Grebenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grebenstein
Grebenstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grebenstein hervorgehoben
51.4466666666679.4144444444444193Koordinaten: 51° 27′ N, 9° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 193 m ü. NHN
Fläche: 49,85 km²
Einwohner: 5866 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34393
Vorwahl: 05674
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 010
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
34393 Grebenstein
Webpräsenz: www.stadt-grebenstein.de
Bürgermeister: Danny Sutor (parteilos)
Lage der Stadt Grebenstein im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild

Grebenstein (plattdeutsch: Grebensteen) ist eine Kleinstadt im Landkreis Kassel, Nordhessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Grebenstein – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Lage[Bearbeiten]

Grebenstein liegt westlich des Reinhardswalds zwischen Kassel und Hofgeismar am Fluss Esse. Über der Stadt steht die Ruine der Burg Grebenstein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Grebenstein grenzt im Norden an die Stadt Hofgeismar, im Nordosten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Osten an die Stadt Immenhausen, im Südosten an die Gemeinde Espenau, im Süden und Westen an die Gemeinde Calden, sowie im Nordwesten an die Stadt Liebenau (alle im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Burguffeln, Schachten und Udenhausen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]

Kommunalwahl 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,4 %
30,6 %
8,9 %
7,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-4,0 %p
+0,8 %p
-3,9 %p
+7,1 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011[4]
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 53,4 17 57,4 18 56,7 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,6 9 29,8 9 31,4 10
FDP Freie Demokratische Partei 8,9 3 12,8 4 12,0 4
BWA Bürger Wahl Alternative 7,1 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 52,1 53,8 61,0

Partnerschaften[Bearbeiten]

Grebenstein unterhält eine Ringpartnerschaft mit der französischen Gemeinde Lezoux in der Auvergne, mit der niederländischen Gemeinde Lopik in der Polderlandschaft nördlich des Lek und mit der italienischen Gemeinde Sarsina in der Emilia-Romagna.

Einer der historischen Türme der Stadtmauer von Grebenstein
Die Altstadt Grebenstein vom Burgberg gesehen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Ackerbürgermuseum im „Haus Leck“, Schachtener Str. 11, erbaut 1431
  • Alte Meierei, Schachtener Str. 4, erbaut um 1780

Musik[Bearbeiten]

  • TMG Turn- und Musikgemeinschaft 1980 Grebenstein e. V.
  • Volkschor Grebenstein
  • Männerchor 1840 Grebenstein

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Historische Altstadt mit den mittelalterlichen Türmen der Stadtbefestigung, dem Rathaus, der evangelischen Stadtkirche (früher: Liebfrauenkirche) sowie zahlreichen Fachwerkhäusern, die teilweise über mittelalterlichen Kellern stehen
  • Ruine der Burg Grebenstein (auf dem Burgberg am Südrand der Stadt) aus dem 13. Jahrhundert
  • Einstiger Standort der Burg Haldessen (nahe dem Hof Oberhaldessen) aus dem 14. Jahrhundert
  • Die ehemalige Grebensteiner Landwehr zwischen Grebenstein und Hofgeismar ist heute nur noch an wenigen Stellen zu erkennen, sei es als Gehölz oder als Spuren von Wallgräben; zwischen Grebenstein und Friedrichsthal, nahe der L 3233 finden sich noch Spuren in Form von Grabenresten. Die fünf ehemaligen Warten, die die Landwehr sicherten, sind alle verschwunden.

Naturparks[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Grebenstein

Grebenstein liegt an der Bundesstraße 83.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Kassel–Warburg und wird von der RegioTram und von Regional-Express-Zügen angefahren. Sie gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an.

Der 27,92 km lange Abschnitt der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Grebenstein über Hümme nach Bad Karlshafen, der am 30. März 1848 eröffnet wurde, war die erste Eisenbahn in Kurhessen. 1872 wurde sie nach einem schweren Bahnunglück neu um die Stadt herum trassiert.

Persönlichkeiten mit Bezug auf Grebenstein[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  3. Wahlergbnis aus hsl.de
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grebenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Grebenstein – Reiseführer