Grenze zwischen Italien und der Schweiz

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Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz umfasst mehrheitlich Landgrenzen. Im Lago Maggiore und im Luganersee verläuft die Landesgrenze auch durch Seen.

Grundlagen[Bearbeiten]

Schweizer Grenzen bestehen mit der Französischen Republik, der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein. Die längste Staatsgrenze der Schweiz ist mit 744 Kilometer die zur Republik Italien; die internationalen Grenzen der Schweizer Eidgenossenschaft haben eine Gesamtlänge von 1899 km.[1]

Italien hat Grenzen mit der Schweizer Eidgenossenschaft, der Republik Österreich, der Republik Frankreich und der Republik Slowenien; ausserdem mit den Enklaven San Marino (Norditalien) und der Vatikanstadt (Rom). Das Dorf Campione d’Italia ist eine italienische Exklave im Schweizer Kanton Tessin.

Nahe dem Reschenpass liegt eines der 48 europäischen Dreiländerecke (Italien/Österreich/Schweiz).

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Italiens
Hauptartikel: Geschichte der Schweiz

Die Grenze verlängerte sich 1919 durch den Vertrag von Saint-Germain, mit dem Südtirol zu Italien kam.

Die Grenzziehung am Matterhorn wird derzeit wegen der Gletscherschmelze überarbeitet.[2] [3]

Verlauf[Bearbeiten]

Luganersee (Regione Lombardia/Kanton Tessin)

Die Grenze verläuft grob gesehen von Südwest nach Nordost. Grenzanrainer sind folgende Entitäten (von Nord nach Süd):

Italien[Bearbeiten]

  • autonome Region Valle d'Aosta (dt. Aostatal, frz. Vallée d'Aoste): nördlich Kanton Wallis (Schweiz), westlich Rhône-Alpes (Frankreich), südlich und östlich Region Piemont (Italien; Provinzen Turin, Biella und Vercelli)

Schweiz[Bearbeiten]

Blick von Clivio (Provinz Varese) in Italien auf die Grenze zur Schweiz

Kantone und Bezirke an der italienisch-schweizerischen Grenze sind:

Abkommen, Notenwechsel, Protokolle und Verträge[Bearbeiten]

Der Grenzverlauf wurde auch in der jüngeren Geschichte mehrfach geändert. Diesbezüglich wurden verschiedene Abkommen, Notenwechsel, Protokolle und Verträge geschlossen. Vertragspartner waren nicht nur die Republik Italien und die Schweizer Eidgenossenschaft sondern auch Entitäten, die in einem dieser Staatsgebilde aufgegangen sind. Wichtige Abkommen zum Grenzverlauf sind:

  • Die Grenzen bei Monicello di Finardo und Punta di Polà sind unter anderem im Vertrag von Varese («Reglement und Beschreibung der Grenzen zwischen der schweizerischen Landvogtei Locarno und dem Staate Mailand») vom 22. Juni 1754 geregelt.
  • Der Grenzverlauf für den Bereich Costa di Sella zwischen der Schweizerischen Gemeinde Muggio und der italienischen Gemeinde San Fedele wurde erstmals im Abkommen («Reglement und Beschreibung der Grenzen des Staates Mailand und der schweizerischen Landvogtei Mendrisio») vom 22. Oktober 1755 festgelegt.
  • Abkommen vom 27. August 1863 (BS 11 74. SR)
  • Berner Vereinbarung vom 31. Dezember 1873 (BS 11 83, SR 0.132.454.1)[4]
  • Protokoll vom 27. August 1874
  • Notenwechsel vom 10. Dezember 1936/5. August 1937 über die Festlegung der schweizerisch-italienischen Grenze zwischen Piz Lad und Run Do oder Cima Garibaldi (SR 0.132.454.1 / AS 1969 1308)[5]
  • Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Italien über die Festlegung der italienisch-schweizerischen Grenze vom 24. Juli 1941.[6]
  • Bezüglich des Grenzabschnittes Run DoMont Dolent und Cima Garibaldi – Mont Dolent wurden mehrere Abkommen geschlossen, zuletzt das Abkommen von 1941.

Pässe[Bearbeiten]

Forcola di Livigno

(unvollständig)
Alpenpässe zwischen Italien und der Schweiz sind:

Berge[Bearbeiten]

Der Mont Brulé vom Punta Kurz gesehen

(unvollständig)

Seen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angaben zu den Landesgrenzen auf der Website des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo, abgerufen am 3. Juni 2014
  2. Melting glaciers force Italy, Swiss to redraw border, Cable News Network, 25. März 2009.
  3. Melting snow prompts border change between Switzerland and Italy, The Independent, 24. März 2009.
  4. [1]
  5. [2]
  6. www.admin.ch