Großpostwitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Großpostwitz-Obergurig | |
| Höhe: | 241 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,42 km² | |
| Einwohner: |
2770 (31. Dez. 2012)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 169 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02692 | |
| Vorwahl: | 035938 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ, BIW, HY, KM | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 190 | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeindeplatz 3 02692 Großpostwitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Frank Lehmann (Freie Wähler) | |
| Lage der Gemeinde Großpostwitz im Landkreis Bautzen | ||
Großpostwitz (auch Großpostwitz/O.L.), obersorbisch Budestecy, ist ein Ort und die gleichnamige Gemeinde 6 km südöstlich von Bautzen in der sächsischen Oberlausitz. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Großpostwitz-Obergurig.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Verkehr[Bearbeiten]
Großpostwitz liegt im Zentrum des Landkreises Bautzen in einem waldreichen Gebiet am Rande des Oberlausitzer Berglandes. Die an der Bundesstraße 96 liegende Gemeinde verfügt mit dem Bahnhof Großpostwitz über eine Station an der Bahnstrecke Bautzen–Bad Schandau, auf der 2004 der Betrieb eingestellt wurde. Durch den Ort fließt die Spree.
Die Gemeinde wird begrenzt von Bautzen im Norden, Kubschütz im Nordosten, Cunewalde im Südosten, Schirgiswalde-Kirschau im Süden sowie Obergurig im Westen.
Geschichte[Bearbeiten]
Postwitz wurde erstmals im Jahr 1331 als Bostewicz urkundlich erwähnt. Der Ort entstand vermutlich wie viele andere auch aus einer slawischen Ansiedlung und einer deutschen Neugründung. Im Jahr 1807 wird aus dem Ortsnamen Postwitz der jetzige Gemeindename Großpostwitz. Im Befreiungskrieg 1813 wird um den Ort gekämpft, der dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird.
Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 575 Einwohnern; davon waren 432 Sorben (75 %) und 143 Deutsche[2]. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts ist der Gebrauch des Sorbischen in Großpostwitz und Umgebung stark zurückgegangen.
Am 1. Juli 1950 wurde Ebendörfel in die Gemeinde Großpostwitz eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1976 wurde der Gemeindeverband Großpostwitz aus den Gemeinden Eulowitz, Rodewitz, Obergurig und Großpostwitz gebildet. Rodewitz ist heute ein Ortsteil von Kirschau, Obergurig eine selbstständige Gemeinde, die mit Großpostwitz eine Verwaltungsgemeinschaft eingegangen ist. Am 1. Januar 1999 wurde Eulowitz in die Gemeinde Großpostwitz/O.L. eingegliedert[4], jedoch aufgrund des Urteils des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs vom 5. November 1999 mit Wirkung vom 1. Januar 2000 wieder ausgegliedert. Schließlich wurde die Gemeinde am 1. Januar 2002 wieder eingemeindet, diesmal rechtmäßig.[5]
Ortsgliederung[Bearbeiten]
Folgende Ortsteile gehören zur Gemeinde Großpostwitz:
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Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 54,0 % (+ 3,9) zu folgendem Ergebnis:[7]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | +/- | Sitze |
| CDU | 42,5 % | + 2,4 | 7 |
| FWG | 40,5 % | - 6,6 | 7 |
| Linke | 12,6 % | - 0,3 | 2 |
Angeführt sind nur die gewählten Listen.
Bürgermeisterwahl 2007[Bearbeiten]
Bei der Wahl am 30. September 2007 wurde Amtsinhaber Frank Lehmann mit 99,2 % der Wählerstimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,7 %.
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen zeigt den Turm der evangelischen Kirche und die Spree, die den Ortskern mit der Kirche in einem Mäander umschließt. Die Blasonierung hierzu lautet: „Gespalten von Silber und Grün; vorn ein bis an den oberen Schildrand wachsender schwarzer Kirchturm mit zwei Bogenfenstern und einem Rundfenster; hinten ein siebenbogiger silberner Wellenbalken.“
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Evangelische Kirche (1893 in jetzige Form umgebaut) mit etwa 60 Meter hohem Turm
Bildung[Bearbeiten]
Die heutige Lessing-Grundschule wurde im Herbst 1929 eröffnet. Der Neubau der Schule war erforderlich geworden, da die im Mai 1880 eröffnete Schule den steigenden Schülerzahlen nicht mehr gewachsen war.[8]
Partnergemeinde[Bearbeiten]
- Stadt Grünsfeld, Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Michał Frencel, Pfarrer und Bibelübersetzer
- Korla Awgust Kocor, sorbischer Komponist und Kantor
- Ruprecht Polenz, CDU-Politiker
- Theodor Schütze, Heimatforscher und Volkskundler
Literatur[Bearbeiten]
- Cornelius Gurlitt: Großpostwitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 94.
Weblinks[Bearbeiten]
- Großpostwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 53.
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
- ↑ Angaben der Gemeindeverwaltung Großpostwitz; Stand: 31. Dezember 2010. Die Einwohnerzahl für Rascha schließt nur Alt-Rascha mit ein.
- ↑ Statistik Sachsen
- ↑ 70 Jahre Lessingschule (1929 - 1999)
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