Greta Scacchi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Greta Scacchi 2008

Greta Scacchi [ˈgreːta ˈskakːi] (* 18. Februar 1960 in Mailand, Italien) ist eine italienisch-australische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Scacchi wuchs als Tochter einer englischen Tänzerin und eines italienischen Malers zweisprachig auf. Als sie vier Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern, woraufhin sie mit ihrer Mutter und ihren Brüdern nach England zog, wo sie zunächst in London und ab 1966 in Haywards Heath (West Sussex) lebten.[1] Als ihre Mutter 1975 erneut heiratete, zog die Familie mit Scacchis Stiefvater nach Australien;[1] dort arbeitete sie als Cowgirl und Übersetzerin für Italienisch.

Nachdem sie schon als Kind Ballett- und Schauspielunterricht genommen hatte, kehrte sie mit achtzehn Jahren nach London zurück, wo sie 1978 eine Ausbildung am renommierten Bristol Old Vic begann. Anschließend spielte sie kleinere Rollen an verschiedenen Theatern und arbeitete als Model für Werbung.

Ihr Leinwanddebüt hatte sie 1982 in Das zweite Gesicht unter der Regie von Dominik Graf. Im gleichen Jahr folgt ihre erste größere Rolle an der Seite von Julie Christie in Hitze und Staub. 1985 gelang ihr schließlich der Durchbruch mit ihrer Rolle in Coca Cola Kid.

1990 zog es Scacchi nach Los Angeles, da sie auch in Hollywood den Durchbruch schaffen wollte. Ihre erste Rolle in einem Hollywood-Film gab sie in Alan J. Pakulas Aus Mangel an Beweisen. Es folgen weitere Rollen unter anderem in Wolfgang Petersens zweitem Hollywood-Film Tod im Spiegel, in Robert Altmans The Player und in Der Schlangenkuss.

Von 1989 bis 1993 war sie mit dem Schauspieler Vincent D’Onofrio (Full Metal Jacket, Criminal Intent – Verbrechen im Visier (Law & Order: Criminal Intent)) verheiratet. Aus dieser Beziehung stammt ihre Tochter Leila George D'Onofrio, die am 20. März 1992 in Australien geboren wurde.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Bei den Dreharbeiten zu Coca Cola Kid lernte sie den Split Enz-Sänger Tim Finn kennen und war von 1983 bis 1989 mit ihm liiert.
  • Zusammen mit ihrem damaligen Ehemann Vincent D'Onofrio spielte sie das Liebespaar in der Verfilmung des Buches Salz auf unserer Haut.
  • Mit ihrem Cousin Carlo Mantegazza, einem Produzenten, hat Scacchi einen Sohn.
  • Ende 2013 wurde sie mit dem Verdienstorden der Italienischen Republik (in der Kategorie Cavalliere) ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Greta Scacchi in Cannes 1994

Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1984: Elfenbeinturm (The Ebony Tower)
  • 1984: Waterfront (Mini-Serie)
  • 1984: Dame mit den Kamelien (Camille)
  • 1985: Dr. Fischer of Geneva aka The Bomb Party
  • 1998: Macbeth
  • 2001: The Farm (Mini-Serie)
  • 2002: Daniel Deronda
  • 2002: Jeffrey Archer: The Truth
  • 2004: Maigret: L’ombra cinese
  • 2006: Miss Marple: By the Pricking of My Thumbs
  • 2006: Broken Trail, Regie: Walter Hill
  • 2011: Hindenburg, Regie: Philipp Kadelbach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Greta Scacchi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Cally Law, Greta Scacchi: Slight mischief. In: The Sunday Times, 17. August 2008, S. 2. Abgerufen am 22. Juni 2009.