Großer Plöner See

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Großer Plöner See
Bootssteg in Bosau
Bootssteg in Bosau
Geografische Lage: östliches Schleswig-Holstein
Zuflüsse: Schwentine
Abfluss: Schwentine
Orte am Ufer: Plön, Dersau, Bosau, Ascheberg
Daten
Koordinaten 54° 7′ 49″ N, 10° 24′ 51″ O54.13027777777810.41416666666721Koordinaten: 54° 7′ 49″ N, 10° 24′ 51″ O
Großer Plöner See (Schleswig-Holstein)
DEC
Großer Plöner See
Höhe über Meeresspiegel 21 m ü. NN
Fläche 29,97 km²
Seelänge 8,3 km
Seebreite 7,1 km
Volumen 373 000 000 m³
Umfang 42,5 km
Maximale Tiefe 58 m (östl. von Nehmten)dep1
Mittlere Tiefe 12,40 m
Besonderheiten Form von Afrika

Der Große Plöner See ist ein See im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Allgemeines

Mit 30 km² Seefläche und einer Tiefe von 58 m ist der vollständig im Naturpark Holsteinische Schweiz liegende See der größte und tiefste in Schleswig-Holstein.
Am Nordufer liegt die Kreisstadt Plön, mit dem Wahrzeichen des Sees, dem auf einer Anhöhe gelegenen Plöner Schloss. Weitere Orte am Ufer des Großen Plöner Sees sind Bosau, Dersau und Ascheberg.

[Bearbeiten] Entstehung

Der Große Plöner See ist als Folge der Vergletscherung Schleswig-Holsteins nach der letzten Eiszeit entstanden. Ursprünglich lag der Seespiegel 15 bis 18 m über dem heutigen Niveau und bedeckte den gesamten Bereich der heute von der Schwentine durchflossenen Seen der Holsteinischen Schweiz. Der Großer Plöner See ist ein typischer Zungenbeckensee. Zwei Gletscher formten im Wesentlichen das mit 58 m tiefere östl. Plöner Becken sowie das mit 30 m flachere westl. Ascheberger Becken.

[Bearbeiten] Inseln

Verbunden sind der östliche und der westliche Teil des Sees durch einen seit 1992 als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Flachwasserbereich. In diesem Gebiet befindet sich der größte Teil der Inseln. Sie bieten verschiedenen Vogelarten wie Seeadler, Schellente, Gänsesäger und Graugans störungsarme und windgeschützte Brut- und Mauserplätze.
Die im 19. Jhd. durch eine künstliche Absenkung des Wasserspiegels zur Halbinsel gewordene Prinzeninsel erstreckt sich von hier aus über eine Länge von 2 km Richtung Norden und ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.
Ein weiteres seit 1955 bestehendes Naturschutzgebiet liegt im westlichen Teil des Sees,um den Ascheberger Warder herum. Insgesamt verteilen sich mehr als 20 Inseln über die Fläche des Großen Plöner Sees.

[Bearbeiten] Wasserstände

Der Seespiegel liegt auf ca. 21 m ü. NN und schwankt jahreszeitlich bedingt um etwa 30 cm. Um Land zu gewinnen wurde im Jahr 1881 der Wasserspiegel um ca. 1 m abgesenkt.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Besiedlung

Das Seeufer wurde in der mittleren Steinzeit (ca. 10000–4300 v. Chr.) von Jägern, Sammlern und Fischern genutzt. Seit der jüngeren Steinzeit (ca. 4300–2300 v. Chr.), über die Bronzezeit (ca. 2300–550 v. Chr.) bis in die Eisenzeit (ca. 550 v. Chr.–400 n. Chr.) lebten hier mehr oder weniger kontinuierlich Bauern.
Vom 8. bis ins 12. Jahrhundert n. Chr. war das Gebiet um den Plöner See slawischer Siedlungsraum. Hiervon zeugt noch die Olsborg, eine Insel südlich von Plön, die mit einer umfangreichen Befestigungsanlage versehen war. Die Slawen nannten sie Plune, was "eisfreies Wasser" bedeutete. 1139 zerstörte der Holsteiner Graf Adolf II. von Schauenburg die Festung und beendete damit die slawische Herrschaft über den Plöner Raum.

[Bearbeiten] Siehe auch

Panorama des Sees
Panorama des Sees

[Bearbeiten] Weblinks

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