Großbrembach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sömmerda | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Buttstädt | |
| Höhe: | 178 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,25 km² | |
| Einwohner: |
738 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99610 | |
| Vorwahl: | 036451 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÖM | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 68 016 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Großemsener Weg 5 99628 Buttstädt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rolf Vinup (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Großbrembach im Landkreis Sömmerda | ||
Großbrembach ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Buttstädt an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Buttstädt hat.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Großbrembach liegt im östlichen Teil des Thüringer Beckens zwischen Ettersberg und Finne.
Geschichte [Bearbeiten]
Zu Beginn des 9. Jahrhundert wird Brembach in einem Verzeichnis der von Erzbischof Lullus († 786) von Mainz für das Klosters Hersfeld von Freien verliehenen Güter erstmals urkundlich als Brantbah erwähnt.
1975 wurden bei einer Rettungsgrabung "Über der Lehmgrube" jungsteinzeitliche Erdflachgräber sowie 10 Gräber mit Steinschutz freigelegt. Beide Grabgruppen sind durch 15 Jahrhunderte zeitlich getrennt angelegt worden. Es wurden auch noch Spuren von Wagenrädern gesichtet, die wahrscheinlich aus der Bronzezeit stammen.[2]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl:
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Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat aus Großbrembach setzt sich aus 8 Gemeinderatsmitgliedern zusammen.
- CDU 5 Sitze
- FWG 3 Sitze
(Stand: Kommunalwahl 7. Juni 2009)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Der ehrenamtliche Bürgermeister Rolf Vinup wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen ist wellenförmig geteilt von Blau und Silber, und zweigt oben einen silbernen Fisch, und unten eine grüne Weintraube mit zwei Blättern.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Der Stausee Großbrembach wurde als landwirtschaftlicher Wasserspeicher und Hochwasser-Rückhaltebecken angelegt. Heute bietet er vielfältige Wassersportmöglichkeiten und ist ein Gewässer für den Angelsport. Die Altstädter Mühle befindet sich interessanterweise direkt im Stausee, unterm Wasser zwischen Großbrembach und Krautheim.
Sonstiges [Bearbeiten]
Während des Zweiten Weltkrieges mussten mindestens 150 Kriegsgefangene aus Frankreich, Militärinternierte sowie Frauen und Männer aus Polen und der Ukraine in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[3]
Am Gemeindehaus des Ortes ist ein symbolträchtiges Relief angebracht, auf dem zwei Männer unter einem breiten Hut zu sehen sind. Bei DUŠEK (s. u.)[4] ist zu lesen: "Das fränkisch-deutsch-slawische Zusammenleben im Mittelalterlichen Thüringen basierte auf einer grundsätzlich gleichberechtigten Stellung beider ethnischer Gruppen, auf der Erfüllung teilweise gemeinsamer Aufgaben in der Erschließung neuer Siedelgebiete im Rahmen der inneren Landesausbaus und auf der gleichen Unterordnung slawischer und deutscher bäuerlichen Schichten unter die Gewalt deutscher Feudalherren. Die Assimilierung des slawischen Bevölkerungsteils durch spachliche und gewiß biologische Vermischung mußte nach Belegen der Sprachwissenschaft und der urkundlichen Quellen westlich und östlich der Saale im 13. und 14. Jahrhundert erfolgt sein.(...) Assimilierung bedeutete in einigen Orten aber auch administrative Vereinigung des slawischen und deutschen Dorfes zu einer Gemeinde, wie sich z. B. in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts dieser Prozeß Zwischen Groß- und Windischenbrembach vollzog und wie eine symbolhafte bildliche Darstellung der Vereinigung zweier Männer unter einem Hute (Titelblatt) als Ortswahrzeichen noch heute davon Zeugnis ablegt". Das Relief selbst stammt nach DUŠEK aus dem 16. Jahrhundert (Anmerkung zum Titelbild)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer Jenzig-verlag 2007 ISBN 978-3-910141-85-8 S.140/141
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 269, ISBN 3-88864-343-0
- ↑ Sigrid Dušek: Geschichte und Kultur der Slawen in Thüringen, Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Weimar 1983, S. 81
Weblinks [Bearbeiten]
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