Gregorio Allegri

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Gregorio Allegri (* 1582 in Rom; † 17. Februar 1652 ebenda) war ein italienischer Priester, Komponist und Tenorsänger.

Gregorio Allegri

Leben[Bearbeiten]

Seit 1591 war Gregorio Allegri Chorknabe an San Luigi dei Francesi und wie sein Bruder Domenico Allegri (1585–1629) Schüler des Giovanni Maria Nanino. Nach seiner Priesterweihe war er von 1607 bis 1621 Kapellmeister am Dom zu Fermo. Von 1629 bis zu seinem Tode war er Sänger der päpstlichen Kapelle in den Diensten von Papst Urban VIII.

Seine wohl berühmteste Komposition ist das neunstimmige Miserere, das im Laufe der Jahre viele zusätzliche Einflüsse und Veränderungen erfuhr. Das Stück wurde bis 1870 jedes Jahr in der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle aufgeführt und durfte nicht kopiert werden. Bei einem Besuch dort im Jahr 1770 hörte Wolfgang Amadeus Mozart das Musikstück und schrieb es später aus dem Gedächtnis nieder. Eine erste Veröffentlichung des Werkes aus dem Jahr 1771 stammt von Charles Burney. Ihm und Mozart ist es wohl zu verdanken, dass das Stück nicht für immer verlorenging. Das Miserere beeindruckte auch Johann Wolfgang von Goethe und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • Concertini, 2–5-stimmig mit Basso continuo, libro I, Rom 1618, verschollen
  • Concertini, 2–5-stimmig mit Basso continuo, libro II, Rom 1619
  • Sammlung Motecta, 2–6-stimmig, Rom 1621
  • Sinfonia a 4, in Musurgia universalis von Athanasius Kircher, Rom 1650
  • Il salmo Miserere mei Deus, 9-stimmig
  • Missa Che fa oggi il mio sole, 8-stimmig
  • Missa Christus resurgens, 8-stimmig
  • Missa In lectulo meo, 8-stimmig
  • Missa Salvatorem exspectamus, 6-stimmig
  • Missa Vidi turbam magnam, 6-stimmig
  • 2 Lamentationes Jeremiae prophetae, um 1640; 1651
  • Te Deum, 8-stimmig
  • Laudate regem, 8-stimmig
  • mehr als 20 weitere einzelne Motetten

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin Helfricht: Gregorio Allegri. Biographie, Werkverzeichnis, Edition und Untersuchungen zu den geringstimmig-konzertierenden Motetten mit Basso continuo. Schneider, Tutzing 2004. ISBN 978-3-7952-1171-4

Weblinks[Bearbeiten]