Graue Eminenz
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Als Graue Eminenz (französisch: éminence grise) wird eine einflussreiche Person verstanden, die nach außen nicht oder kaum in Erscheinung tritt. Meist ziehen diese Personen im Hintergrund die Fäden, indem sie Ratschläge geben und Meinungen bilden. Dies kann durch ehrliche Information sein, aber meist erfolgt eine Steuerung des Machtinhabers durch Streuen von Gerüchten zum eigenen Vorteil.
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[Bearbeiten] Geschichte
Die Bezeichnung geht auf den Beinamen des Kapuzinermönches Père Joseph (François Leclerc du Tremblay, 1577–1638), Beichtvater und enger Berater von Kardinal Richelieu, zurück. Richelieu hatte als Kardinal den Titel Seine Eminenz, und, da Kapuziner graues Habit tragen, wurde Graue Eminenz mit Bezug auf Père Joseph zum Synonym für einen mächtigen Berater im Hintergrund, obwohl Tremblay selbst nie so bezeichnet wurde.
[Bearbeiten] Beispiele
Weitere Beispiele für eine "Graue Eminenz" sind
- der deutsche Diplomat Friedrich von Holstein (1837-1909)
- der russische Jurist Konstantin Petrowitsch Pobedonoszew (1827-1907), Berater von Zar Alexander III.
- der Exilpole Józef Retinger (1888-1960), der als einer der Väter der Europäischen Union gilt.
- Karl Rove, langjähriger Wahlkampfmanager und Chef-Berater von George W. Bush (Spitzname: "Bushs Gehirn")
Joachim Fest nannte in Analogie Martin Bormann, Chef der Parteikanzlei der NSDAP und einflussreichster Mitarbeiter Hitlers seit 1941, die "braune Eminenz"[1].
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Vgl. Das Gesicht des Dritten Reiches, München 1993, S. 175.

