Großhöflein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Großhöflein
Wappen von Großhöflein
Großhöflein (Österreich)
Großhöflein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 14,25 km²
Koordinaten: 47° 50′ N, 16° 29′ O47.83416666666716.481388888889194Koordinaten: 47° 50′ 3″ N, 16° 28′ 53″ O
Höhe: 194 m ü. A.
Einwohner: 2.032 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 143 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7051
Vorwahl: 02682
Gemeindekennziffer: 1 03 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 37
7051 Großhöflein
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Rauter (LBL)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
8
7
6
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Großhöflein im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Breitenbrunn am Neusiedler See Donnerskirchen Großhöflein Hornstein Klingenbach Leithaprodersdorf Loretto Mörbisch am See Müllendorf Neufeld an der Leitha Oggau am Neusiedler See Oslip Purbach am Neusiedler See Sankt Margarethen im Burgenland Schützen am Gebirge Siegendorf Steinbrunn Stotzing Trausdorf an der Wulka Wimpassing an der Leitha Wulkaprodersdorf Zagersdorf Zillingtal Eisenstadt Rust BurgenlandLage der Gemeinde Großhöflein im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Groß Höflein (Mitte links) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Großhöflein ist eine Marktgemeinde mit 2032 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nagyhöflány.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt im Süden des Leithagebirges. Großhöflein ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Großhöflein dann in der Provinz Pannonia.

Auf dem Föllig (286 Meter) wurden Funde aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit und der Zeit des Römischen Reichs gemacht. Marktgemeinde ist Großhöflein seit 1701. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Sopron). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nagyhöflány verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist derzeit Dr. Wolfgang Rauter von der LBL.

Die aktuelle Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist LBL 8, SPÖ 7 und ÖVP 6 Mandate.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In einem roten Felde einen steigenden goldenen Greif, der einen natürlichen Weinstock hält (Weintrauben gold, Blätter grün).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die spätgotische Pfarrkirche wurde im 17. Jahrhundert umgebaut, erhielt 1992 ein Seitenschiff und wurde 2006 renoviert. Weitere Sakralbauten in Großhöflein sind die Antonikapelle (erbaut 1730) und die Radegundiskapelle. Das Rathaus, das so genannte Simon-Despot-Haus, wurde 1675 errichtet. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt das Pleininger-Haus. Ein Pranger wird auf das Jahr 1714 datiert. Dem Verfall preisgegeben sind ein im 18. Jahrhundert errichtetes Jagdhaus und ein Lusthaus der Familie Esterházy.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Großhöflein

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Großhöflein ist eine Weinbaugemeinde im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland. Durch die Lage am Südhang des Leithagebirges und durch die von Kalk dominierten Böden reifen hier Weine, die mit Regelmäßigkeit zu den besten Österreichs zählen. International bekannt wurde Großhöflein durch die Erfolge von Anton Kollwentz (*1940). Die in der Nähe des Ortes vorhandene Schwefel-Quelle wird nicht genutzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leopold Schmidt: St. Radegundis in Groß-Höflein: zur frühmittelalterlichen Verehrung der heiligen Frankenkönigin im Burgenland und in Ostniederösterreich. Landesarchiv und Landesmuseum, Eisenstadt 1956.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großhöflein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien