem erreichten die Hoppers via UI-Cup die Gruppenphase des UEFA-Cups, wo man wie im Vorjahr punktelos blieb und ausschied. In der Winterpause wurden zahlreiche neue Spieler verpflichtet, die grösste Beachtung fand der Transfer von Aílton zum GCZ. Die Rückrunde allerdings missriet, schlussendlich resultierte der sechste Platz. Im April 2007 kündigte der komplette Verwaltungsrat um Präsident Brunner seinen Rücktritt an. Einige Tage später wurde die neue Führung vorgestellt, unter ihnen Roger Berbig als Präsident, Erich Vogel als Vizepräsident und Sportchef und Heinz Spross, Neffe des verstorbenen Werner H. Spross, als neuen Financier. Als erste Amtshandlung entliess die neue Führung Krassimir Balakow im Mai 2007 noch vor dem letzten Spiel der Meisterschaft, bei dem die Mannschaft interimistisch von Carlos Bernegger trainiert wurde.

Murat Yakin

Im Sommer 2007 wurde Hanspeter Latour wieder als Chef-Trainer zurückgeholt. Seine Co-Trainer waren zunächst Murat Yakin sowie Walter Grüter, die vom Zweitligisten Concordia Basel zu den Zürchern wechselten. Latour erhielt wie seine Assistenten einen Dreijahresvertrag. In der Winterpause wechselte Co-Trainer Murat Yakin zum FC Frauenfeld und wurde durch Mats Gren ersetzt. Diese Saison begann für GC schlecht. Die Grasshoppers verloren zu viele Punkte wegen Gegentoren in der Nachspielzeit. Nach 10 Runden lag man nach einer 3:5-Niederlage gegen den FC St. Gallen auf dem letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft steigerte sich gegen Ende der Hinrunde. Der Höhepunkt der Hinrunde war der 2:1-Sieg über den Stadtrivalen FC Zürich. Das bedeutete gleichzeitig den 100. Derbysieg. Trotz der Steigerung verlor GC im Cup gegen den FC Basel. Nach 18 Runden belegte GC Platz sieben. Mit am Rückrunden-Erfolg beteiligt waren der Torhüter Eldin Jakupović, der im Herbst von Lokomotive Moskau zu den Zürchern stiess, und der junge argentinische Stürmer Raúl Bobadilla, der am Saisonende hinter YB-Captain Hakan Yakin den zweiten Platz in der Torschützenliste belegte. Die Saison 2007/08 beendete GC auf dem vierten Platz.

Seit Saison 2008/09[Bearbeiten]

In der Meisterschaft 2008/09 wurde der 4. Platz erreicht. Meister wurde der Stadtrivale FC Zürich. Zur nächsten Saison wurde Latour trotz bis 2010 laufenden Vertrages beurlaubt und durch Ciriaco Sforza ersetzt. Die Saison 2009/10 wurde mit dem 3. Platz beendet. Nach schwacher Hinrunde war man in der Rückrunde, hinter dem FC Basel, das stärkste Team. Ausserdem wurden der FC Basel und der FC Zürich jeweils mit 4:0 besiegt.

Am 13. April 2012 gab der Club bekannt, dass Trainer Ciriaco Sforza auf eigenen Wunsch nach dem Spiel am folgenden Tag zurücktreten werde.[2]

Ebenfalls im April 2012 übernahm der frühere Swiss-Chef André Dosé das Präsidentenamt beim Grasshopper Club. In seiner Amtszeit wurde GC im Jahr 2013 Cupsieger und rangierte in der Meisterschaft hinter dem FC Basel auf dem zweiten Rang. Sportlich konnte es also fast nicht mehr besser laufen. Jedoch musste Dosé am 22. September 2013 eine grosse Schlappe hinnehmen, als das gemeinsame Stadionprojekt mit dem FC Zürich vor dem Stimmvolk scheiterte. Bereits nach 18 Monaten trennten sich der Verein und der Präsident wieder, da die hohen finanziellen Erwartungen nicht erfüllt werden konnten. Der Verwaltungsrat übernahm interimistisch die Leitung des Vereins.

Erfolge (national)[Bearbeiten]

  • Schweizer Cup (19)
    • 1926, 1927, 1932, 1934, 1937, 1938, 1940, 1941, 1942, 1943, 1946, 1952, 1956, 1983, 1988, 1989, 1990, 1994, 2013

Erfolge (international)[Bearbeiten]

  • 2 × Qualifikation für UEFA Champions League (1995, 1996)
  • 2 × Meistercup Viertelfinal (1957, 1979)
  • 2 × Meistercup Achtelfinal (1971, 1984)
  • 1 × UEFA-Cup Halbfinal (1978)
  • 1 × UEFA-Cup Viertelfinal (1981)
  • 2 × UEFA-Cup Achtelfinal (1980, 1998)
  • 1 × Cupsieger-Cup Viertelfinal (1990)
  • 1 × Cupsieger-Cup Achtelfinal (1995)
  • 5 × Intertoto-Cup-Sieger (1979, 1988, 1989, 1991, 1994)

Ewige Tabelle[Bearbeiten]

GC liegt derzeit auf dem 1. Rang der ewigen Tabelle der Super League.

Historische Siege[Bearbeiten]

21. Mai 1956 – Schweizer Cup – Final
Grasshopper Club Zürich - BSC Young Boys 1:0 (0:0)
GC Zürich: Kunz, Koch, Bouvard, Jäger, Frosio, Müller, Hüssy I, Hagen, Vukosavljevic, R. Ballaman, Duret, Trainer: Willi Hahnemann
BSC YB: Eich, Bigler, Steffen, Bäriswyl, Häuptli, Schneiter, Grütter, Zahnd (46. Wirsching), Meier, Hamel, Scheller, Trainer: Albert Sing
Tore: 1:0 Vukosavljevic (84.)
Schiedsrichter: Gottfried Dienst (Basel)
Zuschauer: 48'000 (Wankdorf, Bern)

8. Juni 1971 – Schweizer Meisterschaft – Entscheidungsspiel
Grasshopper Club Zürich - FC Basel 4:3 nach Verlängerung (2:2, 1:1)
GC Zürich: Deck, Rüegg, Staudenmann, Citherlet, Mocellin, André Meyer (46. Noventa), Gröbli, Ohlhauser, Peter Meier (46.Müller) , Grahn, Schneeberger, Trainer: René Hüssy
FC Basel: Kunz, Mundschin, Kiefer, Fischli, Ramseier (103. Demarmels), Odermatt, Sundermann, Benthaus, Balmer, Hauser, Wenger
Tore: 1:0 Ohlhauser (17.) 1:1 Mundschin (23.) 1:2 Wenger (69.) 2:2 Grahn (74.) 3:2 Grahn (97.) 4:2 Meier (107.) 4:3 Benthaus (118.)
Zuschauer: 51'000 (Wankdorf, Bern)

27. Mai 1978 – Schweizer Meisterschaft – Letzter Spieltag
Grasshopper Club Zürich - FC Basel 4:2 (1:1)
GC Zürich: Berbig, Hey, Thomas Niggl, Montandon, Nafzger, Wehrli, Meyer, Ponte, Müller, Elsener, Sulser, Trainer: Helmuth Johannsen
FC Basel: Küng, Mundschin, Fischli (71. Schär), Maradan, Geisser, Demarmels, Tanner, von Wartburg, Maissen, Schönenberger (65. Marti), Lauscher
Tore: 1:0 Sulser (39.) 1:1 Tanner (43.) 1:2 Tanner (51.) 2:2 Ponte (53.) 3:2 Elsener (79.) 4:2 Elsener (90.)
Zuschauer: 25'000 (Hardturm, Zürich)

25. September 1996 – UEFA Champions League – Gruppe A
AFC Ajax - Grasshopper Club Zürich 0:1 (0:0)
AFC Ajax: Van der Saar, Santos, Ronald De Boer, Frank De Boer, Blind, Musampa, Overmars, Juan, Bogarde, Babangida, Litmanen, Trainer: Louis van Gaal
GC Zürich: Zuberbühler, Gren, Thüler, Haas, Gämperle, Vogel, Murat Yakin, Lombardo, Esposito, Magnin, Moldovan, Trainer: Christian Gross
Tore: 0:1 Murat Yakin (59.)
Zuschauer: 42'000 (Amsterdam Arena)

3. März 2004 – Schweizer Cup – Halbfinal
Grasshopper Club Zürich - FC Zürich 6:5 n.V. (1:3, 5:5)
GC Zürich: Borer, Lichtsteiner (75. Da Silva), Castillo, Denicola, Ziegler (65. Alfred), Cabanas (81. Mitreski), Tararache, Spycher, Eduardo, Petric, Núñez, Trainer: Alain Geiger
FC Zürich: Taini, Dal Santo, Nef, Filipescu, Chihab, Schneider, Dzemaili, Petrosyan (90. Yasar), Di Jorio (18. Da Sousa), Gygax, Keita (74. Palas), Trainer: Lucien Favre
Tore: 0:1 Gygax (6.) 0:2 Eigentor Ziegler (12.) 1:2 Petric (37.) 1:3 Gygax (44.) 2:3 Eduardo (57.) 2:4 Gygax (61.) 2:5 Cesar (61.) 3:5 Eduardo (83.) 4:5 Eduardo (89.) 5:5 Petric (90.) 6:5 Nunez (95.)
Schiedsrichter: Urs Meier
Zuschauer: 11'200 (Hardturm, Zürich)

Stadien und Spielstätten[Bearbeiten]

Datum Spielstätte
Spielfeld auf dem Sihlhölzli
Spielfeld auf dem Tonhalle-Areal (heute Kongresshaus) am Seequai
Spielfeld im Quartier Enge
Spielfeld an der Bodmergut/Seefeldstrasse
1899–1907 Spielfeld an der Hardstrasse
1907–1909 Spielfeld in Zürich Hardau
1909–1929 Spielfeld an der Hardturmstrasse
1929–2007 Hardturm
seit Sept. 2007 Letzigrund

Seit 1929 wurden die Heimspiele im Hardturm-Stadion im Industriequartier ausgetragen. Der Bau eines neuen Stadions mit einem Fassungsvermögen von 20'000 Zuschauern an gleicher Stelle ist geplant. Der Baubeginn ist aufgrund von Rekursen noch ungewiss, aufgrund des schlechten baulichen Zustands wurde das Stadion allerdings nach dem Spiel vom 1. September 2007 geschlossen.[3] Seit September 2007 dient das Letzigrund-Stadion auch dem Grasshopper Club als Heimstadion.

Am 22. September 2013 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten über das neue Stadion (reines Fussballstadion mit 16'000 Sitzplätzen) ab. 2015 wäre der Spatenstich geplant gewesen, und zum Saisonstart 2017/2018 hätte das neue Stadion eröffnet werden sollen. In diesem Stadion hätte auch der Stadtrivale FC Zürich gespielt. Dieses neue Stadion wurde von den Stimmberechtigten der Stadt Zürich mit 50,80 % abgelehnt, daher ist ein neues Stadion für den Grasshopper Club Zürich in der näheren Zukunft nicht in Sicht.

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Tor[Bearbeiten]
1 Daniel Davari IranerIraner DeutscherDeutscher 2014 Eintracht Braunschweig
18 Vaso Vasic SchweizerSchweizer SerbeSerbe 2014 FC Schaffhausen
33 Timothy Dieng SchweizerSchweizer SenegaleseSenegalese 2013 Eigene Jugend
Abwehr[Bearbeiten]
3 Stéphane Grichting SchweizerSchweizer 2012 AJ Auxerre
4 Sanel Jahić BosnierBosnier FranzoseFranzose 2014 Kardemir Karabükspor
5 Michael Lang SchweizerSchweizer 2011 FC St. Gallen
20 Daniel Pavlović SchweizerSchweizer KroateKroate 2010 FC Schaffhausen
23 Michael Dingsdag NiederländerNiederländer 2013 FC Sion
27 Gianluca Hossmann SchweizerSchweizer 2014 FC Biel
29 Levent Gülen SchweizerSchweizer TürkeTürke 2014 Kayserispor
34 Moritz Bauer SchweizerSchweizer 2011 Eigene Jugend
Mittelfeld[Bearbeiten]
6 Veroljub Salatić SchweizerSchweizer SerbeSerbe 2012 Omonia Nikosia
7 Mahmoud Kahraba ÄgypterÄgypter 2014 ENPPI Club
8 Amir Abrashi AlbanerAlbaner SchweizerSchweizer 2010 FC Winterthur
10 Alexander Merkel DeutscherDeutscher KasacheKasache 2014 FC Watford
14 Yoric Ravet FranzoseFranzose 2014 Lausanne-Sport
21 Caio BrasilianerBrasilianer 2013 Athlético Goianiense
22 Nathan Sinkala SambierSambier 2014 FC Sochaux
Sturm[Bearbeiten]
9 Munas Dabbur IsraeliIsraeli 2014 Maccabi Tel Aviv
15 Nassim Ben Khalifa SchweizerSchweizer TunesierTunesier 2012 BSC Young Boys
17 Anatole Ngamukol ÄquatorialguineerÄquatorialguineer FranzoseFranzose 2013 FC Thun
30 Shani Tarashaj SchweizerSchweizer 2013 Eigene Jugend
31 Albion Avdijaj SchweizerSchweizer KosovarKosovar 2013 Eigene Jugend

Wechsel zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
SchweizSchweiz AlbanienAlbanien Mergim Brahimi FC Wohlen Sommer 2014
IranIran DeutschlandDeutschland Daniel Davari Eintracht Braunschweig
AgyptenÄgypten Mahmoud Kharaba ENPPI Club
SchweizSchweiz SerbienSerbien Vaso Vasic FC Schaffhausen
SchweizSchweiz TurkeiTürkei Levent Gülen Kayserispor
FrankreichFrankreich Yoric Ravet FC Lausanne-Sport
SambiaSambia Nathan Sinkala FC Sochaux2
DeutschlandDeutschland KasachstanKasachstan Alexander Merkel FC Watford2
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
SchweizSchweiz Roman Bürki SC Freiburg Sommer 2014
SchweizSchweiz Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Sead Hajrovic FC Winterthur
SchweizSchweiz Steven Lang FC Vaduz
SchweizSchweiz Davide Taini Karriereende
SchweizSchweiz Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Nzuzi Toko Brighton & Hove Albion
AlbanienAlbanien SchweizSchweiz Shkelzen Gashi FC Basel
VenezuelaVenezuela SchweizSchweiz Frank Feltscher FC Aarau
SchweizSchweiz AlbanienAlbanien Mergim Brahimi FC Wohlen
1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen
3 definitive Übernahme

Spieler, Trainer und Funktionäre[Bearbeiten]

Spieler, Trainer und Funktionäre sind in der Kategorie:Person (Grasshopper Club Zürich) zu finden.

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Hakan Yakin

Trello Abegglen
Xam Abegglen
Martin Andermatt
Robert Ballaman
Roger Berbig
Fredy Bickel
Günter Netzer
Thomas Bickel
Branislav Vukosavljevic
Stéphane Chapuisat
René Deck
Adrian De Vicente

Ruedi Elsener
Rolf Blättler
Ove Grahn
Mats Gren
Heinz Hermann
Johnny Hey
Ico Hitrec
René Hüssy
Charly In-Albon
Kurt Jara
Marcel Koller
Giovane Elber

Senad Lulić
André 'Bigi' Meyer
Severino Minelli
Viorel Moldovan
Dieter Müller
Sirio Vernati
Richard Núñez
Raimondo Ponte
Vittorio Pozzo
Kurt Rüegg
Wynton Rufer
Maximilian Schell

Walter Schoeller
Stephan Lichtsteiner
Ciriaco Sforza
Claudio Sulser
Mihai Tararache
Kubilay Türkyılmaz
Ramon Vega
Johann Vogel
Roger Vonlanthen
Hakan Yakin
Murat Yakin
Reto Ziegler


Nestor Subiat
Mladen Petrić
Steven Zuber
Andy Egli
Patrick Müller
Ricardo Cabanas
Roman Bürki
Izet Hajrovic

Trainer seit 1925[Bearbeiten]

Trainer von – bis Trainer von – bis
Michael Skibbe 2013–
Uli Forte 2012–2013
Ciriaco Sforza 2009–2012
Hanspeter Latour 2007–2009 Miroslav Blažević 1983–1985
Carlos Bernegger 2007 ad interim Hennes Weisweiler 1982–1983
Krassimir Balakow 2006–2007 Timo Konietzka 1980–1982
Hanspeter Latour 2005 Jürgen Sundermann 1979–1980
Carlos Bernegger 2004 ad interim Helmuth Johannsen 1976–1979
Alain Geiger 2004 Erich Vogel und István Szabó 1973–1976
Carlos Bernegger 2003 ad interim René Hüssy 1970–1973
Marcel Koller 2002–2003 Werner Brunner und Werner Schley 1969–1970
Hanspeter Zaugg 2000–2001 Henri Skiba 1967–1969
Piet Hamberg 2000 ad interim Werner Brunner und Werner Schley 1966–1967
Roy Hodgson 1999–2000 Albert Sing 1964–1966
Roger Hegi 1999 Alfred Bickel 1963–1964
Rolf Fringer 1998 Branislav Vukosavljević 1960–1963
Hanspeter Latour 1997 ad interim Toni Pogacnik 1958–1960
Christian Gross 1993–1997 B. Glisovic 1958
Leo Beenhakker 1992–1993 Wilhelm Hahnemann 1955–1958
Oldrich Svab 1991–1992 Willi Treml 1950–1955
Ottmar Hitzfeld 1988–1991 Gerhard Walter 1948–1950
Kurt Jara 1986–1988 Karl Rappan 1935–1948
Timo Konietzka 1985–1986 Izidor „Dori“ Kürschner 1925–1934

Präsidenten seit 1934[Bearbeiten]

Präsident von – bis
Stephan Anliker 2014-
André Dosé 2012-2013
Roland Leutwiler 2011–2012
Urs Linsi 2010–2011
Roger Berbig 2007–2010
Walter Brunner 2005–2007
Thomas Gulich 2003–2005
Peter Widmer 1999–2003
Romano Spadaro 1994–1999
Benno Bernardi 1991–1994
Fritz Peter 1987–1991
Thomas Preiss 1986–1987
Urs Bender 1985–1986
Karl Oberholzer 1974–1985
Werner Brunner 1973–1974
Josef Outry 1971–1973
Albert Fader 1969–1971
E. Luk Keller 1962–1969
Charles Barrier 1957–1962
René Bracher 1955–1957
Eberhard Weiss 1948–1955
Adolf Jucker 1947–1948
Herrmann Hofmann 1934–1947

Präsidenten von 1897 bis 1918[Bearbeiten]

Präsident von – bis
J. de Groot 1918
F. Jenny 1916–1917
Walter Schoeller 1915
Hans Walter 1914
Walter Schoeller 1910–1913
Fritz Rank 1909–1910
Walter Fierz 1909
Frid. Jenny 1907–1908
Max Arbenz 1905–1906
Robert C. Westermann 1898–1903
Hans Wunderly 1897–1898

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Der Verein hat seit je eine bedeutende Jugendabteilung. Die Grundlage dazu bildet der GC/Campus, ein Schulungs-, Ausbildungs- und Trainingszentrum, welches allen GCZ-Fussballmannschaften zur Verfügung steht. Finanziert wurde das moderne und 20 Millionen Schweizer Franken teure Trainingsgelände von Anhängern und der Stadt Zürich. Es liegt aus wirtschaftlichen und Platzgründen in Dielsdorf und Niederhasli. Die Neue Grasshopper Fussball AG änderte ihren offiziellen Sitz ebenfalls zu Niederhasli, was bei vielen Anhängern umstritten ist. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten ist die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren vermehrt ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt, obwohl der Club schon seit langer Zeit im Schweizer Nachwuchsbereich führend ist. Der Club arbeitet auch mit der Fussball-Schule Bernd Voss und seinem Team zusammen.

Anhängerschaft[Bearbeiten]

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Seit Jahren hat der Club durchschnittliche, aber beständige Zuschauerzahlen. Die Stadtderbys und Spiele gegen Basel locken dabei immer am meisten Zuschauer ins Stadion. Ein Problem entstand durch das lange Warten auf ein neues Stadion nach dem Abbruch des Hardturm-Stadions. Denn der neue Spielort, das nur ein Kilometer entfernte Stadion Letzigrund, ist bei den Fans unbeliebt.

Der «Donnerstag-Club» ist eine 1964 in Zürich gegründete, einflussreiche Gönnervereinigung des Grasshopper Clubs Zürich. Die Mitgliedschaft ist persönlich und auf einen langjährigen Freundeskreis ausgerichtet. Das Ziel ist, die Fussballaktivitäten des GCZ moralisch und finanziell zu unterstützen. Die Mitglieder sind Persönlichkeiten der Wirtschaft, selbstständig oder in leitenden Positionen. Die emotionale Beziehung zum Grasshopper Club und die Freude am Fussball verbinden die 125 Mitglieder, welche sich monatlich treffen. Der Donnerstag-Club gewährleistet dem Stadtzürcher Fussballclub zwar eine gewisse finanzielle Sicherheit, hat aber kein Vermögen und strebt keine eigenmächtigen Korrekturen beim Spielerkader an.

Anfang dieses Jahrzehnts lancierte die GC-Führung die Kampagne GC Family. Dies brachte dem Verein zwar vorerst Geld in die Kasse, fügte dem Verein ein «Family-Image» zu. Laut GC-Fans wurde der Verein damit schweizweit lächerlich gemacht. Der Versuch wurde auch innerhalb des Clubs bekämpft und war schlussendlich ein totaler Misserfolg. Zudem bekamen viele treue GC-Fans zweifelhafte Stadionverbote. Der Rekordmeister wurde zum «braven» Family-Verein und verlor dadurch zahlreiche Anhänger und Sympathisanten. Der Zuschaueraufmarsch sank sogar bis auf 5000–6000 Zuschauer pro Heimspiel. Die Fans lancierten 2006 einen offiziellen Boykott. Die Fans forderten die Abschaffung der GC Family, die Aufhebung sämtlicher zweifelhaften Stadionverbote und ein Mitspracherecht bezüglich Marketing. Der Boykott wurde unterschiedlich befolgt, mit Aktionen im und ausserhalb des Stadions. Im Herbst 2006 konnten sich die Fans mit dem Verein einigen, und so wurde der Boykott am 14. Oktober 2006 im Spitzenspiel gegen den FC St. Gallen aufgehoben. Die Medien skandierten danach «Der Hardturm lebt wieder!». Die Fans machten dem Verein klar, dass ohne sie nichts geht und dass sie mehr als nur Zuschauer sind. Schliesslich wurde entschieden, die Anhänger künftig in Sachen Marketing mitreden zu lassen.

Die IG «GC Züri» wurde von den aktiven Fans Ende 2006 gegründet und trat während der Winterpause 2006/2007 in Kraft. Sie besitzt eine relativ hohe Anzahl an Mitgliedern. Mit der IG erhofft man sich eine bessere Plattform für Gespräche mit dem Verein, aber auch für die Fans untereinander und die ganze Fanszene für faninterne Themen.

Anfang Saison 2009/10 organisierte die IG GC Züri via Online-Plattformen (z. B. Facebook) eine Spendenaktion für den in Schulden versinkenden Grasshopper Club Zürich unter dem Namen «Rettet GC». Bis Anfang Oktober 2009 wurde schon ein 6-stelliger Betrag angesammelt, was angesichts der Schulden in der Höhe von ca. 10 Millionen relativ wenig ist. Die IG GC Züri beteuert aber, dass die Aktion ein Zeichen der Treue der Fans sein soll. Ausserdem hofft die IG GC Züri, so mögliche Investoren zu gewinnen.

Rivalitäten[Bearbeiten]

FC Zürich

Zehn Jahre nach dem GCZ wurde am 1. August 1896 der FC Zürich durch den Zusammenschluss dreier Stadtzürcher Fussballclubs gegründet. Der Grasshopper Club ist demnach der ältere der beiden Clubs. Am 20. November 1897 fand das erste Zürcher Derby zwischen den zukünftigen Erzrivalen statt. Der Grasshopper Club besiegte den FCZ mit 7:2. Die Kritik ging mit dem Verlierer zum Teil schonend um. Das Schweizer Sportblatt fand sogar lobende Worte. Der Redaktor hiess Dr. Hans Enderli – und war FCZ-Präsident. Als der GCZ 1909 zwischenzeitlich aus dem Verband austrat, änderte der FCZ die Club- und Trikotfarben von Rot-Weiss auf Blau-Weiss, was traditionell die Farben der Hoppers waren. Die Rivalität beider Clubs wurde durch die Auffassung verstärkt, wonach der GCZ eher von der bürgerlichen Schicht, der FCZ hingegen von Arbeitern unterstützt werde. Eine solche soziale Grenze konnte allerdings bis heute nicht belegt werden.

Im ersten Derby-Jahrhundert waren einige denkwürdige Resultate zu verzeichnen gewesen. In der Kriegs-Meisterschaft 1942/43 schaute sogar ein zweistelliges Ergebnis heraus: 11:2 für den GCZ. Der höchste FCZ-Sieg war für lange Zeit der Sieg in der Saison 1963/64. Dem halben Dutzend Treffern des Letzigrund-Teams stand nur ein GCZ-Tor gegenüber. In der Saison 2011/12 konnte dann der FCZ das erste Derby gegen GC mit 6:0 für sich entscheiden. Weil die beiden Vereine nicht immer in derselben Liga spielten, dauerte es 70 Jahre bis zum 100. Stadtderby. Es fand am 2. September 1967 vor 15'000 Schaulustigen auf dem Hardturm statt. Der Schwede Ove Grahn, Roland Citherlet und Rolf Blättler erzielten die Tore zum 3:0-Sieg des GC.

Die Stadien der beiden Vereine – der ehemalige Hardturm des GC im Kreis 5 und der Letzigrund des FCZ an der Grenze des Kreises 4 zu Altstetten – lagen sehr nahe beieinander. Dazwischen liegen die Bahngeleise der SBB. Spieler, die «über die Geleise» wechselten, gab es wegen der Rivalität jahrzehntelang nicht. Als beispielsweise der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn vom FCZ zu den Grasshoppers wechselte, war der Volkszorn derart heftig, dass der Mittelfeldspieler nach nur zwei Monaten nolens volens wieder zu seinem Stammclub zurückkehrte. Noch heute sind Spieler, die «über die Geleise» wechseln, bei ihrem Ex-Club ausgesprochen unbeliebt. Da beide Stadien in den nächsten Jahren komplett neu erbaut werden, zuerst der Letzigrund und anschliessend der Hardturm, werden die beiden Vereine in den kommenden Jahren im selben Stadion ihre Heimspiele austragen. Der «neue» Letzigrund wurde am 23. September 2007 mit dem 209. Derby offiziell eröffnet. Der FCZ gewann das Spiel, dem ein Grossteil der GC-Fans aus Protest gegen die horrenden Eintrittspreise fernblieb, klar mit 4:0.

FC Basel Die Abneigung zwischen dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Basel ist stark geprägt von der Rivalität zwischen den Städten Zürich und Basel. Eine Besonderheit des Schweizer Fussballs ist dabei, dass sowohl das Duell zwischen dem Grasshopper Club Zürich und Basel als auch das Duell zwischen dem FC Zürich und FC Basel als «Klassiker» angesehen wird. Oft kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fans. Darum gilt dieses Duell als sogenanntes High-Risk-Spiel, was die Stadt wegen der vielen Sicherheitsvorkehrungen sehr viel Geld kostet.

Weitere Sektionen[Bearbeiten]

Sektion Rudern[Bearbeiten]

Die Ruder-Sektion wurde 1904 gegründet. Der GCZ brachte erfolgreiche Ruderer wie Xeno Müller, der 1996 Olympiasieger wurde, oder Simon Stürm und Walter Schoeller hervor. Auch der ehemalige Präsident des Weltruderverbandes, Thomas Keller, entstammt dem Verein.

Sektionen Tennis[Bearbeiten]

Der GCZ umfasst zwei Tennis-Sektionen, die «Tennis Sektion» (Tennis Ouvert Sektion) und die «Tennis Couvert Sektion». Die Tennis-Sektion spielt auf offenen Plätzen, die Tennis-Couvert-Sektion in der Halle.

Die Sektion Tennis entstand 1890. Sie wurde 1901 wieder aufgelöst, aber 1915 neu gegründet. Im Herbst 1928 wurde aus dem Kreise der Tennis-Sektion die Sektion Tennis-Couvert ins Leben gerufen.

Heute spielen die Damen wie auch die Herren in der Nationalliga A des Interclubs. Die Herren gewannen 2004 den Schweizer-Meister-Titel. Unter anderem spielen Vasilis Mazarakis (ATP 165), Michael Lammer (ATP 220) und Juri Schtschukin (ATP 225) beim Grasshopper Club.

Sektion Landhockey[Bearbeiten]

1923 gründete man die Landhockey-Sektion für Frauen. 1924 entstand die Herren-Abteilung. 1925 wurden die Frauen erstmals Schweizer Meister, ein Jahr später taten es ihnen die Herren gleich. Bereits 1928 konnte der GCZ gegen Gegner wie Real-Polo Madrid reüssieren.

Die Herren konzentrierten sich im Gegensatz zu den Damen auf ihre Auslandseinsätze und vernachlässigten die Schweizer Meisterschaft. So konnten sie ihren nächsten Titel erst 1938 wieder holen. 1945 holten die Damen ihren siebten Titel. Dies war der letzte des GCZ für 40 Jahre.

Nachdem die Stadtzürcher neben der Feldmeisterschaft auch in der Hallenmeisterschaft teilnahmen, schafften 1986 die Herren den zweiten Rang im inoffiziellen Europacup der Landesmeister. Sowohl die Damen wie auch die Herren wurden mehrfach Schweizer Hallenmeister. 1992 gewann der GCZ nach einer fünfzigjährigen Durststrecke wieder die Feldmeisterschaft der Herren.

2003 verpassten die GCZ-Herren die Bronzemedaille im Europacup nur knapp.

Die Herren wie auch die Damen spielen in der Nationalliga A.

Der Grasshopper Club wurde bei den Herren achtfacher Hallenmeister und siebenfacher Feldmeister. Die Damen kamen auf neun Feld- und sieben Hallentitel.

Sektion Handball[Bearbeiten]

Hauptartikel: GC Amicitia Zürich

Die Handball-Sektion (GC Amicitia Zürich) ist mit 26 Meistertiteln Schweizer Rekordmeister. Die Meistertitel wurden in den Jahren 1950–52, 1954–57, 1962–66, 1968–70, 1975–79, 1987–91 und 2008–09 gewonnen.

Ausserdem gewann der Verein in der Saison 2008/2009 den SHV-Cup.

Das Gründungsjahr der Handball-Sektion ist 1931. Sie spielt in der Swiss Handball League, seit der Saison 2007/08 in einer Allianz mit den Kadetten Schaffhausen. Sie wollen gemeinsam national und international noch erfolgreicher spielen. Den freiwerdenden Platz in der Swiss Handball League nahm die zweite Mannschaft der GC-Handballabteilung anstelle der ersten ein.

In der Zeit zwischen 1964 und 1977 prägte der norwegische Weltklassehandballer Arild Gulden, der auch in der Sektion Fussball mitmachte, das Geschehen, und mit ihm konnte der GCZ viele Meistertitel – sowohl im Fussball als auch im Handball – holen.

Nachdem die Stadtzürcher in den 1980er-Jahren trotz des Engagements des Trainers Vlado Stenzel, der vorher mit Jugoslawien Olympiasieger und mit Deutschland Weltmeister geworden war, in die NLB abgestiegen waren, konnten sie 1991 nach dem Wiederaufstieg ihren 21. Meistertitel im Handball holen.

In der Saison 2005/06 wurden sie hinter den Kadetten Schaffhausen zum fünften Mal in Serie Vize-Schweizermeister.

Am 23. August 2010 fusionierte die Handballabteilung mit dem Zürcher Handballclub Amicitia Zürich und bildet nun unter dem Namen GC Amicitia Zürich den grössten Handballverein der Schweiz.[4]

Sektion Eishockey[Bearbeiten]

Hauptartikel: GCK Lions

1932 entstand zusammen mit der Dolder-Kunsteisbahn in Zürich das Eishockeyteam der Grasshoppers, welches 1934 als fünfte Sektion in den Grasshopper Club Zürich aufgenommen wurde.

Der GCZ war bis 1945, 1946 bis 1957 sowie 1963 bis 1968 jeweils in der Nationalliga A. Dazwischen war er jeweils in der Nationalliga B. In der Saison 1965/66 wurde er Schweizer Meister.

1967 stieg er wiederum in die NLB ab. 1971 daraufhin wurde er sportlich in die 1. Liga relegiert. Nach einem Intermezzo 1982/1983 in der NLB fiel er 1984 für vier Jahre gar in die 2. Liga hinunter. Seit 1993 haben sich die GCK Lions wieder in der NLB etabliert.

2000 erfolgte die Fusion mit dem SC Küsnacht, und die GCK Lions AG (GCK Lions Eishockey AG) wurde gegründet. Der Eishockey-GCZ wurde nach der Fusion neu gegründet und spielt in der fünfthöchsten Spielklasse (3. Liga). Der Schwerpunkt der Sektion Eishockey liegt im Nachwuchs. Letzter grosser Erfolg war die Meisterschaft der Elite-A-Junioren in der Saison 2006/07. Die GC-Eishockey-Sektion war Initiantin des Zusammenschlusses mit dem ZSC und ist tragendes Mitglied in der sportlich äusserst erfolgreichen ZLE-Pyramide, der Betriebsgesellschaft von ZSC Lions und GCK Lions.

Sektion Squash[Bearbeiten]

Im Squash spielt der GCZ bei den Herren in der Nationalliga A und bei den Damen in der Nationalliga B. Seit der erstmaligen Austragung der Nationalliga in der Saison 1978/79 wurde der GCZ bei den Herren insgesamt elfmal Schweizer Meister, zuletzt 2010/11. Bei den Damen gelang bislang ein Meistertitel in der Saison 1987/88.[5] Der GCZ ist Veranstalter des Grasshopper Cups.

Sektion Unihockey[Bearbeiten]

Die Unihockey-Sektion wurde nach einer Fusion der Clubs UHC Cosmic Zürich, UHC Zürich und der Zürich Lakers im Jahre 2002 gegründet.

Die Herren des GCZ spielen in der NLA, unter anderem mit dem tschechischen Nationalspieler Aleš Jakubek. Bekanntester Spieler der noch jungen Vereinsgeschichte war Niklas Jihde. 2005 kehrte der schwedische Weltklassespieler in seine Heimat zurück und wurde da bereits in der ersten Saison mit AIK Meister.

Sektion Curling[Bearbeiten]

Die Curling-Sektion wurde 1962 gegründet.

In der Saison 2007/08 spielt der GCZ sowohl bei den Damen (Team Irene Schori) wie bei den Herren (Team Reto Seiler) in der höchsten Spielklasse (Swiss Curling League A).

Sektion Rugby[Bearbeiten]

Der Rugby Club Zürich wurde 1968 gegründet[6] und 2008 als elfte Sektion in den Grasshopper Club integriert.[7].

Auch im Rugby spielt der GCZ sowohl bei den Herren (Nationalliga A) wie bei den Frauen (Nationalliga Frauen) in der jeweils höchsten Spielklasse. Zusätzlich spielt die zweite Mannschaft der Herren in der Nationalliga C. Die Rugby-Sektion gewann 2003 und 2013 den Schweizer Cup und 2014 die Schweizer Meisterschaft, dies jeweils als erster Verein aus der deutschsprachigen Schweiz.

Sektion Basketball[Bearbeiten]

Der Basketball Club Zürich Academica, der 1950 als Basketballclub Zürich gegründet wurde, fusionierte 2010 mit dem Grasshopper Club Zürich zur 12. Sektion. Zeitgleich gelang der Aufstieg in die Nationalliga A.

Sektion Beachsoccer[Bearbeiten]

Der Grasshopper Club Zürich griff als GC Beach Soccer in der Saison 2012 zum ersten Mal in den Spielbetrieb der Suzuki Beachsoccer League ein und wurde direkt Schweizer Meister. Am 23. September 2012 gewann er im Playofffinal gegen die BSC Sable Dancers Bern knapp mit 6:5.[8] Hauptverantwortlich für diesen Erfolg war der Schweizer Nationalspieler Dejan Stanković, der zugleich als Trainer fungiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grasshopper Club Zürich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[9] [10] [11] [12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zentralvorstand. Auf der Website des Grasshopper Clubs Zürich
  2. Ciriaco Sforza tritt zurück. Auf der Website des Grasshopper Clubs Zürich, 13. April 2012
  3. Bestehendes Hardturm-Stadion wird nach Spiel GC - Xamax Neuenburg vom 1. September 2007 geschlossen. Medienmitteilung der Stadt Zürich, 26. Juli 2007
  4. Amicitia Zürich und GC fusionieren. In: SRF, 18. Juni 2009
  5. Nationale Interclub Schweizermeister. In: squash.ch (PDF; 253 kB)
  6. Rugby Club Zürich History – Our History. Auf der Website des Rugby Club Zurich (engl.)
  7. Cheers, mate! In: Grasshopper Magazin für alle Sektionen des Grasshopper Clubs Zürich. Ausgabe 02/08, Juni 2008, S. 4 (PDF; 1,154 MB)
  8. GC ist Schweizer Meister im Beach Soccer! Auf der Website des Grasshopper Clubs Zürich, 23. September 2012
  9. Europapokal der Landesmeister 1956/1957 - Endrunde aktuell: Viertelfinal - Final - Fussballdaten - Die Fußballdatenbank
  10. Europapokal der Landesmeister 1971/1972 - Endrunde aktuell: Achtelfinal - Final - Fussballdaten - Die Fußballdatenbank
  11. Europapokal der Pokalsieger 1991/1992 - Endrunde aktuell: Achtelfinal - Final - Fussballdaten - Die Fußballdatenbank
  12. Intertoto Cup 1991