Gregor Erhart

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Gregor Erhart: Madonna in St. Ulrich und Afra in Augsburg
Schutzmantelmadonna in der Wallfahrtskirche Frauenstein
Heiliger Nikolaus mit zwei Diakonen, 1501, Bayerisches Nationalmuseum

Gregor Erhart (* 1470 in Ulm; † 1540 in Augsburg) war Bildschnitzer am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance. Er ist ein Sohn von Michel Erhart, Bruder von Bernhard Erhart, Vater von Paul Erhart und wird der Ulmer Schule zugeordnet.

Leben[Bearbeiten]

Anfangs arbeitete er bei seinem Vater in der Werkstatt mit, wanderte dann aber bereits 1494 in die benachbarte Freie Reichsstadt Augsburg ab. Man vermutet, dass er dort einen Auftrag für das Kloster und die Kirche St. Moritz erhalten hat. Er lebte im Hause seines Schwagers Adolf Daucher, der als „Kistler“ (Kunstschreiner) arbeitete.

1496 erhielt er das Meisterrecht. Er wird wenig später von einem Chronisten als „Ingeniosus magister“ bezeichnet. 1531 übergab Gregor Erhart seine gut florierende Augsburger Werkstatt an den Sohn Paul Erhart. Neun Jahre später starb er im Alter von 70 Jahren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Die Figuren des Hochaltars im Kloster Blaubeuren wurden verschiedentlich Gregor Erhart zugeschrieben, gelten heute aber als Werk seines Vaters Michel Erhart und seiner Werkstatt. Eine Beteiligung Gregor Erharts an einigen Figuren des Altars ist aber durchaus möglich.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Maier-Lörcher, Meisterwerke Ulmer Kunst, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-8004-2, S. 112-113

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gregor Erhart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien