Greg Moore (Rennfahrer)

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Greg Moore (* 22. April 1975 in New Westminster, British Columbia, Kanada; † 31. Oktober 1999 in Fontana, Kalifornien) war ein kanadischer Automobilrennfahrer.

Seine Karriere als Rennfahrer begann 1986 mit Karts, er gewann die Nordamerikanische Enduro Kart-Meisterschaft 1989 und 1990. 1991 wurde er bester Neueinsteiger in der Formel Ford 1600. Im darauffolgenden Jahr gewann er den USAC Formel 2000 West Titel.

Ab 1993 fuhr er in der CART Indy Lights Serie. Nachdem er 1994 drei Rennen gewinnen konnte, stellte er 1995 mit zehn Siegen in zwölf Rennen einen Rekord auf und wurde Meister in dieser Serie.

Im Alter von 20 Jahren stieg er als jüngster Fahrer 1996 bei Forsythe Racing in die übergeordnete Champ-Car-Serie ein und wurde auf Anhieb Neunter der Gesamtwertung, was bis heute die viertbeste Platzierung eines Neulings ist nach Alex Zanardis zweitem Platz von 1996, sowie Nigel Mansell (1993) und Juan Pablo Montoya (1999), die jeweils bereits in ihrem ersten Jahr die Meisterschaft gewannen. Seinen ersten Sieg feierte Moore im Juni 1997 in Milwaukee, dem eine Woche später der zweite folgte, diesmal in Detroit. Mit damals 22 Jahren, 1 Monat und 10 Tagen war er der jüngste Fahrer, der jemals ein Rennen dieser Serie gewonnen hat. Damit beendete er diese Saison als Siebter der Gesamtwertung und verbesserte sich 1998 auf Rang 5.

1999 gewann er das erste Rennen der Saison in Homestead, hatte jedoch in den folgenden Veranstaltungen Probleme mit dem Mercedes-Motor. Im Laufe der Saison unterschrieb er einen Vertrag, wonach er im Jahr 2000 für Penske fahren wollte.

Im letzten Rennen des Jahres 1999, dem 500-Meilen-Rennen am California Speedway in Fontana, verlor er in der neunten Runde die Kontrolle über sein Fahrzeug und flog mit 350 km/h in eine der Betonmauern im Innenbereich des Ovals, wobei er sich tödliche Kopfverletzungen zuzog. An gleicher Stelle war drei Runden zuvor Richie Hearn verunglückt, blieb aber unverletzt. Im Gegensatz zu Hearn wurde Moores Fahrzeug von einer in der gräsernen Auslaufzone befindlichen Bodenwelle ausgehoben. Dadurch überschlug sich das Fahrzeug in der Seitwärtsbewegung und schlug mit der Cockpitöffnung voran in eine Begrenzungsmauer ein. Auf Grund des Unfalls wurde die Auslaufzone asphaltiert und die Bodenwellen entfernt. Am Tag vor seinem Tod hatte er sich im Fahrerlager eine Verletzung an der rechten Hand zugezogen, sich nach einem Sondertraining aber für einen Start im Rennen entschieden. Seine Startnummer 99 wurde von den Verantwortlichen der Champ-Car-Serie in Anerkennung seines Talentes und seiner Person zurückgezogen; in der konkurrierenden IndyCar Series wurde die Nummer seitdem nur einmal verwendet: 2003 in Indianapolis, ausgerechnet für ein von Richie Hearn gefahrenes Auto.

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