Graupen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Nahrungsmittel. Für weitere Bedeutungen, siehe Graupen (Begriffsklärung).
Graupen im Kochbeutel


Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll- oder Kochgerste genannt, sind geschälte, polierte Gersten- oder Weizenkörner von halb- oder länglich-runder Form. Graupen lassen sich durch Schleifen von ganzen Körnern oder Grützen herstellen.[1] Die feinste Qualität besitzen die besonders kleinen runden Perlgraupen. Durch das Schälen werden die Randschichten des Korns und der Keimling entfernt, weshalb Graupen im Rahmen der Vollwerternährung nicht empfohlen werden.

Verwendung[Bearbeiten]

Graupen werden vor allem als sättigende Einlage für Suppen und Eintöpfe verwendet, Beispiele sind Gerstensuppe und Rumfordsuppe, teilweise auch als Zutat für Kochwürste, Süßspeisen und Schleimsuppen. Graupensuppe ist ein klassischer Eintopf. Dafür werden Graupen in Wasser gekocht und anschließend in Brühe mit Suppengrün, Fleisch oder Wurst zubereitet. Eine traditionelle slowenische Süßspeise ist „Gerste mit Pflaumen“ (Milchgraupenbrei mit Dörrpflaumen) [2].

In der polnischen und russischen Küche werden Graupen auch als Beilage genutzt, wie in der deutschen Küche Reis.

Mitunter werden manche Nudelausformungen auch als Graupen bezeichnet, obwohl es sich hierbei um ein völlig anderes Produkt handelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Friedrich Germershausen, Die Hausmutter in allen ihren Geschäfften,1782, Band 1, S.70f, Digitalisat Rezept für Graupensuppe aus dem Jahr 1782
  • Gottlieb Siegmund Corvinus, Frauenzimmer-Lexicon, S.589f, Digitalisat Graupen mit Rezept aus dem Jahr 1729

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilfried Seibel (Hrsg.): Warenkunde Getreide. AgriMedia, Bergen/Dumme 2005, ISBN 3-86037-257-2.
  2. http://www.gorenje.de/support/kochrezepte/oberkrain/gerste_mit_dorrpflaumen