Großburgwedel

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52.4922222222229.85550Koordinaten: 52° 29′ 32″ N, 9° 51′ 18″ O

Großburgwedel
Stadt Burgwedel
Wappen von Großburgwedel
Höhe: 50 m
Fläche: 21,63 km²
Einwohner: 10.400 (1. Jan. 2012)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30938
Vorwahl: 05139

Großburgwedel (niederdeutsch Groten Boorwee) ist ein Ort 20 km nordöstlich von Hannover. Großburgwedel ist Verwaltungssitz der Stadt Burgwedel und ein Mittelzentrum.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter bildete Großburgwedel zusammen mit Kleinburgwedel, Oldhorst, Neuwarmbüchen und Fuhrberg das Kirchspiel Burgwedel. Die Kirchenbücher sind ab 1661 erhalten.

Am 1. März 1974 wurde Großburgwedel in die neue Gemeinde Burgwedel eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Großburgwedel ist Rolf Fortmüller. Der Ortsrat setzt sich seit der Kommunalwahl 2011 zusammen aus 5 CDU-Abgeordneten, 3 SPD-Abgeordneten und einem Vertreter der FDP.

Das Wappen zeigt oben auf gelbem Grund silbern den welfischen Löwen, unten auf rotem Grund fünf silberne Windmühlen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St.Petri-Kirche in Großburgwedel

In Großburgwedel befinden sich das Rathaus der Stadt Burgwedel und andere Einrichtungen der Stadt wie zum Beispiel die Bücherei, ein Krankenhaus der Region Hannover, das Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule, Hauptschule und Sonderschule, der Bauhof und das Freibad.

  • Die St. Petrikirche ist um 1200 entstanden (siehe auch "Religion").
  • Eine große Zahl teils sehr alter Fachwerkhäuser ziert das Ortsbild, das durch eine meist angepasste modernere Bebauung ergänzt wird.

Baudenkmale:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Rossmann-Zentrale

Großburgwedel hat eine Anschlussstelle (54) an der Bundesautobahn 7, die westlich am Ort vorbeiführt. Durch den Ort verlaufen die Landesstraßen L381 und L383. Zwischen L383 und L381, L381 und K113 sowie zwischen K113 und L383 befinden sich Ortsumgehungen.

Großburgwedel liegt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg und wird stündlich von Zügen der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient. Die bereits 1913 begonnene Strecke von Langenhagen an der Heidebahn nach Celle, auch „Hasenbahn“ genannt, wurde erst am 15. Mai 1938 eröffnet. Seitdem war das Führen der Züge Hamburg–Süddeutschland ohne den Umweg über Lehrte und Kopfmachen in Hannover möglich. Seit dem 2. November 1964 war die Strecke zweigleisig befahrbar.[2]

Großburgwedel ist der Sitz der Drogeriekette Rossmann und der Firma KIND Hörgeräte. Außerdem befindet sich in Großburgwedel eine Filiale der Möbelkette IKEA.

Religion[Bearbeiten]

St.-Paulus-Kirche

Die evangelische St.-Petri-Kirche, nach der die Kirchengemeinde benannt ist, ist eine teils romanische, teils gotische Kirche, die vermutlich um 1200 erbaut wurde. Die St. Petri Gemeinde ist eine Gemeinde der evangelischen Landeskirche Hannover. Diese unterhält neben der Kirche und dem Gemeindehaus auch das Pfarrhaus und den Gemeindekindergarten im Mitteldorf. Außerdem ist Großburgwedel Sitz des Kirchenkreisamtes Burgdorfer Land, das für die Kirchenkreise Burgdorf und Burgwedel-Langenhagen zuständig ist.

Die katholische St.-Paulus-Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Hannover. Ihr sechseckiges Kirchengebäude am Mennegarten wurde am 5. Februar 1966 vom Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen auf das Patronat des Apostels Paulus geweiht.

Die Neuapostolische Kirche befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur St.-Paulus-Kirche im Wohngebiet Osterwiesen.

Unter dem Namen „Freistil“ existiert seit Herbst 2005 auch eine evangelische Freikirche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Personen, die in Großburgwedel gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großburgwedel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Großburgwedel – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  2. Matthias Blazek, Wolfgang Evers: Bau der Reichsbahnlinie Celle-Langenhagen. „Hasenbahn“ wurde vor 35 Jahren zweigleisig / Der größte Teil der Strecke verläuft schnurgerade – Erster Weltkrieg setzte den Bauarbeiten ein vorläufiges Ende, Sachsenspiegel 21 und 22, Cellesche Zeitung vom 29. Mai und 5. Juni 1999.