Grießenpass

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Grießenpass
Pass Grießen, Passhöhe, Blick nach Westen

Pass Grießen, Passhöhe, Blick nach Westen

Himmelsrichtung West Ost
Passhöhe 975 m ü. A.
Bezirk Kitzbühel Zell am See
Wasserscheide Fieberbrunner Ache Leoganger Ache
Talorte Fieberbrunn Leogang
Ausbau Hochkönig Straße (B164) / Eisenbahn
Gebirge Kitzbüheler Alpen
Profil
Ø-Steigung 2,8 % (195 m / 7 km) 1,6 % (187 m / 12 km)
Karte
Grießenpass (Österreich)
Grießenpass
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Koordinaten 47° 27′ 29″ N, 12° 38′ 25″ O47.45805555555612.640277777778975Koordinaten: 47° 27′ 29″ N, 12° 38′ 25″ O

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Der Grießenpass oder Pass Grießen ist das Hochtal zwischen den Kitzbüheler Alpen und den Leoganger Steinbergen. Eine weitere aber nicht eindeutige Bezeichnung ist Hochfilzensattel.

Geografie[Bearbeiten]

Der Grießenpass verbindet die Gemeinden Hochfilzen in Tirol und Leogang in Salzburg miteinander, liegt aber zur Gänze auf Salzburger Gebiet. Er erreicht etwa einen Kilometer südöstlich von Hochfilzen seine höchste Stelle mit 975 m ü. A.. Am Scheitel des Talgrundes (Talwasserscheide) liegen der Grießensee und das Grießener Moor, von denen sich die Namen der beiden nächstgelegenen Orte Hochfilzen und Grießen und damit auch die Namen des Passes herleiten, Bairisch „Gries“ steht für Ufersand [1], „Filz“ für Moor.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Seit dem Wiener Kongress bildet der Grießenpass die niedrigste innerösterreichische Verbindung zwischen Tirol und den nordöstlichen Teilen des Staatsgebietes einschließlich Ober- und Niederösterreich.

Über den Sattel führt die Salzburg-Tiroler-Bahn, auch Giselabahn genannt. Parallel dazu verläuft der südlichen Talseite die Hochkönig Straße (B164), auf der nördlichen ein durchgehend asphaltierter Radwanderweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die versumpfte Passhöhe bildete schon frühzeitig die Grenze zwischen Salzburg und Tirol, da beide Länder gegenseitig stark konkurrierten, war diese daher stark befestigt. Im 17. Jahrhundert gehörte der Grießenpass zu den Pässen, mit Hilfe derer man teure Mautgebühren, Zölle oder auch nur lästige Handelsbeschränkungen umgehen konnte. Um dem entgegenzutreten, ließ die Salzburger Seite auf der Passhöhe einen Wächter stationieren. Dank entsprechender Ausbauten entwickelte sich der Weg über den Grießenpass zu einer viel befahrenen Strecke. Besonders rege war der Transport von Welschwein und, im 18. Jahrhundert, auch des beliebten Etschbranntweins. [3]

Die Bahnstrecke wurde 1873– 1875 gebaut.

Kurioses[Bearbeiten]

Auf der Passhöhe steht ein Schild mit der falschen Höhenangabe „1000 m Seehöhe“.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Grimm'sches Wörterbuch, Stichwort „GRIESZ“
  2. Grimm'sches Wörterbuch, Stichwort „FILZ“, 2. Bedeutung
  3. Steffan Bruns: Alpenpässe - vom Saumpfad zum Basistunnel, Bd. 4