Groß-Bieberau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Darmstadt-Dieburg | |
| Höhe: | 182 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,27 km² | |
| Einwohner: |
4580 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 251 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 64398–64401, 64395 (Hippelsbach) | |
| Vorwahlen: | 06162, 06161 (Hippelsbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | DA, DI | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 32 009 | |
| LOCODE: | DE GBI | |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktstraße 28–30 64401 Groß-Bieberau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Edgar Buchwald (SPD) | |
| Lage der Stadt Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg | ||
Groß-Bieberau ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen am Nordrand des Odenwalds.
Im Jahre 787 wurde Groß-Bieberau erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1312 hat Groß-Bieberau Stadtrechte. Im Mittelalter bestand hier eine der 30 Wildhuben des Wildbannes Dreieich, welchem auch die umliegenden Wälder angehörten.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Nachbargemeinden und -kreise [Bearbeiten]
Groß-Bieberau grenzt im Norden an die Stadt Reinheim, im Osten an die Gemeinde Brensbach (Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fischbachtal sowie im Westen an die Gemeinde Modautal und die Stadt Ober-Ramstadt.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
| Ober-Ramstadt | Reinheim | Reinheim |
| Modautal | Brensbach | |
| Fischbachtal | Fischbachtal | Brensbach |
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Neben Groß-Bieberau bestehen folgende Stadtteile:
Geschichte [Bearbeiten]
Wegen der großen Fruchtbarkeit (Lößboden) und des überaus reichlichen Wasservorkommens war die Gemarkung von Groß-Bieberau bereits in der jüngeren Steinzeit von Ackerbauern besiedelt. Dies wird sehr deutlich belegt durch die zahlreichen Keramik- und Schmuckfunde aus dieser Zeit. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes gab es im Jahre 785, die Verleihung des Stadtrechts erfolgte dann ein halbes Jahrtausend später, im Jahre 1312. Groß-Bieberau war von 1312 bis 1479 im Besitz der Grafen von Katzenelnbogen und fiel 1567 der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zu, nachdem die Linie der Grafen von Katzeneinbogen ausgestorben war[2]. Der Dreißigjährige Krieg, den gerade mal zwölf Einwohner überlebten, bedeutete einen herben Rückschlag für die Stadt. Die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ging dann 1806 im Großherzogtum Hessen auf. Groß-Bieberau gehört danach zu den folgenden dokumentierten Verwaltungseinheit[2]:
- bis 1820: Amt Lichtenberg, das ab 1806 zur Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen gehörte.
- 1821 bis 1832: Landratsbezirk Reinheim der Provinz Starkenburg.
- 1832 bis 1848: Kreis Dieburg, mit der Einführung von Kreisen im Großherzogtum Hessen.
- 1848 bis 1852: Regierungsbezirk Dieburg, während der Einteilung der Provinz Starkenburg in Regierungsbezirke.
- 1852 bis 1938: Kreis Dieburg mit der Wiedereinführung von Kreisen in der Provinz Starkenburg.
- 1938 bis 1977: Landkreis Dieburg. Im Zuge der Gebietsreform 1938 werden die drei hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen in Kreise aufgelöst.
- ab 1977: Landkreis Darmstadt-Dieburg, in den der Landkreis Dieburg im Zuge der Gebietsreform in Hessen aufgeht.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbstständige Gemeinde Rodau nach Groß-Bieberau eingegliedert[3].
Ortsname und Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Die folgenden historischen Ortsnamen sind überliefert:[2]
- Biberahe; Biberae villa (1267)
- Bibera (1312)
- Biberauwe (1326)
- Bybera (1345)
- Beberaw; Bieberaw (1422)
- Büberauw; Büberauwe; Großenbibra (1514)
- Großen Bieberaw (1671)
Dokumentierte Einwohnerzahlen sind[2]:
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Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[4]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 35,2 | 8 | 29,7 | 7 | 33,8 | 8 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 28,3 | 7 | 31,3 | 7 | 51,8 | 12 | |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Groß-Bieberau | 22,4 | 5 | 25,9 | 6 | – | – | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 8,4 | 2 | 6,1 | 1 | 5,3 | 1 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 5,7 | 1 | 7,0 | 2 | 9,0 | 2 | |
| Gesamt | 100 | 23 | 100 | 23 | 100 | 23 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 56,2 | 58,8 | 67,1 | |||||
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Montmeyran (Frankreich, Drôme) seit 1972
Bildung [Bearbeiten]
- Albert-Einstein-Schule (AES)
Unter der AES befindet sich ein Schutzraumbauwerk (ehemaliges Hilfskrankenhaus mit 1000 Betten). Die Albert-Einstein-Schule ist eine kooperative (schulformbezogene; früher: additive) Gesamtschule, die in ihren Ursprüngen auf die im Jahre 1900 gegründete Höhere Bürgerschule Groß-Bieberau zurückgeht. Ihre direkte Vorstufe hat sie im Schulzentrum Odenwald, einer gemeinsamen Gründung Groß-Bieberaus und der Schulverbandsgemeinden, die nach der Gebietsreform zum Teil dem Odenwaldkreis zugeordnet wurden. - Haslochbergschule (Grundschule)
Sport [Bearbeiten]
Überregional bekannt ist der Sportverein TSG Groß-Bieberau. Die erste Männermannschaft spielt in der 3. Handball-Liga (Süd).
Verkehr [Bearbeiten]
Die einstige Gersprenztalbahn (Reinheim – Reichelsheim) ist stillgelegt. Zwischen Reinheim und Groß-Bieberau findet zurzeit kein Güterverkehr statt. Diese Strecke wird von der Buslinie 693 bedient, die den Anschluss zur Odenwaldbahn (Frankfurt – Darmstadt – Eberbach) herstellt. Außerdem verkehren die Buslinien K55 (Darmstadt – Roßdorf – Reinheim – Niedernhausen), K57 (Reinheim – Niedernhausen – Neunkirchen - Brandau – Gadernheim), K58 (Groß-Bieberau – Asbach – Ernsthofen) und K 85 (Schnellbus) Darmstadt – Reinheim – Groß-Bieberau – Niedernhausen).
Urlaubsregion [Bearbeiten]
Der Odenwald wird als Urlaubsregion immer beliebter. Groß-Bieberau liegt am nördlichen Rand des Odenwaldes und wird auch als das „Tor zum Odenwald“ bezeichnet. Der nahegelegene Hausberg ist die Neunkircher Höhe in 605 m Höhe. Das weithin sichtbare Schloss Lichtenberg liegt in der Nachbargemeinde Fischbachtal, im Ortsteil Lichtenberg, in 278 m Höhe.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Groß-Bieberau
- Groß-Bierau auf den Webseiten des Landkreises Darmstadt-Dieburg
- „Groß-Bieberau, Landkreis Darmstadt-Dieburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Links zum Thema Groß Bieberau im Open Directory Project
- Literatur von und über Groß-Bieberau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ a b c d „Groß-Bieberau, Landkreis Darmstadt-Dieburg“,. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
- ↑ Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 230
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
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