Grime

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Musikstil, für die Abenteuerspiel-Engine siehe GrimE. Zur britischen Journalistin und Sängerin siehe Kitty Grime.

Grime (engl. für Schmutz) bezeichnet einen aus Großbritannien stammenden Musikstil, der seine Wurzeln im Hip-Hop und der elektronischen Musik hat, insbesondere dem 2 Step.

Entstanden ist Grime zwischen 2002 und 2004 im Eastend Londons. Die Richtung ist durch ihren rohen, aggressiven, bis düsteren Sound und allerlei Einflüsse aus Drum and Bass, Dubstep, Dancehall und amerikanischem Hip-Hop gekennzeichnet. Außerdem sind starke rhythmische und szenische Parallelen zum Dubstep erkennbar. Besonders geprägt wurde Grime von zwei Mitgliedern der Roll Deep Crew, nämlich Wiley, dessen Single Wot Do U Call It? 2004 ein großer Club-Hit war und Dizzee Rascal, dessen erstes Album Boy in da Corner 2003 mit dem Mercury Music Prize ausgezeichnet wurde.

Der Unterschied zu traditionellem Hip-Hop ist, dass die Aussprache eher dem Londoner oder zumindest in Großbritannien verbreiteten Straßenjargon entspricht („schmutziger ist“) und der den Grundschlag ausdrückende Ton eine verzerrtere Ausprägung hat.

In Deutschland hat sich, besonders in Berlin, in jüngster Zeit eine kleine Grime-Szene entwickelt, die vor allem von der Partyreihe Grime Time gespeist wird. Außerdem fanden im Berliner Club WMF regelmäßig Konzerte mit britischen und Berliner Grime-Musikern statt. Zahlreiche Berliner Bands, wie beispielsweise Jahcoozi, ließen Grime-Elemente in ihren Sound einfließen. Im Frühjahr 2007 veranstaltete Grime Time einen Wettbewerb mit deutschen Rappern aus der Grimeszene, dessen Gewinner Amewu aka Halbgott im Mai 2007 in Berlin auftrat.

Bedeutende Interpreten[Bearbeiten]

Musikbeispiele[Bearbeiten]

  • Wiley – Wot Do U Call It? (Bekanntester Grime-Track)
  • Crazy Titch - "Sing Along"
  • Lethal Bizzle – Pow (Grime-Hymne 2004)
  • Dizzee Rascal – Jus' a Rascal
  • Tinie Tempah – Written in the Stars
  • Tinie Tempah - Pass Out
  • Crew 7 – Give into the Bass
  • Labrinth – Earthquake
  • Lowkey - Who Said I Can't Do Grime

Weblinks[Bearbeiten]