Gret Loewensberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Margaretha „Gret“ Loewensberg (* 1943 in Zürich) ist eine Schweizer Architektin. Sie ist auch bekannt als Partnerin und heutige Ehefrau des ehemaligen Bundesrates Moritz Leuenberger.[1]

Studentensiedlung Netzwerk

Leben[Bearbeiten]

Gret Loewensberg lernte 1974 Moritz Leuenberger kennen, beide damals Mitglied des Zürcher Gemeinderates. 1975 wurde ihr gemeinsamer Sohn Manuel geboren. Loewensberg ist Vorstandsmitglied des Vereins Theaterhaus Gessnerallee in Zürich.

Politik[Bearbeiten]

Die Architektin legt grossen Wert auf Selbständigkeit und meidet die Öffentlichkeit. Dennoch war sie bei Staatsbesuchen und Auslandsreisen ihres Gatten präsent, zum Beispiel am 28. Juni 2001 beim Besuch von Václav Havel oder am 28.–30. März 2001 beim Besuch von Kofi Annan. Im Jahr 2003 kandidierte sie für den Zürcher Kantonsrat.

Architektur[Bearbeiten]

Gret Loewensberg hat an der ETH Zürich Architektur studiert und ist Mitglied des SIA. Einen Namen geschaffen hat sich Loewensberg als Architektin mit Wohnbauten wie der Studentensiedlung Netzwerk an der Bülachstrasse in Zürich zusammen mit Alfred Pfister. Der Aufbau der Siedlung erinnert an ein Gitter oder Netz, die Höfe in den „Maschen“ sind im Sommer beliebte Begegnungsräume. Durch den niedrigen Aufbau mit nur drei Geschossen und der vertikalen Aufteilung der Wohnungen wirkt der Bau wie eine Einfamilienhaussiedlung. Trotzdem ist die Wohndichte hoch, auf dem überschaubaren Areal konnten 250 Zimmer gebaut werden. Die Infrastruktur ist sehr gut, Netzwerk bedeutet auch ein eigenes Computernetzwerk, Fernsehkanäle aus aller Welt, Partyräume und eine integrierte Kinderkrippe.

Ebenfalls mit Alfred Pfister wurde die Wohnüberbauung „Melchrüti“ in Wallisellen realisiert. Daneben wurde Loewensberg in verschiedene Jurys berufen, so etwa beim Neubau des Gemeindehauses in Affoltern am Albis oder bei der Vergabe des Holzpreises Solothurn 04.

Für einigen Wirbel sorgte die Neugestaltung der Büroräume ihres Ehemanns im Bundeshaus. Es ging um die Frage, ob der Bund oder Leuenberger privat für diese Kosten aufzukommen habe.

Viele Projekte wurden aus unterschiedlichen Gründen trotz gewonnenem Wettbewerb nicht realisiert, beispielsweise das Kulturhaus „Laurana“ in Kilchberg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mark Moyses: Melchrüti. Wohnüberbauung mit Kindergarten in Wallisellen 1994–95. Zürich 1999, ISBN 3-7281-2669-1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gelingt dem „verlorenen Sohn“ der Durchbruch? auf 20min.ch v. 20. Juli 2009

Weblinks[Bearbeiten]