Gregoria Maximiliane von Österreich

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Jakob de Monte – Erzherzogin Gregoria Maximiliane (1581–1597) im Alter von 11 bis 12 Jahren in ganzer Figur, um 1592, Kunsthistorisches Museum, Wien

Gregoria Maximiliana von Österreich (* 22. März 1581 in Graz; † 20. September 1597 ebenda) aus dem Haus der Habsburger war eine Erzherzogin von Österreich.

Leben[Bearbeiten]

Gregoria Maximiliana war eine Tochter des Erzherzogs Karl II. von Österreich-Steiermark (1540–1590) aus dessen Ehe mit Maria Anna (1551–1608), Tochter des bayrischen Herzogs Albrecht V. Paten der Prinzessin waren Papst Gregor XIII. und ihre bayerische Tante Maximiliana.[1] Gregoria galt als fromm und hatte von den Kindern die engste Beziehung zu ihrer Mutter.

Bei Gregoria Maximiliana und ihren Schwestern soll die berühmte Habsburger Unterlippe wieder deutlich zum Vorschein gekommen sein, [2] zudem verunzierte Gregoria eine verwachsene Schulter und ein vernarbtes Gesicht.[3]

Im Jahr 1596 erschien der Admiral von Aragonien in Graz und ließ sich die Porträts Gregorias und ihrer Schwestern Eleonore und Margarete aushändigen. Gregoria Maximiliane wurde mit dem nachmaligen spanischen König Philipp III. verlobt.[4] Zwar hatte sich Philipp bei den Porträts für Margarete entschieden, doch bestimmte sein Vater die ältere Gregoria zur Braut.[5]

Am 17. September 1597 ritt der spanische Brautwerber in Graz ein. Gregoria war zu diesem Zeitpunkt schwer erkrankt und sie verglich ihr Leid mit den Kriegsgefangenen des türkischen Sultans.[6] Drei Tage später starb sie erst 16-jährig und wurde in der Basilika der Abtei Seckau bestattet.[7] Ihre Schwester Margarete heiratete Gregorias Bräutigam Philipp 1599.

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Emanuel von Hurter: Bild einer christlichen Fürstin Maria Erzherzogin zu Österreich, Herzogin von Bayern, Hurter, 1860, S. 171 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg Haubenreich: Genealogia, 1598, S. 80 Digitalisat.
  2. Deutsche Gesellschaft für Rassenhygiene: Archiv für Rassen- und Gesellschafts-Biologie, einschliesslich Rassen- und Gesellschafts-Hygiene, Band 8, S. 779 Digitalisat.
  3. Brigitte Hamann: Die Habsburger: ein biographisches Lexikon, Piper, 1988, S. 278.
  4. Societatea Academică Română: Acta historica, Band 3, Societatea Academică Română, 1959, S. 162.
  5. Karl Acham: Kunst und Geisteswissenschaften aus Graz, Band 2, Böhlau Verlag Wien, 2009, S. 88.
  6. Alexander Randa: Pro Republica Christiana, Band 3, Rumänische Akademische Gesellschaft, 1964, S. 166.
  7. Quirin Ritter von Leitner: Die Schatzkammer des Allerhöchsten kaiserhauses, Druck von A. Holzhausen, 1882, S. 145.