Gribow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gribow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gribow führt kein Wappen
Gribow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gribow hervorgehoben
53.94828813.48993219Koordinaten: 53° 57′ N, 13° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Züssow
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 8,17 km²
Einwohner: 167 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17506
Vorwahl: 038355
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 040
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstraße 6
17495 Züssow
Webpräsenz: amt-zuessow.de
Bürgermeister: Jörg-Hagen Tambach
Lage der Gemeinde Gribow im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Gribow ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Züssow mit Sitz in Züssow verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Gribow liegt etwa 18 Kilometer südwestlich von Wolgast und 6 Kilometer östlich von Gützkow. Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 111. Die Bundesautobahn 20 ist über die Anschlussstelle Gützkow in 9 Kilometern erreichbar.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Gloedenhof
  • Gribow

Geschichte[Bearbeiten]

Gutshaus Gribow

Gribow

Gribow wurde erst spät um 1523 urkundlich genannt, obwohl es eine slawische Gründung war. Gribow bedeutet grip = Pilz.

Gutsbesitzer waren die von Gloeden und um 1865 die Familie Bunge, sie war es bis 1945.

1865 hatte Gribow 119 Einwohner, 1 Schule, 10 Wohnhäuser und 16 Wirtschaftsgebäude.

Das Gribower Gutshaus wurde 1514 errichtet und nach mehreren Bränden 1888 neu erbaut. Die Klinkerbauweise war eigentlich für dieses Gebiet unüblich. Erwähnenswert ist die große noch gut erhaltene Fachwerkscheune südlich des Gutshauses. Die Wirtschaftsgebäude waren in der Regel Kombinationen aus Feld- und Backsteinen. Zwei größere Landarbeiter-Wohnhäuser ergänzten das Gut.

Östlich des Ortes lag vor 1835 laut Preuß. Urmeßtischblatt eine Wassermühle am Swinow-Bach, die aber schon vor 1880 verschwand. Heute zeugt davon nur noch der Mühlteich.

Seit 1897 verlief die Strecke der Greifswald-Jarmener Kleinbahn (GJK) mit ihrem Abzweig Dargezin - Züssow durch Gut und Ort Gribow. 1945 wurde die Strecke demontiert und als Reparation an die Sowjetunion geliefert. Heut wird der Rest des Bahndammes von Gribow nach Züssow über Ranzin als Rad- und Wanderweg genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Enteignung der Besitzerfamilie Bunge wurde es seit 1951 als Schule, ab 1980 als Lehrlingswohnheim genutzt. Seit 1992 steht das Gutshaus unter Denkmalschutz. Durch die zentrale Lage im Ort ist das Gebäude ortsbildprägend.

Nach dem Leerstand seit dem Jahr 1994 begannen 2002 Sanierungsarbeiten. Im Jahr 2009 wurde im zweiten Bauabschnitt die erste Dachhälfte saniert und neu gedeckt. Der dritte Bauabschnitt sieht vor, dass die andere Dachhälfte saniert sein soll. Heute unterhält der Arbeits- und Strukturförderverein Vorpommern Arbeits- und Verwaltungsräume, ein Café, einen Pferdehof, eine Schaumanufaktur und eine Jagd- und Naturausstellung im Gebäude bzw. in den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden des ehemaligen Gutes.[2][3]

Nach der Bodenreform von 1945 wurde das Gutsareal unter die Neubauern aufgeteilt. Nach der Gründung der eigenen LPG ging dann die Pflanzenproduktion 1977 an die LPG (P) Gützkow; die Tierproduktion ging - bis zur Privatisierung nach der Wende - an die LPG (T) Gützkow. Nach 1990 musste aber ein Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche (ca. 2000 ha) an die privatisierten Betriebe (SAKARAGIS usw.) in Ranzin abgegeben werden. Die Wiecker Landwirtschafts GmbH (privatisierte LPG (P) Gützkow) richtete dann in den modernisierten Anlagen eine Tierproduktionsabteilung, besonders die Putenmast, ein.

Glödenhof

Glödenhof wurde schon 1185 und später als Bubalitz auch Balitz urkundlich genannt. Es war eine slawische Gründung und bedeutete Bohne oder Bauer ohne Land.

Vom 13. Jahrhundert an war eine Familie von Butzow (auch viele andere Schreibungen) bis 1698 im Besitz von Bubalitz/Balitz. Dann erfolgte wegen der Insolvenz die Übergabe an Familie Gloeden.

1814 wurde auf Antrag von Hans Felix Conrad von Gloeden der Ort mit Genehmigung der Regierung in Gloedenhof umbenannt. 1863 übernahm dann Abraham Friedrich Bunge das Gut, er hatte eine von Gloeden zur Frau. Die Bunge´s hatten dann bis 1945 die beiden Güter Gloedenhof und Gribow in Besitz. Glödenhof hatte 1865 70 Einwohner, 6 Wohnhäuser und 6 Wirtschaftsgebäude.

Nach 1945 hatte Glödenhof die gleiche Entwicklung wie Gribow, ist aber seit den 1960er Jahren nur noch eine Wohnsiedlung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Gribow

  • Gutsanlage Gribow, besonders mit den Innenräumen des Gutshauses
  • Landarbeiterhäuser und alte Dorfschule in Gribow
  • Schmiede und Stellmacherei Gribow
  • Gutspark mit Grabstätte der Familien Bunge und Gloeden, Denkmalhügel, Parkmauer und Pavillon
  • Eiche am Straßenabzweig nach Glödenhof

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinde Gribow auf der Amtswebsite
  3. Gut Gribow, Arbeits- und Strukturförderverein Vorpommern e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gribow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien