Graukehl-Waldsänger

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Graukehl-Waldsänger
BasileuterusCinereicollisJennens.jpg

Graukehl-Waldsänger (Basileuterus cinereicollis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Waldsänger (Parulidae)
Gattung: Basileuterus
Art: Graukehl-Waldsänger
Wissenschaftlicher Name
Basileuterus cinereicollis
P.L.Sclater, 1865

Der Graukehl-Waldsänger (Basileuterus cinereicollis) ist ein kleiner Singvogel aus der Gattung Basileuterus in der Familie der Waldsänger (Parulidae). Es besteht eine enge Verwandtschaft zu den Waldsängerarten Rotscheitel-Waldsänger (Basileuterus conspicillatus) und Goldscheitel-Waldsänger (Basileuterus coronatus). Das Verbreitungsgebiet befindet sich in Kolumbien und Venezuela. Die IUCN listet die Art als „gering gefährdet“ (near threatened).

Merkmale[Bearbeiten]

Graukehl-Waldsänger erreichen eine Körperlänge von 14 Zentimetern. Die Flügellänge beträgt bei den Männchen 6,5 bis 7,06 Zentimeter, bei den Weibchen 6,24 bis 6,5 Zentimeter. Adulte Vögel der Nominatform und Jungvögel ab dem ersten Jahr haben breite schwärzlich-graue Scheitelseitenstreifen, die bis zum Nacken verlaufen, einen zitronen-gelben schmalen Scheitelstreifen und eine schwärzlich-graue Stirn. Das zentrale Nackengefieder, die Nackenseiten sowie die Ohrdecken und die Zügel sind mittelgrau. Das Oberseitengefieder ist dunkel olivgrün, am Bürzel etwas heller, und die Flügel dunkelbraun mit dumpfen oligrünen Federränder. Die Kehle ist gräulich weiß, das obere Brustgefieder grau und das restliche Unterseitengefieder dumpf gelb mit oliv verwaschenen Flanken. Der Schwanz ist dumpf olivgrün, der Schnabel ist schwärzlich braun und die Beine sind gelblich-fleischfarben.

Vorkommen, Ernährung und Fortpflanzung[Bearbeiten]

Über die Graukehl-Waldsänger ist nur wenig bekannt. Die Vögel kommen im nordöstlichen Kolumbien (Norte de Santander in der Nähe der Grenze nach Venezuela und südlich bis Cundinamarca und den Westen von Meta) vor und in den Anden im äußersten Nordwesten von Venezuela (Mérida und Táchira). Früher besiedelten sie auch Gebiete in der Sierra de Perijá an der Grenze von Kolumbien und Venezuela, sind aber durch Lebensraumverluste abgewandert. Sie bewohnen Höhenstufen der Vegetation in den Mittel- und Hochgebirgen und Waldränder mit unberührtem Unterholz in Höhen von 800 bis 2100 Metern. Ihre Nahrung suchen sie im dichten Unterholz. Dabei sind sie anscheinend ziemlich schleichend unterwegs und dadurch schlecht zu beobachten. Über die Brutzeit sowie Bebrütungs- und Nestlingszeiten gibt es keine Untersuchungen.

Systematik[Bearbeiten]

Es gibt drei anerkannte Unterarten:

  • Basileuterus c. cinereicollis P.L.Sclater, 1864 – Vorkommen gibt es in der Bogotá-Region in Kolumbien bis in den Nordosten (Norte de Santander).
  • Basileuterus c. pallidulus Wetmore, 1941 – Kommt in den Anden von Venezuela vor (Mérida und Táchira). Die Unterart ähnelt der Nominatform; das Gefieder ist insgesamt blasser.
  • Basileuterus c. zuliensis Aveledo & Perez, 1994

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jon Curson, David Quinn und David Beadle: New World Warblers. Helm Identification Guides, London 1994, ISBN 0713639326 S. 82 und 213

Weblinks[Bearbeiten]