Gregory Breit

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Gregory Breit.

Gregory Breit (* 14. Juli 1899 in Mykolajiw, Ukraine; † 11. September 1981 in Salem (Oregon)) war ein US-amerikanischer Physiker, der sich mit Kernphysik beschäftigte.

Breit studierte an der Johns Hopkins University (Bachelor 1920), wo er 1921 promovierte. 1921/22 war er als National Research Fellow an der Universität Leiden (bei Paul Ehrenfest) und danach an der Harvard University. 1923 wurde er Assistant Professor an der University of Minnesota und war von 1924 bis 1929 an der Carnegie Institution in Washington, D.C. in der Abteilung Erdmagnetismus. 1928 war er an der ETH Zürich. 1929 wurde er Professor an der New York University, 1934 an der University of Wisconsin-Madison und 1947 an der Yale University (ab 1958 als Donner Professor of Physics). Ab 1968 war er Professor an der State University of New York at Buffalo, wo er 1974 emeritierte.

1935/36 war er am Institute for Advanced Study. 1940/41 war er am Naval Ordnance Laboratory der US-Navy. Im Zweiten Weltkrieg war er im Manhattan Project, wobei ihn Arthur Holly Compton zunächst als Leiter ausgesucht hatte. Breit gab diese Position aber 1942 auf, sein Nachfolger wurde Robert Oppenheimer. Er war am Metallurgical Laboratory in Chicago als Koordinator des Projekts Schnelle Neutronen und 1943 bis 1945 Chefphysiker am Aberdeen Proving Ground, dem Ballistiklabor der US Armee.

Seit 1939 war er Mitglied der National Academy of Sciences. 1964 erhielt er die Franklin Medal und 1967 die National Medal of Science. 1969 erhielt er den Tom-W.-Bonner-Preis für Kernphysik.

1927 bis 1929, 1939 bis 1941, 1954 bis 1956 und 1961 bis 1963 war er Associate Editor von Physical Review.

In den 1930er Jahren arbeitete er unter anderem mit Eugene Wigner über Resonanzen. Die Breit-Wigner-Formel ist nach beiden benannt (Breit, Wigner Capture of Slow Neutrons, Physical Review Bd.49, 1936, S.519).

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