Groß-Bieberau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Groß-Bieberau
Groß-Bieberau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Groß-Bieberau hervorgehoben
49.88.8333333333333182Koordinaten: 49° 48′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 182 m ü. NN
Fläche: 18,27 km²
Einwohner:

4580 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 64398–64401, 64395 (Hippelsbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06162, 06161 (Hippelsbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DA, DIVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 009
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 28–30
64401 Groß-Bieberau
Webpräsenz: www.gross-bieberau.de
Bürgermeister: Edgar Buchwald (SPD)
Lage der Stadt Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild

Groß-Bieberau ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen am Nordrand des Odenwalds.

Im Jahre 787 wurde Groß-Bieberau erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1312 hat Groß-Bieberau Stadtrechte. Im Mittelalter bestand hier eine der 30 Wildhuben des Wildbannes Dreieich, welchem auch die umliegenden Wälder angehörten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Nachbargemeinden und -kreise [Bearbeiten]

Groß-Bieberau grenzt im Norden an die Stadt Reinheim, im Osten an die Gemeinde Brensbach (Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fischbachtal sowie im Westen an die Gemeinde Modautal und die Stadt Ober-Ramstadt.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Ober-Ramstadt Reinheim Reinheim
Modautal Nachbargemeinden Brensbach
Fischbachtal Fischbachtal Brensbach

Stadtgliederung [Bearbeiten]

Neben Groß-Bieberau bestehen folgende Stadtteile:

Geschichte [Bearbeiten]

Wegen der großen Fruchtbarkeit (Lößboden) und des überaus reichlichen Wasservorkommens war die Gemarkung von Groß-Bieberau bereits in der jüngeren Steinzeit von Ackerbauern besiedelt. Dies wird sehr deutlich belegt durch die zahlreichen Keramik- und Schmuckfunde aus dieser Zeit. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes gab es im Jahre 785, die Verleihung des Stadtrechts erfolgte dann ein halbes Jahrtausend später, im Jahre 1312. Groß-Bieberau war von 1312 bis 1479 im Besitz der Grafen von Katzenelnbogen und fiel 1567 der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zu, nachdem die Linie der Grafen von Katzeneinbogen ausgestorben war[2]. Der Dreißigjährige Krieg, den gerade mal zwölf Einwohner überlebten, bedeutete einen herben Rückschlag für die Stadt. Die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ging dann 1806 im Großherzogtum Hessen auf. Groß-Bieberau gehört danach zu den folgenden dokumentierten Verwaltungseinheit[2]:

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbstständige Gemeinde Rodau nach Groß-Bieberau eingegliedert[3].

Ortsname und Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Die folgenden historischen Ortsnamen sind überliefert:[2]

  • Biberahe; Biberae villa (1267)
  • Bibera (1312)
  • Biberauwe (1326)
  • Bybera (1345)
  • Beberaw; Bieberaw (1422)
  • Büberauw; Büberauwe; Großenbibra (1514)
  • Großen Bieberaw (1671)

Dokumentierte Einwohnerzahlen sind[2]:

  • 1829: 1408 Einwohner
  • 1939: 2067 Einwohner
  • 1961: 3113 Einwohner
  • 1970: 3353 Einwohner
Groß-Bieberau: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
1.432  
1840
  
1.614  
1846
  
1.654  
1852
  
1.717  
1858
  
1.530  
1864
  
1.578  
1871
  
1.565  
1875
  
1.582  
1885
  
1.526  
1895
  
1.616  
1905
  
1.763  
1910
  
1.855  
1925
  
1.806  
1939
  
2.067  
1946
  
2.851  
1950
  
2.949  
1956
  
3.053  
1961
  
3.113  
1967
  
3.291  
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834–1967.
Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Politik [Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
35,2 %
28,3 %
22,4 %
8,4 %
5,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+5,5 %p
-3,0 %p
-3,5 %p
+2,3 %p
-1,3 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 35,2 8 29,7 7 33,8 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,3 7 31,3 7 51,8 12
FWG Freie Wählergemeinschaft Groß-Bieberau 22,4 5 25,9 6
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,4 2 6,1 1 5,3 1
FDP Freie Demokratische Partei 5,7 1 7,0 2 9,0 2
Gesamt 100 23 100 23 100 23
Wahlbeteiligung in % 56,2 58,8 67,1

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

Bildung [Bearbeiten]

  • Albert-Einstein-Schule (AES)
    Unter der AES befindet sich ein Schutzraumbauwerk (ehemaliges Hilfskrankenhaus mit 1000 Betten). Die Albert-Einstein-Schule ist eine kooperative (schulformbezogene; früher: additive) Gesamtschule, die in ihren Ursprüngen auf die im Jahre 1900 gegründete Höhere Bürgerschule Groß-Bieberau zurückgeht. Ihre direkte Vorstufe hat sie im Schulzentrum Odenwald, einer gemeinsamen Gründung Groß-Bieberaus und der Schulverbandsgemeinden, die nach der Gebietsreform zum Teil dem Odenwaldkreis zugeordnet wurden.
  • Haslochbergschule (Grundschule)

Sport [Bearbeiten]

Die Großsporthalle Groß-Bieberau während eines Bundesligaspiels der TSG Groß-Bieberau.

Überregional bekannt ist der Sportverein TSG Groß-Bieberau. Die erste Männermannschaft spielt in der 3. Handball-Liga (Süd).

Verkehr [Bearbeiten]

Die einstige Gersprenztalbahn (Reinheim – Reichelsheim) ist stillgelegt. Zwischen Reinheim und Groß-Bieberau findet zurzeit kein Güterverkehr statt. Diese Strecke wird von der Buslinie 693 bedient, die den Anschluss zur Odenwaldbahn (Frankfurt – Darmstadt – Eberbach) herstellt. Außerdem verkehren die Buslinien K55 (Darmstadt – Roßdorf – Reinheim – Niedernhausen), K57 (Reinheim – Niedernhausen  – Neunkirchen - Brandau – Gadernheim), K58 (Groß-Bieberau – Asbach – Ernsthofen) und K 85 (Schnellbus) Darmstadt – Reinheim – Groß-Bieberau – Niedernhausen).

Urlaubsregion [Bearbeiten]

Der Odenwald wird als Urlaubsregion immer beliebter. Groß-Bieberau liegt am nördlichen Rand des Odenwaldes und wird auch als das „Tor zum Odenwald“ bezeichnet. Der nahegelegene Hausberg ist die Neunkircher Höhe in 605 m Höhe. Das weithin sichtbare Schloss Lichtenberg liegt in der Nachbargemeinde Fischbachtal, im Ortsteil Lichtenberg, in 278 m Höhe.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Groß-Bieberau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
  2. a b c d „Groß-Bieberau, Landkreis Darmstadt-Dieburg“,. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 230
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011