Großlibellen

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Anisoptera ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zur Baumgattung Anisoptera siehe Mersawa.
Großlibellen
Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)

Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)

Systematik
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Großlibellen
Wissenschaftlicher Name
Anisoptera
Sélys, 1854

Die Großlibellen (Anisoptera) sind eine Unterordnung der Libellen und umfassen weltweit etwa 2800 Arten, die in elf Familien untergliedert werden.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Großlibellen sind meist größer und kräftiger gebaut als die Kleinlibellen. Sie besitzen wesentlich größere Facettenaugen, die bei vielen Arten in der Kopfmitte zusammenstoßen, immer aber weniger als eine Augenbreite voneinander getrennt sind.

Die Hinterflügel sind meist etwas breiter als die Vorderflügel ausgebildet. Bei vielen Arten sind die Flügel teilweise bunt getönt oder dunkel gefleckt. Die Flügeladerung ist sehr reichhaltig ausgebildet. Ein auffälliges Merkmal bei allen Großlibellen ist das Flügeldreieck nahe der Basis von Vorder- und Hinterflügel, dessen Gestalt eine Rolle bei der Unterscheidung der Familien spielt.

Eine Mosaikjungfer im Flug

Großlibellen sind oft sehr geschickte und ausdauernde Flieger. Sie können beide Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen, sehr schnelle Wendungen ausführen, teilweise sogar rückwärts fliegen. Es gibt unter den Großlibellen auch Wanderarten, die regelmäßig sehr große Strecken überwinden.

In Ruhestellung werden die Flügel seitlich vom Körper abgespreizt. Auch Großlibellen können ihre Flügel, ähnlich wie bei den Kleinlibellen üblich, über dem Rücken zusammenklappen. Dies tun die Tiere allerdings nur im Ausnahmefall, zum Beispiel bei ungünstiger Witterung, wie starkem Wind oder Regen. Die Großlibellen haben ebenso wie die Kleinlibellen und die Eintagsfliegen keinen Mechanismus, ihre Flügel parallel zum Rücken zu falten. Dies können lediglich die Neuflügler.

Die Larven der Großlibellen leben räuberisch im Wasser. Sie unterscheiden sich von den Larven der Kleinlibellen durch das Fehlen der blattförmigen Hinterleibsanhänge. Stattdessen besitzen sie am Hinterleibsende eine Analpyramide aus fünf kräftigen Stacheln, die sie unter anderem zur Verteidigung einsetzen können.

Systematik[Bearbeiten]

Weltweit werden die Großlibellen in folgende Überfamilien und Familien unterteilt:

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Wildermuth, Y. Gonseth, A. Maibach: Odonata. Die Libellen der Schweiz. Fauna Helvetica, Band 12, 2005, ISBN 2-88414-024-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anisoptera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien