Großheppach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

48.81889.3862237Koordinaten: 48° 49′ 8″ N, 9° 23′ 10″ O

Großheppach
Stadt Weinstadt
Ehemaliges Gemeindewappen von Großheppach
Höhe: 237 m
Fläche: 5,49 km²
Einwohner: 4485 (31. Mrz. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 71384
Vorwahl: 07151
Großheppach um 1900

Großheppach ist heute ein Stadtteil von Weinstadt in Baden-Württemberg. Im Stadtteil, gelegen im Remstal, wohnen heute 4485 Einwohner (Stand 31. März 2010). Groß- und Kleinheppach liegen am Heppach, einem kleinen Bach, der in die Rems mündet. Zum Stadtteil, dessen Gebiet identisch mit der ehemaligen Gemeinde Großheppach ist, gehören das Dorf Großheppach, der Weiler Gundelsbach und der Wohnplatz Wolfshof. Kleinheppach gehört jedoch zur Gemeinde Korb.

Geschichte[Bearbeiten]

Großheppach wurde 1236 als Hegnesbach erstmals erwähnt. Um 1350 wurde die Burg und das Dorf pfälzisches Lehen unter verschiedenen Besitzern. Seit 1456 waren Teile, ab 1506 das ganze Dorf in württembergischem Besitz. Zunächst gehörte Großheppach zum württembergischen Amt, später Oberamt Schorndorf, kam jedoch – wie Endersbach – bereits 1807 zum Oberamt Waiblingen. Großheppach war von jeher von Weinbau geprägt. Die alte Kelter wurde 1929 erbaut. Neben Württemberg hatten das Kloster Weiler bei Esslingen Zehntrechte, das Kartäuserkloster Christgarten (bei Ederheim im Donau-Ries-Kreis) war bis ins späte 18. Jahrhundert im Besitz einiger Weinberge und besaß einen eigenen Pfleghof im Ort. Am 12. und 13. Juni 1704 fand im Gasthaus „Lamm“ der Kriegsrat der drei Feldherren Prinz Eugen von Savoyen, Duke of Marlborough und Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden statt. Dieser Kriegsrat führte zum Sieg bei der Schlacht von Höchstädt. Am 1. Januar 1975 vereinigten sich die zuvor selbstständigen Gemeinden Beutelsbach, Endersbach, Strümpfelbach, Großheppach und Schnait zur Gemeinde Weinstadt.

Das Wappen zeigt in Gold oben einen blauen Wellenbalken, darunter einen Weinstock mit vier Trauben in natürlichen Farben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Großheppach wird in den Lagen Wanne und Steingrüble Wein angebaut.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Reinhard: Großheppach. Ludwigsburg 1968, DNB 457916818.
  • Jörg Heinrich: Kirchenbuch Großheppach von 1558 bis 1744. Abschrift mit Ergänzungen. Pro Business, Berlin 2011, ISBN 978-3-86386-159-9.

Weblinks[Bearbeiten]