Greding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Greding
Greding
Deutschlandkarte, Position der Stadt Greding hervorgehoben
49.04583333333311.3525397Koordinaten: 49° 3′ N, 11° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 103,8 km²
Einwohner: 6969 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91171
Vorwahl: 08463
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 122
Stadtgliederung: 31 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 11 + 13
91171 Greding
Webpräsenz: www.greding.de
Erster Bürgermeister: Manfred Preischl (Freie Wähler)
Lage der Stadt Greding im Landkreis Roth
Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Fürth Schwabach Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Soos Abenberger Wald Dechenwald Heidenberg Forst Kleinschwarzenlohe Büchenbach Georgensgmünd Kammerstein Schwanstetten Rednitzhembach Rohr (Mittelfranken) Rohr (Mittelfranken) Roth Thalmässing Wendelstein (Mittelfranken) Spalt Röttenbach (Landkreis Roth) Hilpoltstein Heideck Greding Allersberg Abenberg Landkreis EichstättKarte
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Greding ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth in Bayern. Sie liegt an der Schwarzach und auf dem Gebiet des Naturparks Altmühltal.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet grenzt an zwei bayerische Landkreise (Eichstätt und Neumarkt) und zugleich auch an zwei bayerische Regierungsbezirke (Oberbayern und Oberpfalz). Greding liegt 36 km nördlich von Ingolstadt an der Bundesautobahn 9.

Greding befindet sich im Zentrum des Naturparks Altmühltal. Die Stadt ist staatlich anerkannter Luftkurort.

  • Fluss: Schwarzach
  • Berge: Kalvarienberg, Galgenberg, Pfaffenberg

Ortsteile[Bearbeiten]

Greding besteht [2] aus den 31 Ortsteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Beilngries, Berching, Kinding, Freystadt, Hilpoltstein, Thalmässing,Titting

Geschichte[Bearbeiten]

10000–6000 v. Chr.: Erste Siedlungsspuren (Holzkohlenreste, Hundekiefer) am Euerwanger Bühl

1400–1200 v. Chr.: Hügelgräber auf dem Hofberg bei Obermässing, in Schutzendorf und bei Attenhofen

200 bis 100 v. Chr.: Keltische Siedlungsspuren bei der Distelmühle; erforscht 1910 (damals die zweite aufgefundene prähistorische Wohnstätte in Bayern)

500–550 n. Chr.: Erste Rodungsnachweise der Bajuwaren im Schwarzachtal bei Greding-Großhöbing. Der bajuwarische Ortsname „Gred-ing“ bedeutet so viel wie bei den Leuten des „Gredo“ oder „Grado“. Der Personenname „Grado“ oder „Gredo“ selbst steht für „der Begierige, der Hungrige“. Der Ortsname „Höb-ing“ geht auf die Wohnstätte eines „Hebo“ oder „Habo“ zurück. „Hebo“ oder „Habo“ bezeichnet „den Kämpfer“. Da es sich bei Greding und Höbing – auf Grund der frühzeitlichen Bedeutung – sicherlich um einen echten „-ing“-Ort handelt, bezieht sich das Suffix „-ing“ auf eine „Personengruppe“ (und nicht auf eine geographische Gegebenheit = unechter „-ing“-Ort; vgl. W.-A. Reitzenstein, Lexikon der bayerischen Ortsnamen, S. 16 und A. Heintze u. P. Cascorbi, Die deutschen Familiennamen, S. 221, Stichwort "Gradas/Gredus").

um 600 n. Chr.: Bau einer Wassermühle und eines künstlichen Stauwehres bei Großhöbing. Wahrscheinlich wurde zu dieser Zeit bereits Eisenerz verarbeitet. Die Siedlung (Groß-)Höbing umfasst ca. 200 bis 250 Personen.

um 700 n. Chr.: Der Gredinger Ortsteil (Groß-)Höbing ist wichtiger Grenzposten (wahrscheinlich der baierischen Huosi-Sippe; vgl. Fund eines Tuffsteinsarkophags in der Max-Müller-Straße, St. Martin als Huosisippenpatron, die Namen der Gredinger Ortsteile usw.) im Herzogtum Bayern an der Fernhandelsstraße von der Nordsee nach Venedig. Zugleich war dieser Ort wichtiger Produktionsort für die „Waffenindustrie“ der Bajuwaren. Bei Großhöbing lassen sich aus dieser Zeit noch Eisenschlacken, Rennfeueröfen, Holzkohlemeiler, Wetzsteine und eine künstlich angelegte Lände für Schiffe nachweisen. Transportiert wurde das bearbeitete Eisenerz (und eventuell auch die Waren von Venedig und der Nordsee?) über den Wasserweg (Schwarzach, Altmühl, Donau) in die damalige bajuwarische Residenzstadt Regensburg.

725 n. Chr.: Karl Martell fällt im nördlichen Herzogtum Bayern ein (vgl. auch Geschichte Bayerns). Um diese Zeit dürfte auch das bayerische Hochadelsgeschlecht bei Großhöbing („Fürst von Höbing“; ausgestellt im ArchäologieMuseum Greding) bestattet worden sein.

740 n. Chr.: Gründung des Klosters Eichstätt (Vorgänger des Bistums Eichstätt) durch Herzog Odilo von Bayern, Bonifatius und dem bayerischen Hochadeligen Suitger, der umfangreichen Besitz im Raum Eichstätt und im Raum Salzburg/Reichenhall hatte.

745/750 n. Chr.: Pippin stellt das Bistum Eichstätt unter karolingische Verwaltung.

788 n. Chr.: Absetzung Herzogs Tassilo III. von Bayern durch Karl den Großen (vgl. Karl der Große); das ganze Herzogtum Bayern kommt unter fränkisch-karolingische Verwaltung. Als Verwaltungsstützpunkte werden so genannte Königshöfe („curie“) errichtet.

um 900 n. Chr.: Greding ist fränkischer Königshof auf dem bayerischen Nordgau und wurde von den Karolingern (als Reichslehen) an die Nordgaugrafen aus dem Geschlecht der Babenberger (Linie Popponen) verliehen. Der Nordgau ist größtenteils vergleichbar mit der heutigen Oberpfalz. Die Babenberger sollen Nachkommen aus der Sippe des um 765 genannten „nobilis vir Poapo“ (= Pabo/Babo) aus dem Geschlecht der Huosi sein.

nach 900 n. Chr.: Der bayerische Herzog und karolingische König Ludwig das Kind übergibt Greding (im Zuge der Babenberger Fehde) aus dem Besitz der Babenberger Nordgaugrafen (Linie Popponen) an den Bischof von Eichstätt.

Beginn des 10. Jh.: Greding gehört dem Bischof von Eichstätt.

um 945 n. Chr.: Graf Babo/Papo/Poppo von Rott (am Inn), der Sohn des Grafen Pilgrim I. an der Sempt (=Gebiet zwischen Moosburg und Landshut; aus dem Geschlecht der Pilgrimiden), hat unter anderem Besitz in Biberbach. Biberbach, unterhalb der späteren Burg Hirschberg bei Beilngries gelegen, liegt im Dreieck der drei Nachbarstädte Beilngries, Berching und Greding. Dieser Graf Babo/Papo/Poppo dürfte mit größter Wahrscheinlichkeit der Stammvater der späteren Babonen von Kühbach (bei Aichach) bzw. der Babonen von Abensberg (bei Kelheim) gewesen sein. Die Babonen von Kühbach sind ihrerseits die Vorfahren der späteren Grafen von Grögling-Hirschberg. Die Pilgrimiden und die Grafen von Grögling-Hirschberg waren Hauptvögte des Hochstifts Freising. Auch die Pilgrimiden sollen Nachkommen aus der Sippe des „nobilis vir Poapo“ (= Pabo/Babo) sein.

Ende des 10. Jh.: Greding ist wieder Reichslehen der Babenberger (Popponen) auf dem bayerischen Nordgau. Wann und wie der Wechsel von Eichstätt zu den Babenbergern (Linie Popponen) vollzogen wurde (Gewaltanwendung?) ist nicht bekannt.

1003: Nach der Schweinfurter Fehde werden große Teile des bayerischen Nordgaus durch Kaiser Heinrich II. an Graf Udalschalk aus dem Geschlecht der Babonen von Kühbach übergeben. Greding selbst wird im Rahmen dieser Fehde durch Kaiser Heinrich II. dem Babenberger Nordgaugrafen Heinrich von Schweinfurt erneut weggenommen und kommt in den Besitz des Bischofs von Eichstätt. Nach dieser Fehde verlegt Nordgaugraf Heinrich seinen Machtmittelpunkt von Sulzbach (heute Sulzbach-Rosenberg) in Richtung Schweinfurt (vgl. auch Schweinfurt (Adelsgeschlecht)).

1008: Graf Udalschalk aus dem Geschlecht der Babonen von Kühbach ist verstorben. Heinrich von Schweinfurt erhält Teile des Nordgaus wieder von Kaiser Heinrich II. zurück. Die Babonen sollen auch auf den „nobils vir Poapo“ zurückgehen.

um 1015: Graf Sieghard V. (aus dem Geschlecht der Chiemgaugrafen der Sieghardinger mit Stammsitz in Reichenhall) schenkt seinen Besitz im Gredinger Ortsteil Esselberg an das Kloster St. Emmeram in Regensburg, um so sein Seelenheil zu retten. Eventuell stammt dieser Besitz in Esselberg von den Pilgrimiden ab, denn der Neffe Thiemo des Grafen Babos/Papos/Poppos (vgl. „um 945“) wird 1007 als Graf von Reichenhall bezeichnet. Die Sieghartinger sind durch Hochzeiten die Rechtsnachfolger der Huosi im Chiemgau geworden. Somit dürfte der Besitz der Sieghartinger im Raum Greding ursprünglich auf die Huosi zurückgehen.

1003/50: Greding muss zwischen 1003 und 1058 wieder (gewaltsam?/Gütertausch mit dem neu errichteten Bistum Bamberg?) dem Bischof von Eichstätt weggenommen worden sein, da es 1058 abermals im Besitz der Babenberger Nordgaugrafen aus der Linie der Popponen ist.

1058: Greding ist in Besitz des Babenberger Nordgaugrafen Otto von Schweinfurt (auch Otto III. (Schwaben) genannt). Als dieser 1058 stirbt, entzieht König Heinrich IV. Ottos Witwe Irmengard das Gut Greding und unterstellt es seiner Reichsverwaltung.

1062: Markgraf Ekbert I. von Meißen, der zweite Ehemann der Witwe Irmengard, gilt als einer der Anführer im Staatsstreich von Kaiserswerth. Zusammen mit dem bayerischen Herzog Otto von Northeim und anderen Fürsten entführt diese Gruppe den jungen König Heinrich IV. und erpresst so für kurze Zeit die Reichsinsignien. De facto lag die Reichsführung bis 1065 bei dieser Gruppe.

1065: König Heinrich IV. wird durch die sog. Schwertleite am 29. März 1065 wieder in sein Amt eingesetzt. Otto von Northeim muss 1070 als bayerischer Herzog abdanken, nachdem er angeblich dem König nach dem Leben trachtete.

1064/65: Greding erscheint im Tafelgüterverzeichnis König Heinrichs IV. als „Gradinga“ unter den „curie de bawaria“ (als bayerischer Königshof unter den Reichsgütern). Zeitlich fällt die Erstellung dieses Tafelgüterverzeichnisses ziemlich genau mit der Schwertleite von König Heinrich IV. nach dessen Entführung zusammen.

1064/68: Markgraf Ekbert I. von Meißen, zweiter Ehemann der Babenberger-Witwe Irmengard, stellt Ansprüche auf die Herausgabe des Gutes Greding.

1068/86: Markgraf Ekbert II. von Meißen tritt das Erbe seines Vaters Ekbert I. an und erhebt ebenfalls Ansprüche auf Greding.

vor 1086: Kaiser Heinrich IV. hat Greding wieder an den Bischof von Eichstätt übergeben.

1086/90: Markgraf Ekbert II. entfremdet zweimal dem Bischof von Eichstätt das Gut Greding und bringt es in seine Gewalt. Nachdem Ekbert II. dem König nach dem Leben trachtete, wurde er 1090 von königlichen Truppen ermordet.

1091: Kaiser Heinrich IV. (bekannt durch seinen Gang nach Canossa) übergibt am 5. Mai 1091 im italienischen Bassano del Grappa (nach der erfolgreichen Belagerung der Stadt Mantua im Kampf gegen den Papst) „Gredingen, das im Nordgau im Besitz Heinrichs liegt“ und „das schon seit Urzeiten seine königlichen und kaiserlichen Vorgänger besessen hatten und von Feinden (zweimal) weggenommen worden war“ wegen „des Seelenheils seiner Eltern und seines Seelenheils“ zum dritten Mal, „für immer“ an seinen treuen Diener, den Bischof Udalrich I. von Eichstätt. Heinrich, der "Besitzer" (Verwalter) von Greding war Graf an der unteren Altmühl (Kelsgau) und ein Enkel des Regensburger Burggrafen Babo I. von Abensberg aus dem Geschlecht der Babonen, denen eine verwandtschaftliche Beziehung zum "nobilis vir Poapo" aus dem Geschlecht der Huosi nachgesagt wird.

1091/93: Greding gehört wieder dem Bischof Udalrich I. von Eichstätt. Graf Heinrich von Northeim (auch genannt Heinrich der Fette, Sohn des Grafen Otto von Northeim) tritt das Erbe seines kinderlos verstorbenen Schwagers Ekbert II. an und fordert Greding vom Kaiser zurück.

1093: Kaiser Heinrich IV. gibt Greding an Heinrich von Northeim, damit er sich dessen politischer Unterstützung sicher sein konnte. Der bisher sehr „treue“ Bischof Udalrich I. von Eichstätt ist seit dieser Übertragung von Greding nicht mehr im Umfeld des Kaisers nachweisbar.

um 1100: Richenza von Northeim, die Tochter des Grafen Heinrich von Northeim, heiratet den Herzog Lothar von Sachsen und bringt als Mitgift (einen Anspruch auf) Greding in diese Ehe ein.

1125: Lothar von Sachsen wird überraschend zum deutschen König gewählt (später Kaiser Lothar III. (HRR)). König Lothar betrachtet Greding als „Mitgift“ seiner Frau und fordert die beiden Stauferbrüder Friedrich II. von Schwaben und Konrad (den späteren Kaiser Konrad III.) auf, Greding herauszugeben. Herzog Friedrich, der Unterlegene bei der Königswahl, und sein Bruder Herzog Konrad (beide Enkel des Kaisers Heinrich IV.) betrachten Greding als ihr großväterliches Erbe (salisches Hausgut) und geben – gegenüber König Lothar – ihren Anspruch auf Greding nicht auf.

1127: König Lothar überträgt sein Stammesherzogtum Sachsen, die Reichsstadt Nürnberg und (aus strategischen Gründen?) Greding an seinen Schwiegersohn, den bayerischen Welfenherzog Heinrich den Stolzen. Dieser Heinrich der Stolze war auch der Vater des späteren bayerischen Welfenherzogs Heinrich der Löwe. Es kommt im Gebiet um Greding im Sommer 1127 zu Kämpfen zwischen König Lothar (zusammen mit seinem Schwiegersohn Heinrich dem Stolzen) und den beiden Stauferbrüdern Friedrich und Konrad.

nach 1127: Die Stauferbrüder Friedrich und Konrad gewinnen diese Kämpfe im Raum Greding und rufen 1127 Konrad zum Gegenkönig aus. Die Staufer beginnen sofort das Gebiet um Greding mit getreuen Adelsgeschlechtern aus dem südbayerischen Raum (vornehmlich aus dem Gebiet Reichenhall/Berchtesgaden, Freising und aus Niederbayern) zu sichern. Es erscheinen unter anderem die Herren von (Hilpolt-)Stein, die Herren von Höbing, von Mässing, von Stauf im Gebiet um Greding. Diese Geschlechter spenden sehr viele Güter aus dem Raum Greding/Thalmässing an das Stift Berchtesgaden (spätere Fürstpropstei Berchtesgaden), eine Gründung der Grafen von Sulzbach. Initiiert wurde die Gründung des Stiftes Berchtesgaden durch die Gräfin Irmgard von Rott (zu den Grafen von Rott am Inn vgl. auch die Ausführungen „um 945“), der Ehefrau des Grafen Gebhard II. von Sulzbach und somit Großmutter der Gräfin Gertrud von Sulzbach, Ehefrau des Königs Konrad. Schließlich hatte das Stift Berchtesgaden Besitz in ca. 25 Orten und Dörfern um Greding/Thalmässing (bezeichnet als Verwaltungseinheit „Propstei Höbing“ bzw. „Münchhöbing“).

1129: Zwei Jahre nach diesem Krieg (1129) wird das Kloster Plankstetten (heute zur Stadt Berching gehörend) durch die späteren Grafen von Hirschberg gegründet. Zur Grundausstattung dieses Klosters gehört auch alter Kühbacher Besitz auf dem Nordgau. Zeugen dieser Klostergründung waren u. a. die Herren von Höbing aus dem Geschlecht der Babonen (vgl. Werner Robl, Die Höbinger und Hilpoltsteiner sind Paponen-Agnaten, 2014)

12./13 Jh.: Der Nordgau wird nun von den Grafen von Grögling-Hirschberg (mit Sitz auf dem Hirschberg bei Beilngries) und den Grafen von Sulzbach (vgl. Sulzbach (Adelsgeschlecht)) für das Kaisergeschlecht der Staufer verwaltet. Beide Grafengeschlechter sind sehr eng miteinander verwandt. Der Staufer Gegenkönig Konrad, der seit 1138 alleiniger König von Deutschland war, ist seit 1135/36 mit Gertrud von Sulzbach verheiratet. Die um Greding sitzenden Geschlechter gehören größtenteils zum Gefolge der Grafen von Sulzbach.

1147: Aus den Orten Greding, Hirschberg, Fribertshofen, Plankstetten, Pollanten und Töging sendet Bischof Gebhard von Eichstätt (der spätere Papst Viktor II.) – unter Führung der Grafen Gebhard von Sulzbach und Gerhard von Hirschberg – 100 Ritter und 300 Fußknechte (darunter 10 Knechte des Abtes vom Kloster Plankstetten) dem Staufer-Kaiser Konrad für seinen zweiten Kreuzzug. Nur Graf Gerhard von Hirschberg kehrt von den Teilnehmern aus dem Raum Greding/Berching/Beilngries von diesem Kreuzzug zurück.

1182/96: Bischof Otto von Eichstätt gibt der Martinskirche die kirchliche Weihe.

1188: Die Grafen von Sulzbach sterben in männlicher Linie aus. Große Teile des Nordgaus fallen an die mit ihnen eng verwandten Grafen von Hirschberg.

1190: Um diese Zeit (1186–1190) erscheint erstmals die Ortsbezeichnung „Greding“ in einer Urkunde. „Pernhart de Greding“ ist Zeuge bei einer Schenkung an das Kloster St. Emmeram in Regensburg (trad. Kloster St. Emmeram, Nr. 988). Im Gegensatz zu „Greding“ hat der Nachbarort „Thalmaezingen“ in dieser Urkunde noch die ursprüngliche „-en“-Endung. Greding verliert somit seine „-en“-Endung ca. 100 Jahre früher als die Bischofsstadt Freising (1287 noch als „Freisingen“ belegt, 1290 erstmals als „Freising“).

1220: Ein kaiserlicher Reichsbeamter „Konrad von Greding“ ist für die Verwaltung von Greding verantwortlich.

1240: Die Gredinger Bürger schicken Truppen nach Italien, um den Staufer-Kaiser Friedrich II. in seinem Kampf gegen den Papst (Vorherrschaft in Mitteleuropa) zu unterstützen. Der Papst belegt deshalb Greding mit dem Kirchenbann. In dieser Bannaussprechung wird erstmals von Gredinger Bürgern („cives“) gesprochen.

1305: Mit Graf Gebhard VII. stirbt das Geschlecht der Grafen von Grögling-Hirschberg aus. Gebhards Grafschaft wird im sog. Gaimersheimer Vertrag von 1305 zwischen dem Bischof von Eichstätt und dem Haus Wittelsbach aufgeteilt. Greding bleibt jedoch Reichsgebiet und gehört somit weder dem Bischof von Eichstätt noch den Wittelsbachern.

1311: Kaiser Heinrich VII. gibt, damit „seiner Gemahlin Margareta, seiner Kinder und seiner Vorfahren“ gedacht wird, am 23. Januar 1311 im italienischen Mailand die Stadt Greding „im Nordgau“ wieder an den Bischof von Eichstätt zurück, „nachdem er aus beweiskräftigen Dokumenten ersehen habe, dass es seit alters her zur Eichstätter Kirche gehört hatte“. In dieser Urkunde wird Greding erstmals Stadt („oppidum“) genannt und in dieser Urkunde erscheint letztmals der Begriff „Nordgau“ in der bayerischen Geschichte.

1340: Die Selbstverwaltung der Stadt Greding ist mit einem Inneren und einem Äußeren Rat belegt.

1341: Das älteste Stadtsiegel Gredings (König mit Krone und Zepter), das von 1341 bis 1400 in Abdrucken überliefert ist, weist auf den einstigen Fränkischen Königshof in Bayern („curie de Bawaria“) hin.

1344: Kaiser Ludwig IV., genannt Ludwig der Bayer, beansprucht Greding für kurze Zeit noch einmal für das Reich. Aber nach Kenntnisnahme der Urkunden Heinrichs IV. und Heinrichs VII. gibt er Greding wieder an den Bischof von Eichstätt zurück. Fürstbischof Albrecht I. von Hohenfels verleiht Greding die Halsgerichtsbarkeit.

1383: Unter dem Eichstätter Fürstbischof Friedrich IV. von Oettingen (1383–1415) entsteht die Stadtmauer mit einer Länge von 1250 Metern, 3 Toren und 20 Türmen.

1384: In Greding wird ein Stadtgericht erwähnt. Der Stadtrichter Götzel Gotzwein/Gößwein spricht im Namen seines Herren, des Heinrich von Morsbach und der Bürger von Greding Recht.

1439: Erstmals wird die Grabkirche St. Magdalena genannt.

1446: Greding erhält durch Eichstätter Fürstbischof Johann III. von Eych eine Rats- und Gemeindeordnung. Die Stadt wird in vier Viertel (Falterviertel, Mausviertel, Neuviertel und Agbruckviertel) aufgeteilt.

1448: Auf dem Platz der späteren St.-Jakobs-Kirche (heutige Pfarrkirche) entsteht eine Kapelle.

1464: Der Eichstätter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau (1464–1496) lässt das Agbrucktor (Eichstätter Tor), Fürstentor (Beilngrieser Tor) und Faltertor (Hausener Tor, Nürnberger Tor) und die 20 Türme ausbauen und verstärken.

1487: In Greding ist erstmals das Schulwesen belegt.

1503: Große Feuersbrunst in Greding über mehrere Tage: „Fünf und vierzig Heuser sein gefallen dazumal, Vierundvierzig Städl und Zimmer überall; Zween Thorturm und ein kleiner auf dem Rathaus, auch einer aus der Stadtmauer herauß.“

1525: Im Bauernkrieg nimmt der „Mässinger Haufen“ Greding ein und plündert den Zehentstadel. Pfalzgraf Friedrich II. befreit aber bald danach wieder die Stadt.

1595: Der Eichstätter Fürstbischof Johann Konrad von Gemmingen bestätigt Greding erneut die verliehene Halsgerichtsbarkeit.

1605: Greding wird von der Pest heimgesucht.

1633: Die Schweden stürmen im Dreißigjährigen Krieg die Stadt, plündern sie und brennen das Rathaus, die St.-Jakobs-Kapelle, die Agbruckmühle und die Distelmühle sowie ein Bürgerhaus nieder.

1634: Erneut grassiert die Pest in der Stadt und fordert 307 Opfer (215 Einwohner, 92 aus den umliegenden Dörfern). Die Schweden halten sich immer noch im Gebiet um Eichstätt auf.

1648: Abermals suchen die Schweden Greding heim; die gesamten Kriegsausgaben (einschließlich der Kontribution an die Schweden) belaufen sich auf 18.728 Gulden (zum Vergleich: ein Handwerksanwesen in Greding kostet ca. 300 bis 600 Gulden).

1693: Nach einem fürchterlichen Gewitter steht das Wasser in Greding bis zu 2,70 Meter hoch. Viele Bewohner retten sich auf ihre Hausdächer. 48 Häuser und „29 Städel“ sind überflutet. Rund 90 Meter des Mauerwerks brechen durch den Wasserdruck aus der Stadtmauer heraus. Es sind zwei Menschenleben und sehr viele „Viecher“ zu beklagen. Der Fürstbischof von Eichstätt gewährt wegen der hohen Schäden den Gredinger Bürgern Steuervergünstigungen.

1693/96: Fürstbischof Johann Euchar Schenk von Castell lässt das fürstbischöfliche Jagdschloss nach den Plänen von Jakob Engel bauen.

1699: Fürstbischof Johann Martin von Eyb veranlasst den Neubau des Gredinger Rathauses.

1701: Wieder kommt die Pest in die Stadt und fordert 13 Menschenleben.

1725/27: Der Eichstätter Hofbaumeister Gabriel de Gabrieli errichtet die Stadtpfarrkirche St. Jakob.

1728: Der Eichstätter Fürstbischof Franz Ludwig Schenk von Castell weiht die St.-Jakobs-Kirche.

1741: Noch einmal fordert die Pest in Greding 40 Menschenleben; Gabriel de Gabrieli erbaut neben dem fürstbischöflichen Schloss das fürstbischöfliche Jägerhaus, das später als Schule diente.

1770/71: Große Hungersnot in Greding

1796: Das Gredinger Gebiet wird durch die Franzosen besetzt.

1802: Im Zuge der Säkularisation wird das Hochstift Eichstätt aufgelöst. Am 27. November 1802 entpflichtete Fürstbischof Joseph von Stubenberg in seiner Sommerresidenz Greding seine Untertanen. Zwei Tage später ergreift der bayerische Kurfürst Besitz von Eichstätt. Greding kommt durch den Vertrag von Paris (1802) zum Kurfürstentum Salzburg und damit auch zum Großherzogtum Toskana.

1806: Bayern wird Königreich; Greding wird (zusammen mit Eichstätt) aus dem Kurfürstentum Salzburg-Toskana in das neue Königreich Bayern eingegliedert und dem General-Landeskommissariat Neuburg an der Donau unterstellt.

1808: Greding kommt zum bayerischen Altmühlkreis mit Sitz in Eichstätt.

1810: Greding kommt zum bayerischen Oberdonaukreis mit Sitz in Eichstätt. Der Oberdonaukreis war der Vorläufer des heutigen Regierungsbezirks Schwaben.

1817: Der Sitz des Generalkreiskommisariats für den Oberdonaukreis wird von Eichstätt nach Augsburg verlegt. Das Gebiet um Eichstätt kommt zum Regenkreis. In der Folgezeit wechseln die Orte Eichstätt, Beilngries und Greding mehrmals zwischen dem Regenkreis (heute Oberpfalz) und dem Rezatkreis (heute Mittelfranken) hin und her.

1880: Grenzbereinigung zwischen Mittelfranken (vormals Rezatkreis) und der Oberpfalz (vormals Regenkreis). Greding wird zum 1. Januar 1880 aus dem Bezirksamt Beilngries, das heute größtenteils zum Landkreis Eichstätt gehört, ausgegliedert und zusammen mit dem vor 1880 noch oberpfälzischen Hilpoltstein (damals noch zum Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz gehörig), zum neuen Bezirksamt Hilpoltstein in Mittelfranken vereinigt.

1888: Die Lokalbahn von Roth nach Greding (die „Gredl“) wird eröffnet.

1929: Das Finanzamt Greding (von 1812–1920 Rentamt) wird aufgelöst.

1935/38: Bau der Reichsautobahn von München nach Nürnberg (heute Bundesautobahn 9) mit der Anschlussstelle Greding.

1944: Das Amtsgericht Greding wird dem Landgericht Nürnberg-Fürth unterstellt.

1959: Das Amtsgericht Greding wird aufgelöst.

1964: Beginn des Aufbaus der Erprobungsstelle (Wehrtechnische Dienststelle 81) für Fernmeldegeräte und Elektronik durch die Bundeswehr.

1972: Greding wird durch die Gebietsreform Großgemeinde und kommt zum Landkreis Roth. Greding ist nach dieser Gebietsreform die südöstlichste Gemeinde von Mittelfranken und grenzt direkt an Oberbayern und die Oberpfalz.

Ortskern Greding, Panoramablick, September 2013

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Großhöbing und Kaising eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Euerwang, Grafenberg, Hausen, Herrnsberg, Kleinnottersdorf, Kraftsbuch, Landerzhofen, Mettendorf, Obermässing, Österberg, Röckenhofen, Schutzendorf und Untermässing hinzu. Am 1. Juli 1972 folgte Esselberg.[3]

Siehe auch: Burgruine Hofberg.

Quellen zu den Geschichtsdaten[Bearbeiten]

  • Lukas Werther: Mensch und Umwelt im Früh- und Hochmittelalter – Archäologische Forschungen im Schwarzachtal; in: Heimatkundliche Streifzüge – Schriftenreihe des Landkreises Roth; Heft 31; Hilpoltstein 2012; S. 80–86.
  • Toni Benz: Greding mit seinem Umland – eine der „curie de Bawaria“ – im Spannungsfeld der deutschen und bayerischen Geschichte; in: Sammelblätter des Historischen Vereins von Eichstätt; Band 125; 103. Jahrgang; Eichstätt 2011; S. 51–156.
  • Ottokar Wagner: Greding – zwischen zwei Jahrtausenden; Hilpolstein 1990; S. 244 ff.

Religionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Stadt Greding ist überwiegend römisch-katholisch. Greding ist Sitz einer Pfarrei, die dem Bistum Eichstätt angehört.

Politik und Kommunales[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[4]
Wahlbeteiligung: 78,1 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
27,4 %
19,2 %
9,5 %

Die CSU verfügt im Stadtrat über 9, die UWG/FW über 5, die SPD über 4 und die FDP über 2 Sitze. Erster Bürgermeister ist Manfred Preischl (FW), Zweiter Bürgermeister ist Mathias Herrler (SPD).[5]

Der kommunale Verwaltungshaushalt 2007 weist Ausgaben in Höhe von 7.947.000 Euro aus, der Vermögenshaushalt umfasste im gleichen Jahr 4.232.000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist aufgrund positiver Konjunkturentwicklungen von 863 auf 786 Euro gesunken. Für die nächsten Jahre sind Investitionen von ca. 10 Millionen Euro geplant, vor allem in kommunale Einrichtungen, die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung.

Ein aktuelles kommunalpolitisches Projekt ist die Renaturierung der Schwarzach, verbunden mit der Anlage eines 4500 m² großen Stadtweihers in Bauträgerschaft des Bezirks Mittelfranken, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Greding

  • Rathaus
Rathaus
Der Vorläuferbau wurde im Dreißigjährigen Krieg 1633 von schwedischen Soldaten niedergebrannt. 1699 entstand der jetzige barocke Bau mit dem Wappen des Fürstbischofs Johann Martin von Eyb (1697–1704) in der Fassade. Architekt war wahrscheinlich Hofbaumeister Jakob Engel aus Eichstätt.
  • Katholische Stadtpfarrkirche St. Jakob
Kirche St. Jakob von innen mit Seitenaltären
Die heutige Stadtpfarrkirche wurde 1725 bis 1736 erbaut, nachdem der Vorgängerbau, eine Jakobskapelle, im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt worden war. Die Seitenaltäre stammen aus der Eichstätter Jesuitenkirche, der Hauptaltar aus dem Kloster Rebdorf.
  • Ehemaliges fürstbischöfliches Jägerhaus
Das frühere Forsthaus beherbergt die Raiffeisenbank. Es wurde 1741, wahrscheinlich unter Leitung des Hofarchitekten der Fürstbischöfe, Gabriel de Gabrieli, erbaut. Das Wappen über dem Eingang steht für Johann Anton II. Freiherr von Freiberg.
  • Fürstbischöfliches Jagdschloss
Schloss
Das Jagdschloss wurde 1696 unter Fürstbischof Johann Euchar Schenk von Castell (1685–1697) von Hofbaumeister Jakob Engel erbaut, wie die Inschrift am Gebäude belegt. Es diente als Sitz der städtischen Verwaltung und als Wohnsitz bei Jagdveranstaltungen des Fürstbischofs. Das Schloss ist heute in Privatbesitz.
  • Stadtmauer
Stadtmauer mit Turm
Greding verfügt über einen fast vollständig erhaltenen Mauerring aus dem 14. Jahrhundert mit 18 Türmen und 3 Toren. Dieser Ring umfasst weiträumig das Stadtgebiet und zieht sich über die umgebenden Anhöhen.
Aus dem 11. Jahrhundert stammen die untersten fünf Geschosse des Turmes. Die Ähnlichkeit des Turms mit dem des Doms zu Eichstätt ist augenfällig. Zum Turm gehörte eine kleinere, einschiffige Kirche.[6] Die anderen Gebäudeteile der romanischen Basilika wurden Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Noch vor 1588 wurde die Kirche umgebaut. Die Seitenschiffe wurden erhöht und große Fenster im südlichen Seitenschiff eingebaut. In den Heiligrechnungen des Amtes Greding finden sich regelmäßig Ausgaben für die weitere Ausgestaltung der Kirche im frühen 18. Jahrhundert.[6]
  • Romanische Basilika St. Martin
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt steht im Nordwesten auf einer Anhöhe am Fuße des Kalvarienbergs, umgeben von einem engen Kirchhof und der Stadtmauer. Diese Enge dürfte auch dazu geführt haben, dass im Untergeschoss der ehemaligen Michaelskapelle neben der Kirche – wahrscheinlich im 12. Jahrhundert – ein Ossarium, der sogenannte Karner, eingerichtet wurde, der die Gebeine von etwa 2500 Verstorbenen enthält. St. Martin ist als dreischiffige romanische Hallenkirche mit drei Apsiden am Chor angelegt, eine für die Region typische Bauform. Sie dürfte aufgrund der Lage und der engen Verbindung zur Stadtmauer Kern oder sogar Ausgangspunkt der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung gewesen sein.
Die Kirche wurde 1965/67 restauriert. Sehenswert ist der spätgotische Altar (um 1480), der den gekreuzigten Jesus und die trauernde Maria Magdalena zeigt. Die Predella des Altars ziert ein Beweinungsrelief. Neben dem Altar stehen Skulpturen von Maria und Johannes (entstanden um 1780). Des Weiteren sind einige Gemälde, Fresken und Wandbemalungen sehenswert, die teilweise aus dem 12. Jahrhundert stammen.
St. Martin, Panoramama Blick, September 2013
  • Wallfahrtskirche Maria Hilf im Gemeindeteil Linden, 1728 geweiht, mit Arma-Christi-Kreuz.

Museen[Bearbeiten]

  • ArchäologieMuseum Greding
Hauptattraktion ist die rekonstruierte Grablegung von fünf Kriegern („Fürsten von Höbing“) aus der Zeit um 720 n. Chr. Aufgrund der gefundenen Kleidungsreste (Goldborten) und Waffen kann man sie zum bajuwarischen Hochadel der damaligen Zeit rechnen[7].
(Abteilung Prähistorische Funde und Exponate der Höhlenforschung zurzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen)
Zur Sammlung gehören Jura-Fossilien und andere prähistorische Funde sowie Exponate zur Höhlenforschung im Altmühltal. Ein weiterer Aspekt sind Exponate zur Heimatkunde.
  • Sparkassenmuseum
Ausstellung zur Geschichte der Sparkasse mit alten Büroeinrichtungen und -maschinen sowie Not- und Inflationsgeld.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet am ersten Wochenende im September auf dem Marktplatz der Gredinger Trachtenmarkt statt. Mit rund 10.000 Besuchern ist er der wichtigste Markt seiner Art in Deutschland.

Technik[Bearbeiten]

Würzburg-Riese, Exponat in Greding

Sport[Bearbeiten]

  • Aero-Club
  • Fischereiverein Greding Schwarzachtal e. V.
  • Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Greding
  • Skiclub Greding
  • Tanzsportclub Greding
  • Tennisclub Grün-Weiss
  • Turn- und Sportverein

Durch Greding führt die Radstrecke der Challenge Roth.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Für Greding hat der Tourismus eine große wirtschaftliche Bedeutung, die Gemeinde gab für das Jahr 2009 ca. 57.000 Übernachtungen an. 29 Betriebe mit 574 Betten bieten entsprechende Dienstleistungen an.[8] Hinzu kommen aufgrund der nahen Autobahn und der Radtouristen zahlreiche Tagesgäste; das umfangreiche gastronomische Angebot fällt im Ortsbild ins Auge. Greding liegt im Ausflugsbereich der Städte (Nürnberg ~58 km und Ingolstadt ~36 km).

Im gewerblichen Bereich sind das KAMA-Möbelwerk (1998: 255 Mitarbeiter, 82 Millionen DM Umsatz), die Kirschner Maschinen- und Metallbau GmbH, die TBG Transportbeton GmbH & Co Franken KG und Spiegl Betonfertigteile sowie diverse kleine Handwerksbetriebe zu nennen.

Größter Arbeitgeber der Stadt ist das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit seiner WTD auf dem Kalvarienberg.

Einmal jährlich findet der Gredinger Trachtenmarkt statt.

Seit 2013 verfügt Greding über einen Imagefilm, der die Attraktivität unterschiedlichster Seiten der Stadt darstellt.[9]

Verkehr[Bearbeiten]

Die A 9 führt von Nordwesten nach Süden durch das Gredinger Stadtgebiet. Im Südwesten des Hauptortes befindet sich die Anschlussstelle 57.

Unter Porsche-Fahrern galt es in den 1980er-Jahren als eine besondere Herausforderung, die lang gestreckte Kurve der A 9 mit Vollgas zu durchfahren. Der Legende nach geht dies auf ein Interview mit dem Rennfahrer Walter Röhrl zurück, in dem der Ausdruck „Greding geht voll!“ geprägt wurde.

Vom 1. Juni 1888 bis zum 28. Mai 1972 verband die Bahnstrecke Roth–Greding den Ort mit der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Die Züge wurden nach dem Endbahnhof Gredl benannt. Seit dem verbanden mehrere Buslinien Greding mit den Städten und Gemeinden im Umland. Mit der Eröffnung des Regionalverkehrs auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München am 10. Dezember 2006 wurde der Busverkehr angepasst, um den Ort an die Bahnhöfe Allersberg (Rothsee) und Kinding (Altmühltal) anzuschließen. Die Schnellfahrstrecke verläuft westlich der Stadt im 7,7 Kilometer langen Euerwangtunnel.

Greding ist Haltestelle an der Fernbuslinie München–Berlin von Berlin Linien Bus.

Medien[Bearbeiten]

Die lokale Berichterstattung erfolgt in der Hilpoltsteiner Zeitung und der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung, Heimatausgaben der Nürnberger Nachrichten und der Nürnberger Zeitung, sowie dem Hilpoltsteiner Kurier, einer Regionalausgabe des Donaukuriers.

Bildung[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Honig: Die urnenfelderzeitliche Siedlung von Greding-„Rohrmeierkeller“. Lkr. Roth, Faustus Vlg, 2001, ISBN 3-933474-12-4.
  • Franz Heiler: Bildung im Hochstift Eichstätt zwischen Spätmittelalter und katholischer Konfessionalisierung. Reichert Vlg., 1999, ISBN 3-89500-029-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Greding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Greding – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20110504/113342&attr=OBJ&val=1486
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 482.
  4. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=576&suchbegriff=5
  5. Quelle: offizielle Stadtseite zur Kommunalpolitik
  6. a b Basilika St. Martin in Greding im Naturpark Altmühltal, altmuehltal.de
  7. Weinlich, Edgar und Nadler, Martin (letzterer vom Landesamt für Denkmalpflege!) – Am Einfallstor nach Bayern – Der Herr von Höbing, in: Arauner, Uwe u.a, Vom Werden einer Stadt. Ingolstadt seit 806, Ingolstadt 2006, S. 42-45.
  8. Laut Angaben der Kommune 07/2010 auf ihrer Website.
  9. Greding – Von Urlaub umgeben – Imagefilm Stadt Greding auf Youtube