Grenzschutz (Israel)

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Korpsabzeichen
Grenzpolizisten in Jerusalem

Der israelische Grenzschutz (hebräisch ‏משמר הגבולMischmar HaGvul, Akronym der offiziellen hebr. Bezeichnung: Magav, hebräisch ‏מג״ב‎) ist ein militärisch organisierter Wachkörper des Staates Israel. Ursprünglich als Gendarmerie und Gliederung der Armee gegründet, untersteht der Grenzschutz heute der zivilen Polizei. Zu den Hauptaufgaben gehören der Schutz der Grenzen, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, besonders in Jerusalem und Judäa und Samarien, sowie die Terrorismusbekämpfung. Daneben dient der Grenzschutz auch als Assistenztruppe der regulären Armee.

Zum Zwecke der Terrorismusbekämpfung unterhält der Grenzschutz vier Spezialeinheiten: JAMAM (Antiterrorkampf mit sehr hohem Gefährdungsgrad), JAMAS (verdeckte Terrorismusbekämpfung), JAMAG (taktische Verbrechensbekämpfungs- und schnelle Eingreiftruppe) und MATILAN (nachrichtendienstliche Infiltrations- und Abwehreinheit).

Einsatzprofil[Bearbeiten]

Der israelische Grenzschutz nimmt ein weites Einsatzspektrum wahr. Primäres Ziel war stets der Schutz der Grenzen, wobei sich dies heutzutage im Wesentlichen auf das Gebiet um Jerusalem und die Grenze zu den Palästinensischen Autonomiegebieten fokussiert. Diese Aufgabe hat sich aus der ursprünglichen Funktion als Gendarmerie im Rahmen der regulären Armee heraus entwickelt. Noch heute dient der Grenzschutz als reguläre Polizei in ländlichen Gebieten und in Judäa und Samarien.

Wichtigster Einsatzzweck ist heute die Terrorismusbekämpfung. Alle Grenzpolizisten erhalten ein reguläre Grundausbildung als Infanteristen und nehmen im Anschluss an speziellen Anti-Terror und Crowd and Riot Control-Schulungen teil.

Personal[Bearbeiten]

Der Grenzschutz besteht sowohl aus professionellen Polizisten, als auch aus wehrpflichtigen Soldaten, die ihren Armeedienst beim Grenzschutz absolvieren. Drittes Standbein sind freiwillige Grenzpolizisten, die sich freiwillig zum Dienst verpflichten und ein gewisses Pensum an Stunden pro Woche absolvieren.

Uniformen, Waffen und Gerät[Bearbeiten]

Das normale Erscheinungsbild der Grenzpolizisten ähnelt dem von Armeeinfanteristen. Am Barett ist ein metallenes Korpsabzeichen der Polizei angebracht. Im Unterschied zur Armee tragen Grenzpolizisten ein Korpsabzeichen am Oberarm der Felduniform. Standardmäßig sind Feldpolizisten des Grenzschutzes mit grau-grünem Kampfanzug, schwarzen Einsatzstiefeln und dunkelgrünem Barett ausgestattet. Im Streifendienst eine ballistische Weste und ein Tragesysteme.

Ordonnanzwaffe für Grenzpolizisten sind das Sturmgewehr M16 oder der modernere Karabiner M4. Für den Ordnungsdienst sind sie mit Tonfa-Schlagstöcken ausgerüstet.

Bei Einsätzen mit erhöhter Gefährdungsstufe tragen Grenzpolizisten ballistische Helme, im Gefecht auch mit Mitznefet. Spezialeinheiten tragen wahlweise Schwarzzeug, zivile Kleidung oder diverse Tarnmuster. Sie sind mit einer Reihe von unterschiedlichen Waffen und Gerät für Spezialsituationen ausgerüstet, u.a. der CAR 15 Colt Commando, der IMI Galil und diversen Scharfschützengewehren.

Fuhrpark[Bearbeiten]

Meistverwendetes Fahrzeug ist der AIL Storm, eine militärische gepanzerte Variante des Jeep Wrangler, aus israelischer Lizenzproduktion. Sie sollen in naher Zukunft durch Plasan Sand Cat ersetzt werden.

Im Verbund mit regulären Armeeeinheiten kommen auch eine Reihe von Armeefahrzeugen und Hubschrauber zum Einsatz.

Siehe auch[Bearbeiten]