Großer Klappertopf

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Großer Klappertopf
Rhinanthus angustifolius Großer Klappertopf 1.JPG

Großer Klappertopf (Rhinanthus angustifolius)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Klappertöpfe (Rhinanthus)
Art: Großer Klappertopf
Wissenschaftlicher Name
Rhinanthus angustifolius
C.C.Gmel.

Der Große Klappertopf (Rhinanthus angustifolius, Syn.: Rh. serotinus (Schönh.) Schinz & Thell, Rh. major Ehrh., Rh. glaber Lam., Rh. grandiflorus (Wallr.) Soó) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er wurde 2005 zur Blume des Jahres gewählt. Seinen deutschen Namen verdankt der Klappertopf seinen reifen Früchten, in denen die Samen klappern, wenn sie bewegt werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Große Klappertopf ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist aufrecht abstehend verzweigt, weist eine schwarze Strichelung auf und ist fast kahl. Die unteren Zähne der Tragblätter sind zugespitzt bis kurz grannig, die Zähne sind 4 bis 8 mm lang, die Grannen 1 bis 5 mm. Die Krone ist 17 bis 20 mm lang, die Kronröhre ist gleichmäßig aufwärts gebogen, gelb gefärbt, nur der Zahn an der Oberlippe ist violett. Die Unterlippe der Krone liegt an der Oberlippe an, daher ist der Eingang der Kronröhre verschlossen. Blütezeit ist zwischen Juni und September. Die Art ist sehr formenreich, es werden verschiedene Unterarten unterschieden.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Blüten sind Maskenblumen, d.h. ihr oft blaufleckiger Schlund ist fast geschlossen. Bestäuber sind langrüsselige Hummeln, seltener auch Schmetterlinge. Die Blütezeit inklusive der Frühformen erstreckt sich von Mai bis September.

Die etwa 3 mm langen Samen werden als Segelflieger verbreitet.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Große Klappertopf kommt auf Wiesen, Halbtrockenrasen, Wald- und Gebüschsäumen, auf wechselfeuchten, mäßig frischen, basenreichen und nährstoffarmen Lehmböden vor. Durch intensive Mahd oder Beweidung wird die Art gefördert. Die Art findet sich in Höhenlagen bis 1300 m, ist aber in den Alpen seltener.

Quellen[Bearbeiten]

  •  Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 93. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2006, ISBN 3-494-01413-2.
  •  Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band, Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
  •  Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
  • Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korr. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großer Klappertopf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien