Gribow
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Greifswald | |
| Amt: | Züssow | |
| Höhe: | 19 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,17 km² | |
| Einwohner: |
169 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 21 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17506 | |
| Vorwahl: | 038355 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VG, ANK, GW, PW, UEM, WLG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 75 040 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Dorfstraße 6 17495 Züssow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jörg-Hagen Tambach | |
| Lage der Gemeinde Gribow im Landkreis Vorpommern-Greifswald | ||
Gribow ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird vom Amt Züssow mit Sitz in Züssow verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Verkehr[Bearbeiten]
Gribow liegt etwa 18 Kilometer südwestlich von Wolgast und 6 Kilometer östlich von Gützkow. Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 111. Die Bundesautobahn 20 ist über die Anschlussstelle Gützkow in 9 Kilometern erreichbar.
Ortsteile[Bearbeiten]
- Gloedenhof
- Gribow
Geschichte[Bearbeiten]
Gribow
Gribow wurde erst spät um 1523 urkundlich genannt, obwohl es eine slawische Gründung war. Gribow bedeutet grip = Pilz.
Gutsbesitzer waren die von Gloeden und um 1865 die Familie Bunge, sie war es bis 1945.
1865 hatte Gribow 119 Einwohner, 1 Schule, 10 Wohnhäuser und 16 Wirtschaftsgebäude.
Das Gribower Gutshaus wurde 1514 errichtet und nach mehreren Bränden 1888 neu erbaut. Die Klinkerbauweise war eigentlich für dieses Gebiet unüblich. Erwähnenswert ist die große noch gut erhaltene Fachwerkscheune südlich des Gutshauses. Die Wirtschaftsgebäude waren in der Regel Kombinationen aus Feld- und Backsteinen. Zwei größere Landarbeiter-Wohnhäuser ergänzten das Gut.
Östlich des Ortes lag vor 1835 laut Preuß. Urmeßtischblatt eine Wassermühle am Swinow-Bach, die aber schon vor 1880 verschwand. Heute zeugt davon nur noch der Mühlteich.
Seit 1897 verlief die Strecke der Greifswald-Jarmener Kleinbahn (GJK) mit ihrem Abzweig Dargezin - Züssow durch Gut und Ort Gribow. 1945 wurde die Strecke demontiert und als Reparation an die Sowjetunion geliefert. Heut wird der Rest des Bahndammes von Gribow nach Züssow über Ranzin als Rad- und Wanderweg genutzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Enteignung der Besitzerfamilie Bunge wurde es seit 1951 als Schule, ab 1980 als Lehrlingswohnheim genutzt. Seit 1992 steht das Gutshaus unter Denkmalschutz. Durch die zentrale Lage im Ort ist das Gebäude ortsbildprägend.
Nach dem Leerstand seit dem Jahr 1994 begannen 2002 Sanierungsarbeiten. Im Jahr 2009 wurde im zweiten Bauabschnitt die erste Dachhälfte saniert und neu gedeckt. Der dritte Bauabschnitt sieht vor, dass die andere Dachhälfte saniert sein soll. Heute unterhält der Arbeits- und Strukturförderverein Vorpommern Arbeits- und Verwaltungsräume, ein Café, einen Pferdehof, eine Schaumanufaktur und eine Jagd- und Naturausstellung im Gebäude bzw. in den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden des ehemaligen Gutes.[2][3]
Nach der Bodenreform von 1945 wurde das Gutsareal unter die Neubauern aufgeteilt. Nach der Gründung der eigenen LPG ging die Landwirtschaft in den 1970er Jahren an die LPG (P) und LPG (T) Gützkow. Nach 1990 mußte aber ein Teil der Nutzfläche an die neuen Betriebe in Ranzin abgegeben werden. Die Wiecker Landwirtschafts GmbH richtete dann ein Tierproduktionsabteilung, besonders Putenmast, ein.
Glödenhof
Glödenhof wurde schon 1185 und später als Bubalitz auch Balitz urkundlich genannt. Es war eine slawische Gründung und bedeutete Bohne oder Bauer ohne Land.
Vom 13. Jahrhundert an war eine Familie von Butzow (auch viele andere Schreibungen) bis 1698 im Besitz von Bubalitz/Balitz. Dann erfolgte wegen der Insolvenz die Übergabe an Familie Gloeden.
1814 wurde auf Antrag von Hans Felix Conrad von Gloeden der Ort mit Genehmigung der Regierung in Gloedenhof umbenannt. 1863 übernahm dann Abraham Friedrich Bunge das Gut, er hatte eine von Gloeden zur Frau. Die Bunge´s hatten dann bis 1945 die beiden Güter Gloedenhof und Gribow in Besitz. Glödenhof hatte 1865 70 Einwohner, 6 Wohnhäuser und 6 Wirtschaftsgebäude.
Nach 1945 hatte Glödenhof die gleiche Entwicklung wie Gribow, ist aber seit den 1960er Jahren nur noch eine Wohnsiedlung.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Gribow
- Gutsanlage Gribow, besonders mit den Innenräumen des Gutshauses
- Landarbeiterhäuser und alte Dorfschule in Gribow
- Schmiede und Stellmacherei Gribow
- Gutspark mit Grabstätte der Familien Bunge und Gloeden, Denkmalhügel, Parkmauer und Pavillon
- Eiche am Straßenabzweig nach Glödenhof
Literatur[Bearbeiten]
- Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen , IV. Teils Band II, Anklam 1868, S. 512 ff., Google bücher.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Gemeinde Gribow auf der Amtswebsite
- ↑ Gut Gribow, Arbeits- und Strukturförderverein Vorpommern e. V.
Weblinks[Bearbeiten]
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