Grissini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grissini
Rohe Grissini auf einem Backblech

Grissini (Sg. Grissino) sind dünne, mürbe Brotstangen aus Hefeteig. Sie sind knapp fingerdick mit einer variablen Länge von etwa 30 Zentimetern oder mehr. Als Appetithäppchen sind Grissini traditioneller Bestandteil der Küche Piemonts, besonders Turins. Erste Erwähnung findet der Begriff Grissino in Bocaccios Decamerone, wo er in Pampineas Erzählung "Novella di frate Alberto" (IV, 2), mit der Speisung der Armen Venedigs am Christtag in Verbindung gebracht wird. Ihr Ursprung ist unklar – es wird das 14. Jahrhundert genannt, einer Legende nach soll sie jedoch der Bäcker Antonio Brunero 1675 für den an Verdauungsproblemen leidenden Vittorio Amedeo II. von Savoyen erfunden haben[1].

Der Teig für Grissini besteht aus Hartweizenmehl, Wasser, Hefe, Olivenöl und Salz, teils noch Malz. Um sie haltbar zu machen, werden Grissini nach dem Backen noch getrocknet, bis die Restfeuchtigkeit verflogen ist. Die traditionellen Grissini torinesi werden von Hand geformt und sind an ihrer typischen verdrehten Form zu erkennen. Die seit dem 18. Jahrhundert maschinell hergestellten sind dagegen in der Regel gleichmäßig rund.

Neben den einfachen Grissini gibt es auch Varianten, die vor dem Backen mit Oregano, Sesam, Kümmel oder anderen Gewürzen bestreut werden.

Heute sind Grissini über das Piemont hinaus in ganz Italien verbreitet und finden sich auf vielen Restauranttischen. Mit der weltweiten Verbreitung italienischer Restaurants wurden sie auch in anderen Ländern bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grissini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Renzo Rossotti: Guida insolita ai misteri, ai segreti, alle leggende e alle curiosità di Torino. Newton Compton Editori, 1998, ISBN 88-8289-054-6