Greifenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen von Greifenburg
Greifenburg (Österreich)
DEC
Greifenburg
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 79,27 km²
Koordinaten 46° 45′ N, 13° 11′ O46.75048888888913.179791666667644Koordinaten: 46° 45′ 2″ N, 13° 10′ 47″ O
Höhe 644 m ü. A.
Einwohner 1863 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 24 Einwohner je km²
Postleitzahl 9761
Vorwahlen 0 47 12
Gemeindekennziffer 2 06 09
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Nr. 240, 9761 Greifenburg
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Franz Mandl (BZÖ)
Gemeinderat (2009)
(15 Mitglieder)
7 BZÖ, 5 ÖVP, 2 SPÖ,
1 BLG
Blick auf Greifenburg
Blick auf Greifenburg

Greifenburg ist eine Marktgemeinde im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Greifenburg liegt im Talbecken des Oberen Drautals zwischen der Kreuzeckgruppe im Norden und den Gailtaler Alpen im Süden.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Bruggen, Greifenburg und Kerschbaum gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften:

  • Amberg (52)
  • Amlach (47)
  • Bruggen (75)
  • Eben (8)
  • Egg (5)
  • Gnoppnitz (70)
  • Greifenburg (1.124)
  • Gries (96)
  • Hauzendorf (93)
  • Kalch (5)
  • Kerschbaum (71)
  • Kreuzberg (6)
  • Pobersach (73)
  • Rasdorf (19)
  • Tröbelsberg (25)
  • Waisach(117)
  • Wassertheuer (14)
  • Weneberg (10)

[Bearbeiten] Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Greifenburg 1.911 Einwohner, davon sind 91,7 % österreichische Staatsbürger, 4,0 % kommen aus Kroatien und 1,9 % aus Bosnien-Herzegowina. 86,7 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 7,2 % zur evangelischen Kirche und 1,9 % zum Islam, 3,1 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Raum Greifenburg war schon in der Zeit der Römer besiedelt, was durch Funde belegt ist. Auf dem heutigen Gemeindegebiet befand sich vermutlich die römische Straßenstation Bilachium. Aus dem Itinerarium Antonini fehlen die Angaben für das Drautal (von Innichen/Littamum bis Villach/Santicum), doch lassen die Entfernungsangaben für die von Aquileia nach Norden, in die Alpen führende Via Iulia Augusta, mit dem Verlauf Aquileia - Tricesimum - Iulio Carnico(Zuglio) - Larice(St.Daniel/Weidenburg) - Bilachium (Radlach), dies annehmen. Gleichzeitig war es die Kopfstation für den Römerwege vom Kreuzbergsattel.

Der Ort wurde erstmals 1166 urkundlich erwähnt, als die Herren von Greifenburg als Zeugen für den Salzburger Erzbischof fungieren. 1267 wurde Greifenburg als Markt erwähnt, wobei eine frühere Anlage des Marktes an der Kreuzung zwischen Drautal- und Kreuzbergstraße unter dem Kärntner Herzog Bernhard von Spanheim um 1210 nicht ausgeschlossen wird. Die Bürgerschaft gewann vor allem durch den wachsenden Handel im späten 14. Jahrhundert an Bedeutung.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Schloss Greifenburg
  • Pfarrkirche Greifenburg´
  • Pfarrkirche Waisach

[Bearbeiten] Museen

  • Bergbauernmuseum in Gnoppnitz

[Bearbeiten] Sport

Landeplatz Greifenburg
  • Gleitschirm- und Drachenfliegen auf der Emberger Alm: In den letzten Jahren wurde Greifenburg zu einem wichtigen Austragungsort für Wettbewerbe in beiden Sportarten, bei allen Piloten ist Greifenburg als Fliegereldorado bekannt.
  • Im Jahr 2004 fanden hier die Drachenflug-Weltmeisterschaften (FAI 1) der Damen, der Starrflügler (FAI 5) sowie für Swift-Geräte (FAI 2) statt

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat von Greifenburg hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Franz Mandl (BZÖ).

[Bearbeiten] Wappen

Dem Markt Greifenburg wurde am 20. Oktober 1593 durch Erzherzog Maximilian das Recht zur Führung eines Wappens verliehen, das in einem größeren und einem kleineren Siegel unverändert bis ins 19. Jahrhundert verwendet wurde. Das Wappen wurde der Marktgemeinde 1971 neuerlich bescheinigt. Die heraldische Beschreibung des Wappens lautet:

„In einem rot-weiß-roten Bindenschild ein aufgerichteter, rot bezungter, goldener Greif mit zurückgeschlagenem Schwanz.“[1]

Das Fabeltier Greif wird mit dem Körper eines Löwen, dem Kopf, den Flügeln und den Krallen eines Adlers dargestellt. Mit dem österreichischen Bindenschild sollte wohl die Herrschaft der Habsburger über den Markt zum Ausdruck gebracht werden.

Die Fahne ist Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Denkmal für Petrus Funder
  • Peter Funder, (1820–1886), Fürstbischof der Diözese Gurk 1881 bis 1886, wurde in Bruggen geboren
  • Baldur Preiml (* 1939 in Bruggen), Skispringer, Trainer und „Vater“ des österreichischen Skisprungwunderteams der 1970er Jahre, ehemaliger Lehrer am Schigymnasium in Stams, ehemaliger Leiter der Sportabteilung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Sport, Autor

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen, S. 124. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1

[Bearbeiten] Weblinks


Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen