Gremberghoven

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Wappen von Köln
Gremberghoven
Stadtteil 704 von Köln
Abgrenzung Stadtteil Gremberghoven in Porz
Koordinaten 50° 53′ 57″ N, 7° 3′ 21″ O50.8991666666677.0558333333333Koordinaten: 50° 53′ 57″ N, 7° 3′ 21″ O
Fläche 6 km²
Einwohner 2986 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 498 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 51149
Vorwahl 02203
Stadtbezirk Porz (7)
Verkehrsanbindung
Autobahn A559
Bundesstraße B8
DB-Anschluss Köln Frankfurter Str.
Köln Airport-Businesspark S 12 S 13
Buslinien 151 152
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2013
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Gremberghoven ist ein rechtsrheinischer Stadtteil im Südosten von Köln, im Stadtbezirk Porz. Der Name Gremberghoven wird seit 1922 benutzt und setzt sich aus den Namen der Kölner Stadtteile Gremberg und Westhoven zusammen.

Lage[Bearbeiten]

Gremberghoven grenzt im Osten an Rath/Heumar und an Eil, im Südosten an Finkenberg, im Süden an Porz, im Westen an Ensen und Westhoven und im Norden an Humboldt/Gremberg und Ostheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Gremberghoven verdankt seine Entstehung dem gleichnamigen Güterbahnhof, der schon 1913 geplant aber wegen des Ersten Weltkrieges erst 1917 gebaut wurde. Schon 1921 wurde hier ein Haltepunkt errichtet und die nahe Eisenbahnsiedlung Kolonie bezeichnet. Der Gemeinderat Porz entschied sich im Januar 1922 diese neue Wohnsiedlung Ensen-Ost zu benennen. Hingegen veröffentlichte das Porz-Urbacher Volksblatt eine Mitteilung des Porzer Rektors Carl Breuer. Danach hätte sich bei den Bewohnern der Eisenbahnsiedlung die Bezeichnung Gremberghoven durchgesetzt. Am 2. Mai 1922 erschien in einer Zeitung der Name Mietergenossenschaft Gremberghoven. Der Regierungspräsident in Köln genehmigte den neuen Namen, nachdem auch der Reichsinnenminister Adolf Köster zugestimmt hatte. Seit 1929 gehörte Gremberghoven zur Großgemeinde Porz, die im Jahre 1951 als Porz am Rhein die Stadtrechte erhielt. Seit Porz im Zuge der Gebietsreform von 1975 in die Stadt Köln eingemeindet wurde, ist Gremberghoven ein eigenständiger Stadtteil Kölns.

Eisenbahnsiedlung[Bearbeiten]

Eisenbahnsiedlung, Hohenstaufenstraße

Gremberghoven ist eine Eisenbahnsiedlung, die nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Rangierbahnhof Gremberg entstand. Die Siedlungshäuser mit großen Gärten zur Selbstversorgung bilden noch heute den Kern Gremberghovens. Die mehrgeschossigen Wohnblocks und Reihenhäuser gelten heute vorwiegend als einfache Wohnlage.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesautobahn 559 passiert den Siedlungskern nördlich. An der Anschlussstelle Köln-Porz-Gremberghoven ist sie mit der Bundesstraße 8 (Frankfurter Straße) verknüpft, die aber wegen der parallelen Autobahnen 3 und 59 hier keine überregionale Bedeutung mehr hat.

Der in der Nähe des Ortskerns an der Rather Straße gelegene Bahnhof Porz-Gremberghoven an der Siegstrecke wurde im Jahre 2004 geschlossen. Stattdessen entstanden gleich drei neue Stationen:

  • Der Bahnhof Köln Airport-Businesspark liegt nordwestlich des Ortskerns, wo zwischen der Bahnstrecke, der Frankfurter Straße und den Autobahnen 4 und 559 seit Ende der 1980er-Jahre ein gleichnamiges Gewerbegebiet entsteht. Der Name verweist auf den nahe gelegenen Flughafen Köln/Bonn, der jedoch einen eigenen Bahnhof hat.
S-Bahnhof Frankfurter Straße

An den Bahnhöfen Airport-Businesspark und Steinstraße hält die S 12. Am Bahnhof Frankfurter Straße halten die Flughafen-S-Bahn (S 13) und die Oberbergische Bahn (RB 25). Alle diese Linien werden von der DB Regio NRW betrieben; die beiden S-Bahnlinien sind Bestandteil der S-Bahn Rhein-Ruhr.

Im Busverkehr wird Gremberghoven von den Linien 151, 152 und 154 der Kölner Verkehrs-Betriebe erschlossen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

ABC -Tower, Wahrzeichen des Airport-Business-Park

Im Stadtteil befindet sich das Industriegebiet Airport Businesspark mit einer Fläche von ca. 31 Hektar.

Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Friedrich-List-Gemeinschaftsgrundschule
  • Abfall-Center August-Horch-Straße der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln

Kirchen[Bearbeiten]

  • Als Besonderheit des Stadtteils ist zu erwähnen, dass die Serbisch-Orthodoxe-Kirchengemeinde Köln hier mit der Kirche Zur Erhöhung des kostbaren Kreuzes am Frankenplatz ihr Zentrum hat. Die Kirche steht allen orthodoxen Gläubigen zur Verfügung, Gottesdienst und Liturgie werden in mehreren Sprachen gefeiert. Vormals diente das Gotteshaus den katholischen Gläubigen, ist jedoch 2004 vom Erzbistum Köln verkauft worden.
  • Die Katholische Kirche Heilig Geist bestand von 1925 bis zu ihrem Verkauf an die Serbisch-Orthodoxe Kirche im Jahre 2004. Sie war jahrzehntelang eigenständige Pfarre und seit den 1990er-Jahren Filialkirche der Katholischen Kirchengemeinde St. Maximilian Kolbe.
  • Evangelische Christen besuchen die Matthäuskirche. Die Kirche wird gemeinsam mit der Hoffnungskirche in Finkenberg von einem Geistlichen betreut.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt den ESV Gremberghoven 1928 e. V. mit fünf Sportarten. St. Hubertus Schützenbruderschaft Gremberghoven 1924 e.V.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Köln-Mülheim 1925
  • Knut Stegmann, Philippe von Glisczynski: Die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven. In: Denkmalpflege im Rheinland. 2004, Heft 4, S. 177–183. Artikel als PDF (PDF: 1,14 MB)
  • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Emons, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köln-Gremberghoven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien